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Technik Akustik Manufaktur – Testbericht – fairaudio

Inhaltsverzeichnis

  1. 2 Technik Akustik Manufaktur - Testbericht - fairaudio

Akustik Manufaktur Klangbasen-Set: Der Gerätefuß

Man kann diese Klangbase auch „solo“ erwerben, also ohne die Gerätefüße. Allerdings sind diese Bestandteil des „Akustik Manufaktur-Ansatzes“, die Base allein bringe aber auch schon viel. Wie beim Eiskunstlauf käme erst die Pflicht – und dann die Kür (die Gerätefüße) – so Herrn Jäger. Zum kompletten Set gehören daher drei dieser Füße: Empfohlen wird der größere „Level 2.0 B“-Fuß, dieser weist einen Durchmesser von sieben Zentimetern auf. Der kleinere „Level 1.0 B“ (sechs Zentimeter) eigne sich vor allem für Netzteile oder andere kleinere Geräte, bei denen der Siebener vom Ausmaß einfach nicht passen will. Die Höhe des Fußes beträgt 38 mm – genaugenommen sogar ein kleines bisschen mehr, da der Spike hinzukommt (cirka 2 mm). Dieser Spike ist – im Gegensatz zu dem unter der Base – fix, kann in der Höhe also nicht justiert werden. Zudem handelt es sich bei diesem um eine Halbkugel, nicht um eine „Spitze“:

Akustik Manufaktur Klangbasen-Set: Halbkugel-Spke des Gerätefußes

Dass diese Form ihren klanglichen Grund hat, lässt sich denken. Nach vielem Experimentieren habe er sich für die Halbkugel entschieden. Das Material sei ebenfalls bewusst nach klanglichen Gesichtspunkten gewählt worden. (Eine „spezielle“ Legierung. „Speziell“ übersetzt sich für mich mittlerweile in „Sag‘ ich Dir nicht, kopiert sonst jeder.“ Ein Wort, das Herr Fitzlaff von fis-Audio (Test HiFi-Netzleitung) auch gern verwendet. Freilich dürften viele Kunden eher insgeheim „also banal und überteuert“ denken, denn „speziell“ wird so einiges genannt …) Herr Jäger betont, das dieser Spike nicht einfach gedreht, sondern „aufwändig vierfach geschmiedet“ sei. Dies mache die äußere Schicht des Materials sehr hart, während es im Innern „weich“ bleibt. Der Korpus des Gerätefußes wird analog zur Base hergestellt: Multiplex wird ausgefräst, mit der Paste behandelt und dann mit Sand/Blei befüllt. Die Oberfläche der Füße ist granitschwarz ausgeführt. Nur die Seite, die zur Komponente zeigt, ist blau. Das hätte nun aber keine klanglichen Auswirkungen …

Die Verarbeitung des getesteten Klangbasen-Sets ist tadellos – das sollte sie bei diesem Preis aber auch sein: In Buche geölt liegt das Set bei 950 ¤, möchte man es in granitschwarz, sind 990 ¤ fällig. (Einzelpreise: nur Base ab 500, nur Gerätefüße ab 390 Euro, größen- und ausführungsabhängig) Deutsche Handwerkskunst hat eben seinen Preis – und dieser sei, so Herr Jäger, in Relation zu anderen „Aufstellungsmöglichkeiten“ am Markt sehr fair. Jetzt hätte ich zwar „speziell“ gesagt, aber sei’s drum …

Klang:

Der Versuch „mit/ohne Base“ fand unter den folgenden „Modellannahmen“ statt:

Grundlage für die Klangbase:

  • Taoc-Rack AS 3
  • „Nackter“ Dielenboden

Gerätekombinationen:

  1. Eastsound CDP Signature Edition / Dussun V8i-Vollverstärker
  2. C.E.C. CDP TL51XR / Dussun V8i-Vollverstärker
  3. Atoll CDP CD80 MK I / Dussun V8i-Vollverstärker
  4. Eastsound CDP Signature Edition / JungSon JA88 D Vollverstärker

Kombi Eastsound SE/ Dussun auf Taoc-Rack
(beide Komponenten mit/ohne Base)

Howe / The ListenerVon Howe Gelbs 2003er Album „The Listener“ wurden die Tracks 5 und 6 bis zum völligen Wahnsinn wiederholt – so werden vermutlich meine Nachbarn denken. Ich könnte sie dagegen noch viel öfter hören. Henriette Sennenvaldts Stimme auf „Torque“ ist ein Meilenstein in Sachen lässigem Sexappeal, Howes Genuschel sowieso großartig. Zudem sind die Stücke prima aufgenommen und enthalten einige „kritische“ Stellen: Klingt die Violine quäkig oder rund und voll? Und das Saxophon am Ende von „Torque“? Wie griffig und federnd ist der Basslauf am Beginn von „Piango“? Nicht immer ist gute Musik auch gutes Testmaterial – bei Howe Gelb meist schon.

Kombi Dussun / Eastsound ohne BaseHowes Stimme hat bei „Torque“ eine leicht raue Hallnote „um sich herum“ – ein gewollter Effekt, der auch entsprechend wiedergegeben werden sollte. Mit der Klangbase wird’s – wenn man es so sagen will – „klarer rau“. Und des Weiteren bekommt dieser „Hallkörper“ nun eine räumliche Ausdehnung (in die Tiefe), es bleibt nicht bei einem eher „flachen Soundeffekt“. Insgesamt präsentiert sich die Stimme also plastischer und greifbarer. „Klarer“ wird mir als Hörer nun auch, wo die Musiker ihren Platz einnehmen. Musikalisch „dichtere“ Stellen (Refrain, mehr Instrumente, lauter)Kombi Dussun / Eastsound mit Base geraten zudem durchsichtiger und verfolgbarer. Ebenfalls festzuhalten: Die Congas „tocken“ sehr überzeugend, irgendwie plötzlicher – ohne dabei tonal verschoben zu werden. Insgesamt spielt die Kette schneller, dynamischer, räumlicher und klarer. Nervig-hart wird es dabei aber nie. Gute Sache.

Kombi C.E.C. TL51XR / Dussun auf Taoc-Rack
(CD-Player mit/ohne Base)

Kombi Dussun / C.E.C. ohne Base

Wieder ist der Hallraum um den Sänger klarer zu vernehmen. Anders als zuvor, ändert sich die Raumaufteilung insgesamt aber nicht. Angeschlagene Hi-Hats geraten klarer und sie klingen länger aus.

Kombi Dussun / C.E.C mit BaseDer Bass bei „Piango“ wird einen Touch griffiger, trockener. Insgesamt ist die Änderung des Klangbildes schon positiv – aber eher etwas für „Fledermäuse“

Kombi Atoll CD80 MK I / Dussun auf Taoc-Rack
(CD-Player mit/ohne Base)

Kombi Dussun / Atoll ohne BaseEin Dynamikdoping hat dieser Atoll nicht nötig, ich kenne ihn als ziemlich flott und anspringend. Im Gegenteil: Etwas mehr Ruhe täte ihm gut und auch die Mitten dürften einen Tack weniger nassforsch daherkommen – so ist das Sax am Ende von „Torque“ doch schon etwas quengelnd. Mit der Klangbase von Akustik Manufaktur legt sich dies. Nicht ganz, aber doch vernehmlich. Dazu passt, dass auch die Hi-HatsKombi Dussun / Atoll mit Base

weniger „durch die Gegend zischeln“. Die größte Änderung vernehme ich allerdings beim Bass: Etwas weniger voluminös, dafür knorriger und federnder – besser. Der Atoll gewinnt mit der Base unterm Hintern …

Test: Akustik Manufaktur Gerätebasis |

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