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Testfazit: Genelec 1237A

Inhaltsverzeichnis

  1. 2 Genelec 1237A: Hörtest und Vergleiche
  2. 3 Testfazit: Genelec 1237A

Mehr geht ja immer, doch was dieser Aktivmonitor zum aufgerufenen Kurs leistet, ist richtig gut. Der Genelec 1237A überzeugt bei leisem wie (sehr) lautem Pegel, spielt dynamisch, räumlich groß, offen und involvierend – und setzt einen Detailreichtum ins Werk, den man für das Geld anderenorts erst einmal finden muss.

Genelec 1237A - aktive Studiolautsprecher

Trotzdem ist dieser Lautsprecher nicht jedermanns Sache, als Studiomonitor zeigt er nun mal explizit auf, wie es um die Aufnahme bestellt ist. Crap in, crap out – da wird nichts beschönigt. Doch das „Aufhübschen“, so es denn nötig ist, kann man ja selbst besorgen, indem über die GLM-Software eine entsprechende Korrekturkurve hinterlegt wird, die allzu karge oder mediokre Aufnahmen entschärft. Die Möglichkeit, verschiedenste Setups zu hinterlegen, ist ein echter Gewinn.

Gleichwohl – die Genelec 1237A ist und bleibt ein Studiolautsprecher und spricht damit weniger den „Soundromantiker“ als den Hörer an, der es wirklich wissen will. Und für den ist sie eine Offenbarung.

Steckbrief Genelec 1237A:

  • Über die GLM-Software lässt sich im Grunde jede tonale Ausrichtung einstellen, die einem gefällt, natürlich lassen sich für unterschiedliche Anwendungsfälle (Film, gute Aufnahmen, dünne Aufnahmen etc.) auch unterschiedliche Korrekturkurven speichern. Die Standardeinmessung dürfte in den meisten Fällen eine ausgeglichen-neutrale Über-alles-Tonalität zum Ziel haben.
  • Die 1237A spielt sehr breitbandig, ist im Superhochton komplett da und reicht im Tiefbass für ihre Größe weit hinunter, wobei das fürs Konzept und Geld als normal durchgeht.
  • Der Bass wird knochentrocken und sehr definiert serviert – da auch ordentlich Membranfläche zur Verfügung steht, wirkt das tonale Untergeschoss sehr dynamisch und hinkt kein bisschen hinter der sehr guten Impulsverarbeitung in den mittleren/höheren Lagen her. Sehr kohärentes Timing.
  • Das Auflösungsvermögen – gerade auch im Mittelton – ist eine echte Stärke des Lautsprechers. Klangtexturen und -farben werden sehr fein differenziert, noch leiseste Details minutiös herausgearbeitet. Das gilt auch für den Hochtonbereich, wobei manche Lautsprecher dieser Liga, zum Beispiel solche mit Flächenstrahlern, schon noch mal ein Eckchen mehr bieten können.
  • Die Genelec spielt nicht nur (sehr) laut verzerrungsfrei und stabil, sie überzeugt auch bei geringem Pegel. Dynamisch ist sie – fein wie grob – absolut sattelfest und zudem, wie erwähnt, sehr kohärent.
  • Die Lokalisationsschärfe und Plastizität der Abbildung einzelner Stimmen ist gut und wirkt natürlich, hier und da hat man aber auch schon mal noch randschärfer Eingefasstes vernommen, zum Beispiel von den Aluminium-Modellen der Finnen.
  • Die 1237A kann ein riesiges Klangpanorama entfalten, insbesondere die Bühnenbreite wirkt mit entsprechenden Aufnahmen beeindruckend. Tendenziell geht es mit der Genelec einen Schritt vor die Basislinie der Boxen, was angenehm involvierend, aber nicht zu frontal wirkt. Bei ordentlich Pegel und (Tief-)Bassanteil auf der Aufnahme, „flutet“ die virtuelle Bühne den Hörraum geradezu. Faszinierend.

Fakten:

  • Modell: Genelec 1237A
  • Konzept: aktiver 3-Wege-Monitorlautsprecher mit Bassreflex-Gehäuse
  • Preis: 12.778 Euro
  • Abmessungen & Gewicht: 680 x 400 x 380 mm (HxBxT), 42 kg/Stück
  • Farben: Schwarz
  • Sonstiges: symmetrisch analog und digital (AES/EBU) ansteuerbar, umfangreich über Software regel- und einmessbar (GLM-Kit: 392 Euro), optionaler kabelgebundener Lautstärkeregler (105 Euro), Funkfernbedienung (92 Euro)
  • Garantie: 2 Jahre, bei Registrierung 5 Jahre
  • Weitere Informationen zum Produkt auf der Seite des Vertriebs

Vertrieb:

Audio Pro Heilbronn Elektroakustik GmbH
Pfaffenstraße 25 | 74078 Heilbronn
Telefon: +49 (0) 7131-2636400
E-Mail: info@audiopro.de
Web: https://www.audiopro.de/

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Test: Genelec 1237A | Aktivlautsprecher

  1. 2 Genelec 1237A: Hörtest und Vergleiche
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Über die Autorin / den Autor

Equipment

Analoge Quellen: Laufwerk: SME Model 15 Tonarm: SME 309 Tonabnehmer: MC: Denon DL-103R, Dynavector DV-20X2 H, Transrotor Figaro; MM: Shelter 201 Sonstiges: Flux-HiFi (Nadelreiniger), VPI HW-16.5 (Plattenwaschmaschine)

Digitale Quellen: D/A-Wandler: Rockna Wavelight Musikserver: Antipodes K22

Vorstufen: Hochpegel: Pass XP-12 Phonoverstärker: BMC Audio MCCI Signature ULN

Endstufen: Pass X250.8 (Stereo)

Lautsprecher: Acapella High BassoNobile MK2

Kopfhörer: Beyerdynamic DT-990, Sony MDR-1000X

All-In-One: Ruark Audio R4

Kabel: Lautsprecherkabel: fis Audio Livetime, Ascendo Tri-Wire-Kabelsatz, Dynamikks Speakerlink NF-Kabel: Boaacoustic Blueberry Signal.xlr, fis Audio Livetime, Vovox und andere Digitalkabel: Audioquest Cinnamon (Toslink), Boaacoustic Silver Digital Xeno (USB), fis Magic LAN-Kabel, Wireworld Series 7 Starlight Gold (Koax-S/PDIF) Netzkabel: fis Audio Blackmagic, fis Audio Studioline Netzleiste: fis Audio Black Magic

Rack: Creaktiv Trend 3

Größe des Hörraumes: Grundfläche: 40 m² Höhe: 2,45 m

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