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Test-Fazit: Grandinote Shinai

Inhaltsverzeichnis

  1. 2 Klangtest und Vergleiche: Grandinote Shinai
  2. 3 Test-Fazit: Grandinote Shinai

Grandinote Shinai Verstärker im Rack von vorne

Wenige Audiokomponenten übertreffen meine Erwartungen so deutlich, dass ich mich fast dazu motiviert fühle, schon zu Beginn eines Reviews mein Fazit zu fassen. Einfach, um Sie als Leser auf ganz viel Lob und kaum – oder in diesem Fall eben keine – echte Kritik vorzubereiten. Der Grandinote Shinai ist ein solches Gerät: Ein schnickschnackfreier, auf Klangqualität getrimmter Überflieger, der in seiner gehobenen Preisklasse das akustisch Machbare glasklar definiert. Das macht mir die abschließende Bewertung einerseits einfach, andererseits ist’s schwer, sie anhand einzelner Charakteristika zu differenzieren. Nicht zuletzt, weil der Grandinote Shinai einer der ausgewogensten Vollverstärker ist, die ich kenne. Ausgewogen, wohlgemerkt; er agiert ganz und gar nicht im Sinne einer (zu) sachlichen Neutralität, sondern sogar mit einer klitzekleinen Prise zusätzlicher Wärme versehen. Die allerdings so perfekt integriert und durch den sehr offenen Hochton so geschickt ausbalanciert wird, dass die Tonalität im besten Sinne als „unauffällig“ durchgeht. Ja, die wohl größte Stärke des Shinai liegt in der Verquickung scheinbar unvereinbarer Tugenden, aus denen er ein exemplarisch schlüssiges Ganzes komponiert.

Genrepräferenzen kennt der Grandinote Shinai kaum. Einschränkungen ergeben sich eher aus den typischen Hörgewohnheiten von Fans so einiger Musikrichtungen. Mit zweimal 37 Watt – tönt der Shinai auch noch so agil und stabil – lassen sich nun mal mit durchschnittlich wirkungsgradstarken Lautsprechern keine Pegelorgien erzielen. Wer sich also permanent Dampfhammermusik mit maximaler Lautstärke reinpfeift oder Impulse direkt vor die Stirn geknallt haben möchte, sollte sich besser nach entsprechend dimensionierten Wattschleudern umschauen.

Ansonsten sehe ich nur dann „Gefahr“ für die audiophile Glückseligkeit, wenn eine Kette – vor allem der Lautsprecher – zu einem außerordentlich giftigen Hochton neigt. Der eine oder andere PA-Hornlautsprecher oder mit gewissen französischen Hochtönern bestückte Kisten, vornehmlich aus den 1990er-Jahren, fallen mir da ein. Denn der Shinai transportiert nichts anderes als schlichtweg die Wahrheit, einschließlich der über die eigenen Lautsprecher – und die kann manchmal unschön sein. Mich persönlich beschäftigt gerade allerdings etwas anderes: Was sollen die teureren Grandinote-Modelle eigentlich noch besser machen?

Der Grandinote Shinai …

  • spielt sehr tief, druckvoll und differenziert in den Basskeller hinab und kontrolliert das Geschehen dort besser als viele leistungsstärkere Transistorverstärker.
  • gehört tendenziell zur klangfarbenstarken, minimal warmen Fraktion der Vollverstärker.
  • besitzt gleichwohl einen verfärbungsfreien, natürlichen und sehr transparenten Mittelton.
  • lässt sich auch im Hochton keinerlei Färbung nachsagen, sondern agiert maximal frei, offen, luftig und im allerbesten Sinne hochauflösend, ohne den geringsten Anflug von kristalliner Härte.
  • realisiert eine angesichts der moderaten Leistungsangaben unerwartet erwachsene Grobdynamik, der nur im Vergleich zu dem einen oder anderen Wattmonster die allerletzte Wucht fehlt.
  • besitzt ein herausragendes Talent für feindynamische Differenzierung.
  • projiziert dreidimensional greifbar und mit viel Raum zwischen den Akteuren auf der virtuellen Bühne.
  • entwirft eine in allen Dimensionen fast grenzenlos scheinende Räumlichkeit. Man ist versucht, die Tiefe der Raumabbildung besonders herausstellen zu wollen, doch dann täte man fast schon der Horizontalen und Vertikalen Unrecht.
  • ist herausragend gut verarbeitet.
  • wiegt mit 40 Kilogramm mehr als man angesichts des von vorne betrachtet relativ kompakten Formats denken würde.
  • verbraucht gute 200 Watt bereits im Leerlauf.

Fakten:

  • Modell: Grandinote Shinai
  • Konzept: Class-A-Transistor-Vollverstärker
  • Preis: 11.400 Euro
  • Maße & Gewicht: (B x H x T): 318 x 196 x 473 mm; 40 kg
  • Farben: Schwarz
  • Eingänge analog: 2 x XLR, 2 x Cinch
  • Ausgangsleistung: 2 x 37 Watt an 4 und 8 Ohm
  • Leistungsaufnahme im Leerlauf: ca. 200 Watt
  • Garantie: 5 Jahre

Vertrieb:

KlangLoft München
Otto-Hahn-Straße 14 | 85609 Aschheim
Telefon: +49(0)89-960 58 981‬
E-Mail: info@KlangLoft.de
Web: http://www.klangloft.de/

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Test: Grandinote Shinai | Vollverstärker

  1. 2 Klangtest und Vergleiche: Grandinote Shinai
  2. 3 Test-Fazit: Grandinote Shinai

Über die Autorin / den Autor

Equipment

Analoge Quellen: Laufwerk: J. Sikora Initial Tonarm: Kuzma Stogi Reference S12 VAT Tonabnehmer: Transrotor Figaro

Digitale Quellen: D/A-Wandler: Linnenberg Telemann, Norma Audio REVO DAC-Modul Streamer: Auralic Aries, MacBook Pro

Vollverstärker: Linn Classik Movie II (Surroundreceiver mit integriertem DVD-Player)

Vorstufen: Hochpegel: Norma Audio REVO SC-2 Phonoverstärker: Linnenberg Bizet, Neukomm MCA112S

Endstufen: Linnenberg LIsZT Stereo

Lautsprecher: Argon Audio Forte A5, Qin Prestige Three, Nubert NuPro A100

Kopfhörer: AudioQuest Nighthawk, AKG N60 NC Wireless

Kopfhörerverstärker: ifi iDSD nano, Meier Audio Corda Classic

Kabel: Lautsprecherkabel: Gutwire Chime 3, Fastaudio Black Science NF-Kabel: Gutwire EON-Z, Gutwire Synchrony 2 SE, Audioquest Yukon, fastaudio Black Science Phono), Graditech Kide 3 und Kide 1 Digitalkabel: JIB Boaacoustic Silver Digital Xeno USB, AudioQuest Vodka und Cinnamon Ethernet, AudioQuest Carbon RCA, Graditech Kide Digital RCA Netzkabel: Audioquest Tornado, Gutwire SV-8, Gutwire G Clef 2, AudioQuest NRG-2 Sonstiges: Erdungskabel Gutwire Ultimate Ground

Rack: Roterring Belmaro 33 Customized

Zubehör: Stromfilter: Tsakiridis Super Athina Sonstiges: YDOL Relax 60 und fastaudio Absorber, Acoustic System Resonatoren, The Gryphon De-Magnetizer

Größe des Hörraumes: Grundfläche: 24,5 m² Höhe: 2,7 m