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Test-Fazit: Verstärker Emillé Ara SE

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  1. 5 Test-Fazit: Verstärker Emillé Ara SE
Emillé Ara SE

Emillé & Elke. Letztere ist unsere Fotografin

Wer sich einen Röhrenverstärker kauft, trifft eine bewusste Entscheidung und erhofft sich von einem solchen Gerät gewisse klangliche Eigenschaften, die Transistorverstärker eventuell nicht bieten mögen. Wer sich hier allzu sehr auf das alte Vorurteil des wohlig-warmen Röhrensounds verlässt, wird von diesem Amp möglicherweise enttäuscht sein. Sicher vermittelt der Ara SE in Verbindung mit seiner reizvollen Optik ein Flair, dessen man sich nur schwer entziehen kann, trägt klanglich indes dem Röhrenklischee nicht unbedingt Rechnung. Die Faszination dieses Verstärkers liegt vielmehr in seinem überzeugenden Hybridkonzept, welches „antike“ Verstärkertechnologie ganz selbstverständlich mit einem hochmodernen Digitalboard kreuzt. Das Klangniveau beider Quellentypen (analog und digital) ist dabei so hoch, dass man nichts wirklich vermisst:

Facettenreiche Klangfarben und eine über das gesamte Frequenzspektrum reichende Homogenität mit realistischer Raumaufteilung und einer wirklich exquisiten, samtigen Darstellung von Stimmen und Naturinstrumenten zeichnen diesen Verstärker aus. Der Ara SE beeindruckt – an Lautsprechern mit entsprechendem Wirkungsgrad, dies sollte erwähnt werden – zudem mit einer straffen, knorrigen und punktgenauen Kelleretage, die gleichwohl keine Wände zum Einsturz bringt, ergo nicht abgrundtief hinab reicht. Sein mitreißendes Taktgefühl – Stichwort: „Timing“ – braucht sich vor Transistorkollegen in keiner Weise verstecken. Was man dem kernigen Koreaner indes nicht antun sollte, sind partykellertaugliche Pegelorgien. Für den gepflegten Polterabend fehlt es schlicht an Leistung.

Emillé Ara SE

Einzig die doch stark limitierte Anzahl analoger Eingänge dürfte manchem Eigner größerer Geräteparks Sorgen bereiten. Gegen vertretbares Aufgeld hält der Zubehörmarkt (etwa mit Dodocus‘ „UBox NF-Umschalter“ o.ä.) aber Lösungen bereit, die für Abhilfe sorgen.

Der Klangcharakter des Emillé Ara SE:

  • Der Emillé Ara SE konterkariert röhrenspezifische Erwartungen von Sanftheit und Wärme mit einem über das gesamte Spektrum ausgewogen detail- und facettenreichen Klangbild.
  • Der Bass kommt straff, trocken und kontrolliert, reicht indes nicht allzu tief hinab.
  • An wirkungsgradstarken Lautsprechern macht sich die doch begrenzte Ausgangsleistung kaum bemerkbar. Ein „Partylöwe“ ist der Ara SE aber nicht.
  • Stimmen und Naturinstrumente (akustische Gitarren, Flöten, Percussion etc.) werden samtig, fein und facettenreich dargeboten.
  • Der Bühneneindruck ist in Tiefe und Breite realistisch, luftig, gut ortbar, wirkt aber nicht übermäßig groß.
  • Im positiven Sinne gutmütiges Verhalten am oberen Ende des Frequenzspektrums. Der Ara wird nicht spitz oder bissig, gleichwohl scheint die Information nicht unvollständig.
  • Der Ara weist ein angenehmes Timing auf.

Fakten:

  • Konzept: Röhren-Vollverstärker mit integriertem D/A-Wandler
  • Preis: 2.995 Euro
  • Eingänge: 2 x analog (Cinch), 2 x digital (1 x USB 2.0 asynchron, 1 x S/PDIF)
  • D/A-Wandler: Philips TDA 1543 24-Bit/192 kHz
  • Röhren-Bestückung: Vorstufe 4 x 6DJ8/6922, Endstufe 4 x 7591A
  • Maße & Gewicht: 42 x 19,5 x 42,2 cm (B x H x T), ca. 25 kg
  • Sonstiges: Kopfhörerausgang 32 Ohm
  • Garantie: 3 Jahre

Vertrieb:
Accuton Thiel & Partner GmbH
Kantstraße 1 | 50259 Pulheim
Telefon: 02238 – 475475
eMail: info@accuton.com
Web: www.accuton.de

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Test: Emillé Ara | Vollverstärker

  1. 5 Test-Fazit: Verstärker Emillé Ara SE

Über den Autor

Equipment

Analoge Quellen: Laufwerk: Transrotor Insigne Tonarm: Rega RB 300 Tonabnehmer: Shelter 201 (MM) Sonstiges: Tuner Sansui T-80

Digitale Quellen: CD-Player: Lua Appassionato, Yamaha CD-S 1000 Streamer: Pioneer N-50, Marantz NA 8005

Vorstufen: Phonoverstärker: Lehmann Audio Black Cube Statement

Lautsprecher: Magnat Quantum 905, Klipsch RF-82 II

Kabel: Sonstiges: LS- und NF-Kabel durchgängig in-akustik, alternativ Eagle Cable, WireWorld

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