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Testfazit: Genelec S360 SAM

Inhaltsverzeichnis

  1. 2 Genelec S360 SAM – der Klangcheck
  2. 3 Testfazit: Genelec S360 SAM

Natürlich kann man die Genelec S360 SAM in kleineren Räumen beteiben, insbesondere dann, wenn sie auf den Hörplatz eingemessen wird. Aber ganz ehrlich: Warum sollte man sich etwas derart dynamisch Übermotorisiertes zulegen, wenn man keine Gelegenheit hat, es auszufahren? In Räumen ab circa 25-30 qm geht die Rechnung auf, und auch wenn Sie etwas doppelt so Großes bewohnen, müssen Sie die S360 noch lange nicht vom Zettel nehmen – das beschallt sie ganz locker.

Genelec S360 in Weiß

Man darf die Genelec S360 durchaus als Allrounderin bezeichnen, gleichwohl wird sie dank ihrer „Spezialtugenden“ nicht jedermanns Sache sein. Sie spricht insbesondere solche Hörer an, die sich schon länger eine hochdynamische Gangart beim Musikhören wünschen und deshalb mit Hornlautsprechern liebäugeln – sich aber nie wirklich dazu durchringen konnten, da sie ihnen zu groß, ausladend, exzentrisch oder einfach zu teuer sind. Apropos: Bleibt man im Budget der Genelec S360 und sucht eine Kombination aus passivem Horn und Endstufe, so sehe ich nicht, wie man im Bassbereich an Substanz und Tiefgang der S360 herankommen sollte – das ist mir bis dato einfach noch nicht untergekommen.

Wenn Sie also auf große, dynamische Klangbilder stehen, aber keine Riesentrümmer aufstellen möchten, findet Sie mit der Genelec S360 eine ganz hervorragende und vor allem flexible Lösung.

Steckbrief Genelec S360 SAM:

  • Tonal justierbar dank umfangreicher Einstellmöglichkeiten, insbesondere im Zusammenspiel mit der GLM-Software und dem Mess-Set inklusive Mikrofon. Grundcharakter im uneingemessenen „Naturzustand“: studiomäßig, balanciert, potent im Bass. In den oberen Mitten leicht offensiver, in den oberen Höhen etwas defensiver unterwegs.
  • Gerade im Tiefton empfiehlt sich eine Adaption an die Raumgröße und die Aufstellsituation, ansonsten kann er zu mächtig werden. Einmal adäquat justiert lässt sich ein Bass erleben, der so fürs Geld wohl nur aktiv zu haben ist: Tiefgang, substanzieller Punch und konturierte Durchzeichnung sind einfach großartig.
  • Die Mitten und der Hochton geben sich unromantisch-straight, ja, werkzeugartig. Wenig verwunderlich, wurde die Box doch fürs Studio konzipiert. Bei tollen Aufnahmen zeigt sie, was drin steckt – bei schlechten auch.
  • Gutes Auflösungsvermögen fürs Geld, es ginge aber noch mehr, insbesondere im Hochton.
  • Feindynamisch überzeugt die Genelec, richtiggehend spektakulär ist aber die Grobdynamik. Was die S360 hier auch bei an sich schon hohem Grundpegel zu leisten imstande ist, kennt man sonst nur von deutlich größeren und/oder horngestützten Systemen. Neben dem tollen Tiefton für mich die zentrale Stärke der S360.
  • Die Genelec kann nicht nur extrem laut und dabei sauber spielen, sie überzeugt auch bei geringen Pegeln.
  • Die virtuelle Bühne öffnet sich Richtung Hörer, kommt also ein gutes Stück vor die Boxengrundlinie und kann, je nach Pegel und Aufnahme, den Raum richtiggehend fluten. Da auch die einzelnen Stimmen und Instrumente etwas größer gezeichnet werden, kommt richtig Stimmung auf: Die Genelec involviert den Hörer nicht nur dynamisch, sondern auch räumlich. Wer freilich auf mehr Distanz beim Musikhören Wert legt, ist hier weniger gut aufgehoben.
  • Abbildungspräzision und die generelle Strukturiertheit des Bühnenaufbaus sind preisklassenadäquat, aber steigerbar. Gleiches lässt sich zur Tiefenstaffelung sagen, die angesichts des generell eher vorwärtsgerichteten Bühneneindrucks zwar sehr positiv überrascht, aber auch nicht das Kernthema dieses Lautsprechers darstellt.

Fakten:

  • Modell: Genelec S360 SAM
  • Konzept: aktiver Zwei-Wege-Kompaktlautsprecher, Bassreflex, Class-D-Verstärkung
  • Preis: 8.120 Euro (Paar)
  • Abmessungen & Gewicht: 530 x 360 x 360 mm (HxBxT), 30 kg/Stück
  • Ausführungen: Schwarz und Weiß
  • Sonstiges: symmetrisch analog und digital (AES/EBU) ansteuerbar, diverse Höhen- und Bassfilter, Desktop-Filter (DIP-Switches), optional umfangreich über Software regel- und einmessbar (GLM-Set: +499 Euro)
  • Garantie: 2 Jahre, bei Registrierung: 5 Jahre

Vertrieb:

Audio Pro Heilbronn Elektroakustik GmbH
Pfaffenstraße 25 | 74078 Heilbronn
Telefon: +49(0)7131-2636400
E-Mail: info@audiopro.de
Web: https://www.audiopro.de/

Test: Genelec S360 SAM | Aktivlautsprecher

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Über die Autorin / den Autor

Equipment

Analoge Quellen: Laufwerk: SME Model 15 Tonarm: SME 309 Tonabnehmer: MC: Denon DL-103R, Dynavector DV-20X2 H, Transrotor Figaro; MM: Shelter 201 Sonstiges: Flux-HiFi (Nadelreiniger), VPI HW-16.5 (Plattenwaschmaschine)

Digitale Quellen: D/A-Wandler: Luxman DA-06 CD-Player: NAD C546BEE SE Musikserver: Innuos Zenith Mk3, Audiodata MusikServer MSII Streamer: Auralic Aries Computer/Mediaplayer: HP Notebook mit JRiver Sonstiges: iFi iPurifier II (USB-Filter)

Vollverstärker: Denon PMA-2010AE

Vorstufen: Hochpegel: Octave HP300 MK II Phonoverstärker: BMC Audio MCCI Signature ULN, Octave HP300-Phonoboard

Endstufen: Musical Fidelity M8 700m (Monos)

Lautsprecher: Blumenhofer Acoustics Genuin FS 1 Mk2

Kopfhörer: Beyerdynamic DT-990, Sony MDR-1000X

All-In-One: Ruark Audio R4

Kabel: Lautsprecherkabel: fis Audio Studioline, Ascendo Tri-Wire-Kabelsatz, Dynamikks Speakerlink, Ecosse ES 2.3, Zu Audio Libtec NF-Kabel: fis Audio Premiumline Lifetime, Ecosse, Vovox und andere Digitalkabel: Audioquest Cinnamon (Toslink), Boaacoustic Silver Digital Xeno (USB), Wireworld Series 7 Starlight Gold (Koax-S/PDIF) Netzkabel: fis Audio Studioline Netzleiste: fis Audio Black Magic

Rack: Creaktiv Trend 3

Größe des Hörraumes: Grundfläche: 40 m² Höhe: 2,45 m

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