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Inhaltsverzeichnis

  1. 1 Aller guten Dinge ...
  2. 2 Final Sonorous III: Klangeindruck & -vergleich
  3. 3 Testfazit: Final Audio Sonorous III

Dieser Kopfhörertest führt uns heraus aus europäischen HiFi-Gefilden, hin auf die Insel der High-Tech- und High-End-Enthusiasten – nach Japan. Wollen alteingesessene nordeuropäische Traditionsunternehmen oft mit typischem Understatement und robusten Modellen Kunden gewinnen, so kommen aus Japan nicht selten ausgefallenere Exemplare. Auch das in den letzten Jahren besonders für seine Kopf- und Ohrhörerkonstruktionen bekannt gewordene Unternehmen „Final Audio Design“ stellt hier keine Ausnahme dar.

Die Anfänge dieser Marke beziehungsweise des dazugehörigen Unternehmens gehen bis 1976 zurück, als der leider bereits verstorbene Kanemori Takai die Firma unter dem Namen „final“ gründete. Diese spezialisierte sich in erster Linie auf Tonabnehmer, später kamen Verstärker, Lautsprecher und komplette Plattenspieler auf den Markt. Seit 2007 wurde das Unternehmen unter dem Namen „S’Next“ als Tochter von Molex neu aufgestellt und spezialisiert sich seit 2009 mit der Marke „Final Audio Design“ auf die Fertigung von Kopf- und Ohrhörern.

final-audio-sonorous

Vor allem durch den im hochpreisigen Segment angesiedelten Sonorous-X-Kopfhörer im goldfarbenen Gehäuse erlangte das Unternehmen Aufmerksamkeit. Seit Kurzem bedient die Firma mit den kleineren Sonorous-Modellen (Sonorous II, III, IV) aber auch jene Kunden, die etwas weniger Geld für guten Klang in die Hand nehmen wollen. Im Folgenden wird der Final Audio Sonorous III vorgestellt und auf seine klanglichen und haptischen Qualitäten untersucht. Er befindet sich mit 379 Euro noch im mittleren Preissegment.

Final Sonorous III: Optik, Haptik, Lieferumfang

Der Final Audio Sonorous III erreicht mich in einer schlichten Verpackung, auf der die üblichen Werbetexte sowie die Daten des Kopfhörers abgedruckt sind. Im Lieferumfang befinden sich neben dem Kopfhörer noch das abnehmbare Kabel, das hörerseitig jeweils in einem 3,5-Millimeter-Monostecker aus Metall endet, ein Adapter von 3,5-Millimeter- auf 6,35-Millimeter-Klinke und die Bedienungsanleitung samt obligatorischen Warnhinweisen und Garantieinformationen.

final-audio-sonorous Kabel

Der nach dem geschlossenen Prinzip gefertigte Kopfhörer selbst besticht durch seine durchwegs sehr gute Verarbeitung. Die Materialwahl entspricht mit ABS-Kunststoff (eine thermoplastische Polymermischung), Kunstlederpolsterung und Aluminiumring zwar nicht ganz der beim Topmodell Sonorous X, wirkt aber nichtsdestotrotz sehr hochwertig. Der ABS-Kunststoff der Kopfhörerschalen ist im Look von Magnesiumgehäusen teurer Spiegelreflexkameras gehalten und durch die matte, raue Oberfläche sehr unempfindlich. Der Aluminiumring um die Schale gibt dem Final Audio Sonorous III zudem noch einen edlen Akzent.

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Das verwendete Kunstleder an den Ohrpolstern und am Kopfband stellt sich als sehr weich heraus. Dadurch wird ein besonders hoher Tragekomfort gewährleistet. Die Verstellbarkeit ist mit der schwenk-, höhenverstell- und beschränkt auch drehbaren Lagerung der Kopfhörermuscheln am Metallband sehr gut gelöst. Der Mechanismus ist zudem stufenlos regelbar, doch nicht zu leichtgängig, um perfekten Sitz zu gewährleisten.

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Das Einzige, das für manche Musikgenießer ungewohnt erscheinen mag, ist der in der Tiefe recht knapp bemessene Raum für die Ohrmuscheln. Manche Musikfreunde mit etwas größeren „Lauschern“ könnten an der Schaumstoffabdeckung der Treibermembran anstoßen. Nichtsdestotrotz sitzt der Kopfhörer bei mir auch nach längeren Hörsessions recht angenehm am Kopf und es kommt zu keinen Druckstellen. Das Gewicht von immerhin 410 Gramm tut dem Tragekomfort dabei keinen Abbruch.

Technik des Final Sonorous III

Die Technik des Final Sonorous III

Im Inneren des Final Audio Sonorous III wurde um die Treiber, deren Membranen aus Titan bestehen, eine spezielle Konstruktion gebaut, die auf den Namen „BAM“ (Balancing Air Movement) hört. Diese soll, wie der Name bereits vermuten lässt, den Schalltransport optimieren und so laut Hersteller eine realistische Bassreproduktion bieten. Zudem soll durch diesen Kunstgriff auch die Räumlichkeit verbessert werden. Dazu wurde ein spezieller Rahmen mit resonanzverringernden Eigenschaften gefertigt, in welchem der Treiber seinen Platz findet. Der Titaniumtreiber selbst arbeitet nach dem dynamischen Prinzip und gesellt sich somit zu den üblichen Kopfhörern in dieser Preisklasse. Andere, kompliziertere Konstruktionen, wie etwa solche nach dem elektro- oder magnetostatischen Prinzip, sind den höheren Preisbereichen vorbehalten.

Etwas aus der Reihe tanzt der Final Audio Sonorous III allerdings bei den technischen Kenndaten. Und das mag durchaus für den japanischen Over-Ear sprechen. Denn mit einem Schalldruckpegel von stolzen 105 dB/mW macht er sogar – zumindest auf dem Papier – so manchen In-Ears Konkurrenz. Auch die niedrige Impedanz von gerade einmal 16 Ohm lässt einen durchaus effizienten Kopfhörer vermuten, der bereits bei geringer Verstärkung sehr pegelstark aufspielen kann. Ob er das auf dem Papier Versprochene auch in die Praxis umsetzen kann, muss sich aber erst noch zeigen.

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Die Abschirmung des geschlossenen Kopfhörers von und nach außen kann ebenfalls als recht ordentlich angesehen werden, auch wenn der Final Audio Sonorous III tendenziell etwas lockerer am Kopf sitzt und dadurch für unterwegs eher nur eingeschränkt zu empfehlen ist. Im Straßenverkehr würde ich den Final ohnehin nicht verwenden wollen. Einerseits, da Over-Ears im Allgemeinen immer recht klobig wirken – der Final stellt hier mit den erwähnten 410 Gramm Gewicht keine Ausnahme dar. Andererseits möchte man ja auch noch etwas von den anderen Verkehrsteilnehmern mitbekommen.

Test: Final Audio Sonorous III | Kopfhörer

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