Demnächst im Test:

Billboard
Transrotor

Inhaltsverzeichnis

  1. 1 Audioviel
  2. 2 Eversolo DMP-A8: Klangtest & Vergleiche

„Immer weiter! Immer weiter!“ Ob die Tüftler von Eversolo tatsächlich Fans gewisser ehemaliger deutscher Nationaltorhüter sind, die ihre Gegenspieler auch schon mal anknabbern, weiß ich nicht, aber die chinesischen Tüftler könnten durchaus ähnlichen Mottos folgen, denn nach den Erfolgsmodellen DMP-A6 und dessen Master Edition geht es quasi Schlag auf Schlag weiter mit einer noch praller ausgestatteten Kombi aus Netzwerkplayer und analogem Vorverstärker: Dem Eversolo DMP-A8 (1.980 Euro | https://www.audiodomain.de).

Auralic, Lumin, Linn – samt und sonders respektable Namen, die seit Jahren quasi auf einer Erfolgswelle mitstreamen, entweder mit reinen Streaming-Bridges ohne Wandler oder DAC-bewehrten Netzwerkplayern. Dabei gilt: Die Preisschilder kennen vor allem den Weg nach oben. Selbst der koreanische Hersteller Rose, der mit günstigem Einstieg und großen Display lockte, ruft mittlerweile stattlichere Preise ab. Der normale Lauf der Dinge halt?

Der Eversolo DMP-A8 mit VU-Metern im Display

Der Eversolo DMP-A8 ist eine Kombi aus Streamer, Streaming Bridge, DAC sowie analoger Vorstufe – und kann auch VU-Meter

Erfreulicherweise nicht. Mit Eversolo tritt ein vergleichsweise junger Akteur aus Fernost an, der heuer das erste Mal nullt und als frischgebackener Zehnjähriger sogar schon eine eigene Fabrik besitzt. Audiophile Tugenden bei moderater Preisgestaltung werden versprochen. Angeheizt durch die sozialen Medien, war das Erstlingswerk, der DMP-A6 in geradezu aller Munde und vielen Ohren, woraufhin sich die Ingenieure an der Master Edition des DMP-A6 noch weiter austoben durften. Kaum ist also die erste und zweite Welle ausgeklungen, schickt Eversolo mit dem größeren DMP-A8 sein jüngstes Pferd ins Rennen: Das derzeitige Flaggschiff startet als Kombi aus Streamer, Streaming Bridge, DAC und analoger Vorstufe.

Analog meets digital: Schnittstellen & Lautstärkeregelung

So können über die analogen XLR– und Cinch-Ausgänge etwa eine Endstufe oder Aktivlautsprecherpaar angeleint werden. Die ebenfalls symmetrisch wie asymmetrisch zugängliche analoge Eingangssektion ist für hochwertige Quellen gedacht, die Signale erfahren keinerlei unnötige Bearbeitungsschritte in Form einer AD-Wandlung. Prima. Dafür ist andererseits ein Durchschleifen externer digitaler Quellen via S/PDIF-Out nicht vorgesehen. Es sei denn, man streamt über den internen Player: Hier stehen ausgangsseitig neben den anlogen Outputs auch HDMI (I2S), USB-A und S/PDIF (koaxial & optisch) zu Diensten. Werden beim Streaming die Daten ausschließlich auf der digitalen Domäne verarbeitet, erfolgt die Lautstärkeregelung via DSP.

Die Widerstandsleiter der analogen Lautstärkeregelung des Eversolo DMP-A8

Die analoge Lautstärkeregelung des Eversolo DMP-A8 zeigt sich hochwertig umgesetzt mit Widerstandsleiter samt Relais

Ansonsten arbeitet die Lautstärkeregelung des Eversolo DMP-A8 aber „analog“: Hochwertig umgesetzt per Widerstandsnetzwerk (R2R) samt zugehöriger Relais mit ihrem charakteristischen Klickgeräuschen. Die Pegelabstufungen lassen sich von 0,5-dB- bis hoch zu 3-dB-Schritten frei wählen.

Will man den Netzwerkplayer als reinen DAC nutzen, bieten sich HDMI (ARC) und je zwei Koax- sowie Toslink-Eingänge an – sowie natürlich USB-B, das Auflösungen hoch bis zu bis zu einer Samplerate von 768 kHz und DSD bis zum maximal 512fachen ermöglicht.

Ins heimische Netzwerk – inklusive NFS, UPnP, SMB und AirPlay – geht es per Stummelantennen drahtlos (2,4 GHz & 5 GHz) oder RJ45-verkabelt (Gigabit-LAN). Ganz frisch hinzugekommen ist die „Roon Ready“-Funktionalität. Es lässt sich ebenso eine lokale NAS anzapfen wie die Cloud (u.a. Tidal, Qobuz, Amazon, Hiresaudio, Deezer sowie eigene Inhalte auf OneDrive oder DropBox).

Die Antennen für WLAN und Bluetooth am Eversolo DMP-A8

Die Antennen am Eversolo DMP-A8 dienen dem WLAN- und Bluetooth-Empfang

Die dritte Antenne dient dem Bluetooth-Empfang via der Codecs AAC, SBC, aptX, aptX HD sowie LDAC mit 96 kHz, was ich mit einem HiBy R6 Pro tatsächlich ausprobiert habe. Kritikpunkt: Wenn der Eversolo DMP-A8 in Ermangelung von bidirektionalem Bluetooth seine Inhalte drahtlosen Kopfhörern verweigert, warum gibt’s dann nicht wenigstens einen Kopfhörerausgang am Gerät?

Den USB-B-Ausgang erwähnte ich bereits, den USB-A-Eingang noch nicht: Er dient als OTG-Schnittstelle, um etwa per Tablet, Smartphone oder externer Festplatte an Musikdaten zu gelangen. CDs einlesen geht auch, sofern ein externes Laufwerk angeschlossen wird. Ebenso lässt sich per Eversolo-App (iOS/Android) der Musik-Datentransfer vom oder zum PC/Mac konfigurieren. Tracks können so hin- und hergeschoben werden, das Editieren von Metadaten, sofern sie der Eversolo DMP-A8 nicht automatisch im Netz findet, inklusive. Eine (nachrüstbare) interne SSD dient als Speicher per CD oder Netzwerk beigesteuerter Musikdateien. Der DMP-A8 etabliert allerdings keinen UPnP-Server im Netzwerk, auf den andere Renderer zugreifen können, mit der SSD bespielt er ausschließlich sich selbst. Der Slot befindet sich auf der Unterseite und nimmt SSDs bis zu 4 TB auf. Sollte das Netzwerk tatsächlich mal ausfallen, muss der DMP-A8 somit nicht stumm bleiben, sondern liefert Musik auf kürzestem Signalweg aus und kann zudem old school manuell am Gerät gesteuert werden.

Innere Werte

Die AKM-DACs im Eversolo DMP-A8

Die AKM-DACs im Eversolo DMP-A8

Im Eversolo DMP-A8 krabbeln keine ESS-Wandlerkäfer, sondern das DAC-Ensemble aus AK4499EX und AK4191EQ des japanischen Herstellers Asahi Kasei (AKM). Sechs auswählbare Digitalfilter zielen auf das Pre-und Postringing ab und nehmen – ich komme im Klangteil noch drauf zurück – tatsächlich subtil hörbar Einfluss.

Bereits in der Master Edition des DMP-A6 kamen äußerst präzise Femto-Clocks von Accusilicon zum Einsatz, die sich nun auch im DMP-A8 wiederfinden. Mit Blick auf die OP-Verstärker der Ausgangsstufe setzt man ebenfalls auf OPA1612-Module, die etwa viermal teurer sind als die OPA 1642 der DMP-A6 Version. Wie im DMP-A6 ME kommt ein rechenstarker ARM Coretx-A55 Quad Core zum Einsatz, der das System geschmeidig laufen lässt. Als DSP dient ein AKM AK7739VQ, der von einer Kombi aus einem 4 GB großen DDR4-Arbeitsspeicher und einem 64-GB-eMMC-Flash-Modul flankiert wird.

Bedienung

Ist man mit dem heimischen Netzwerk verbunden, steht einem ein Reigen an Möglichkeiten offen. Inhalte auf der NAS oder Cloud sind über die sehr übersichtlich strukturiert Eversolo-App per Knopfdruck abrufbar. Im Grunde kann nahezu alles über die App gesteuert werden – und das reibungslos schnell. Nur einige besondere Funktionalitäten – wie etwa die Aktivierung von Squeezelite oder das Installieren von Apps – funktionieren ausschließlich über das berührungsempfindliche 6-Zoll-Display. Im Anschluss steht freilich alles über die App zur Verfügung, Und ach ja, das geht natürlich ebenfalls: Mit dem Mirror-Mode spiegelt sich das Display in der App, was einem generell den Weg zum Gerät erspart.

Der Eversolo DMP-A8 mit aktivierten Display

Natürlich gibt es eine App, gleichwohl lässt sich der Eversolo DMP-A8 auch komplett am Display steuern

Nerdiges …

Die Möglichkeiten, die der DSP bietet, sind ein wahres Spielfeld für sich. So lassen sich nach Gusto etwa der parametrische Equalizer, Loudness, Hoch-/Tiefpassfilterung sowie Kompression, Signalverzögerung regeln und sogar eine FIR-Filterung vornehmen. Puh, das sind natürlich alles Gelegenheiten zur Verschlimmbesserung, daher sollte man sich da mit aller Vorsicht herantasten.

Interessanterweise hat der Eversolo DMP-A8 unter anderem Spotify oder TuneIn nicht direkt auf seiner Liste anzapfbarer Streamingdienste, was sich aber via „Knopfdruck“ aufs Display ändern lässt. Denn jetzt kommt der Clou: Der DMP-A8 erlaubt dank seines auf Android basierenden Betriebssystems das Herunterladen von Installationsdateien, also von Apps im APK-Format. Damit lassen sich Apple Music und Apple Music Classical (sowie noch einiges mehr) installieren. Die dann keineswegs eine reduzierte Bandbreite wie über Airplay gestreamt ausgeben, sondern mit Vollzugriff und nativer Auflösung (HiRes) kommen. Toll! Damit das bitperfekt funktioniert, unterbindet der Eversolo DMP-A8 unnötige Signaleingriffe des Android-Betriebssystems beziehungsweise Mixers mithilfe seiner EOS-Engine (Eversolo Orignal Sample Rate Engine), die man eigens für diesen Zweck entwickelt habe.

Physisches

Logo auf der Front des Eversolo DMP-A8

Die äußere Verarbeitung des Eversolo DMP-A8 gibt sich schlicht und wertig

Das aus Aluminium wertig gefertigte, schwarz eloxierte Gehäuse kommt im eher ungewohnten Breitenmaß von 38 Zentimetern, einer Tiefe von knapp 25 Zentimetern und neun Zentimetern Höhe eher schlicht daher – lediglich der Lautstärkeregler sowie der sechs Zoll große, scharf abbildende Touchscreen mit seinen unzähligen Gimmicks wie VU-Metern oder Spektrometern lenken frontseitig die Blicke auf sich; vielleicht könnte man noch die seitlich angedeuteten Kühlrippen als Designaspekte interpretieren. Das angesichts eines Computers vergleichsweise üppige Gewicht von fünf Kilogramm dürfte sich mit der inneren Netzteilsektion erklären, die sich aus einem Schalt- und Linear-Netzteil rekrutiert, wodurch getrennte Spannungsversorgungen für den analogen (linear) sowie digitalen Teil (Schaltnetzteil) entstehen.

Eversolo DMP-A8: Klangtest & Vergleiche

Beim Herantasten an die klanglichen Qualitäten des Eversolo DMP-A8 ist mir ein außergewöhnliches Cuvée namens Meisterwerk vom Weingut Escher aus dem Remstal behilflich – und ich bin gespannt, ob sich der DMP-A8 ebenso als Meisterwerk entpuppt. Hierfür leine ich ihn symmetrisch an die hochpräzisen Adam-Audio-A8H-Studiomonitore an und lasse ihn abwechselnd gegen den DMP-A6 Master Edition aus gleichem Hause, den Innuos ZenMini Mk3, den Wattson Emerson Digital sowie der analogen Vorstufe Quad Artera Pre (1.200 Euro) antreten. Vorab sei schon mal verraten, dass sich seine klangliche Signatur – ganz gleich ob als Pre, DAC oder Streamer – wie ein roter Faden durch sämtliche Vergleiche zieht. Bei alldem ist der Eversolo symmetrisch an die Adam Audio A8H gekabelt.

Die analogen Ein- und Ausgänge des Eversolo DMP-A8

Die analogen Ein- und Ausgänge des Eversolo DMP-A8

Überraschung: Die Filter

Kommen die besagten Digitalfilter ins Spiel, so bin ich tatsächlich verblüfft, wie stark das „Low Dispersion Short Delay“-Filter im Vergleich zum „Short Delay Slow Roll-off“ wirkt – auch wenn wir hier von Nuancen sprechen. Ja, häufig bringen Filter keine bis nur subtile Wirkung, das nehme ich hier aber anders wahr: Die Percussion klingt prägnanter, ihre Umrisse und metallischer Glanz geraten eindeutiger, Stimmer rücken auch schon mal ein kleines Stückchen nach vorne. Spielen wir weiter mit den Filtern: Das „Sharp Roll-off“-Filter leuchtet zu den Seitenrändern hin besser aus und mutet offener an, während hingegen das „Slow Roll-off“-Filter ein wenig einschnürt. Am ausgewogensten erscheint mir das „Low Dispersion Short Delay“, mit dem letztlich auch alle Hörvergleiche durchgeführt wurden, aber hier kann jeder für sich entscheiden.

Analog angetestet

 Lambchop What Another Man SpillsBeim durchaus vielschichtigen Stück „Interrupted“ von Lambchop (Album: What Another Man Spills) passiert vorder- und hintergründig sehr viel. Gehen wir zunächst in einen rein analogen Vergleich, bei dem sowohl der Eversolo DMP-A8 als auch der Quad Artera Pre vom Linn Sneaky DS via Cinch beliefert werden. Beide Pres ähneln sich darin, detailfreudig und räumlich sehr weitgefächert aufzutreten, gleichwohl sie auch unterschiedliche Charakterzüge offenbaren: So wirkt die Quad-Vorstufe minimal analytischer und direkter, während der Eversolo euphonischer, minimal wärmer tönt, sich tonal für meinen Geschmack dennoch auf neutralem Gelände bewegt. Kurzum: Eine Begegnung auf Augenhöhe, die durchaus einen kleinen Applaus für den DMP-A8 wert ist, wenn man die zusätzliche Ausstattung beziehungsweise den Umstand bedenkt, dass der A8 über alles betrachtet ja eher ein digitales Gerät ist.

Hochton & Auflösung

Digitale Ein- und Ausgänge des Eversolo DMP-A8

Die digitalen Ein- und Ausgänge des Eversolo DMP-A8

Wenden wir uns ab hier ausschließlich der bestimmungsgemäßeren digitalen Einspeisung zu und lassen die Musik über die R2R-Lautstärkeregelung vermittelt anlog ins Freie. Die subtile euphonische Note des Eversolo DMP-A8 setzt sich fort, nicht zuletzt mit Blick auf die oberen Lagen: Im Vergleich zum DMP-A6 ME klingt der Eversolo DMP-A8 feiner ziseliert und bei gleich hoher Auflösung ein Quäntchen seidiger und damit unangestrengter. Vom streng neutralen Ideal aus betrachtet, bewegt sich der A6 mehr ins Forschere, während der A8 trotz gleicher Transparenz unaufgeregter, lockerer und sanfter zeichnet – und damit einen Hauch auf der wärmeren Seite von neutral unterwegs ist. Ja, der Hochton fügt sich trotz seiner für die Preisklasse überdurchschnittlichen Auflösung sehr harmonisch ins Gesamtgefüge ein und zählt mit zu den Schokoladenseiten des A8. Übertriebene S-Laute beispielsweise bringt der DMP-A8 angenehmer zu Gehör als der DMP-A6 ME und tatsächlich ebenso langzeittauglich wie der betont stressfreie Wattson Emerson Digital.

Aufgrund der etwa bei perkussiven Elementen noch einen Tick feiner aufblitzenden Detailgenauigkeit und Definition der Umrisse hebt sich der Eversolo DMP-A8 dennoch von allen anderen im Test genannten Playern ab – seine ultrafeinpolierte Durchhörbarkeit erinnert mich da schon eher an den Linn Akurate DS (5.500 Euro). Ähnliches gilt übrigens für sein feindynamisches Verhalten, das mir nicht zuletzt bei Geigen viel Spaß macht, bei feinen Nachklängen von Tönen und ebenso energischen Fortes geht der A8 mühelos mit. Dieses schmackhafte Salz in der Suppe verdient sich also ebenfalls besonderes Lob.

Lautstärkeanzeige des Eversolo DMP-A8 im Display

Die Pegelanzeige der analogen Lautstärkeregelung des Eversolo DMP-A8

Eine Frage des Chips?

Ja, im direkten Vergleich zum DMP-A6 ME (1.299 Euro) gefällt mir der DMP-A8 hinsichtlich des Auflösungsvermögens sowie der Homogenität und Natürlichkeit in den obersten Lagen deutlich besser. Passenderweise sagt man den AKM-Wanderchips ja einen sanfteren, wärmeren Duktus als den eher analytischeren ESS-Konkurrenten nach. So oder so bestimmen aber letztlich viele Faktoren den Klang, wie etwa die Stromversorgung, die Güte der Ausgangstufe, ja, die gesamte Schaltungsperipherie des Wandlerherzes. Dennoch bestätigt der Vergleich zwischen den Eversolo-Geschwistern mal wieder das Klischee.

Die Mitten

Mit Blick aufs Mittenband fallen mir vor allem eher kleinere tonale Unterschiede auf, ansonsten kann sich für meine Ohren keines der Vergleichsgeräte so wirklich absetzen. Obwohl: Der Eversolo DMP-A8 weist schon eine akkurate, angenehm organische Note auf und seine minimal warme Diktion gefällt mir ebenfalls. Noch wärmer und volltönender gibt sich der Wattson, aber nur der Eversolo DMP-A8 vermag Instrumente wie Klavier oder Flöte einerseits schön organisch, andererseits ohne explizite Betonung des Grundtons darzustellen.

Die Räumlichkeit

Three Pieces for Orchestra, Op. 6: 1. PräludiumSchieben wir ein klassisches Stück in die Playlist, um die räumlichen Qualitäten des Eversolo DMP-A8 auszuloten: „Three Pieces for Orchestra, Op. 6: 1. Präludium“ aus dem gleichnamigen Werk von Alban Berg, dirigiert von Pierre Boulez. Einzelne Streicher lassen sich exakt lokalisieren – und definieren sich dabei fast schon dreidimensional vor dem inneren Auge. Gleiches gilt für die einsetzenden Blechinstrumente, die schön trennscharf auf sich aufmerksam machen. Bei alldem bildet der DMP-A8 großzügiger als der DMP-A6 nach außen in die Randbereiche ab und leuchtet weitreichender und absolut vorbildlich in die Tiefe: Genau da wo ein tonales Ereignis stattfindet, scheint der A8 auch hinzuzeigen. Der DMP-A6 weist ein weniger markantes Tiefenprofil auf und wirkt einen Tick vordergründiger. Welten sind das freilich alles nicht, es geht hier ja schließlich um keinen Lautsprechervergleich. Auch der Innuos ZenMini Mk3 und Wattson Emerson Digital reichen an die räumlichen Qualitäten des DMP-A8 nicht ganz heran.

Der Eversolo DMP-A8 im Regal

Der Eversolo DMP-A8 im Regal, daneben die Adam Audio A8H

Der Bassbereich

Der tiefreichende Bassbereich des Eversolo DMP-A8 zählt ebenso zu seinen Eigenschaften, die ich mag. Klasse, wie bei „Water From An Ancient Well“ von Abulah Ibrahim (Album: 3) der Kontrabass opulent und kräftig, nichtsdestotrotz auch straff definiert und präzise gerät. Ja, vielleicht liegt der Basspegel einen Deut über Normalnull, wirkt gleichwohl so gut integriert, dass untenrum nichts hervorsteht.

Von den genannten Playern kann hier übrigens nur der noch etwas wärmer tönende Wattson Audio Emerson Digital mithalten. So tönt der Innuos ZenMini Mk3 zwar noch eine kleine Schippe akzentuierter und straffer, aber auch schlanker – und mir einen Tick zu nüchtern. Zumal das oft bemühte Stück „Limit To Your Love“ von James Blake (Album: James Blake) zeigt, dass der DMP-A8 nicht nur ordentlich Energie aus den untersten Lagen lostritt, sondern dies sehr sauber tut.

Drehregler auf der Front des Eversolo DMP-A8

Billboard
Shunyata

Test: Eversolo DMP-A8 | Netzwerk-Player, Vorstufe

  1. 1 Audioviel
  2. 2 Eversolo DMP-A8: Klangtest & Vergleiche

Das könnte Sie interessieren: