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Test-Fazit: Electrocompaniet ECD 2

Inhaltsverzeichnis

  1. 4 Test-Fazit: Electrocompaniet ECD 2

Der Electrocompaniet ECD 2 ist ein toller D/A-Wandler. Natürlich ist er absolut sauber verarbeitet und mit einer guten, wenngleich auch nicht überragenden Ausstattung gesegnet – das sollte sich in dieser Klasse allerdings von selbst verstehen, darum geht’s mir nicht so sehr. Der ECD 2 bietet einfach eine verdammt gute klanglicher Performance fürs Geld.

Electrocompaniet ECD 2

So überzeugt er nicht nur mit einer balancierten Tonalität und hoher Auflösung, der ECD 2 besitzt auch eine zu gleichen Teilen präzise wie offen-involvierende Raumdarstellung und vor allem dieses lebendige Rhythmus- und Timinggefühl, was ihn für mich besonders macht. Da passiert was, wenn er spielt, die Musik hat Energie und Unmittelbarkeit, das swingt.

Kritisierenswertes? Zu diesem Kurs fällt mir da nichts ein. Ich könnte mir höchstens noch etwas zusätzlich wünschen: eine komplett neutrale Lautstärkeregelung etwa, die alle klanglichen Meriten des Gerätes unangetastet lässt und nur den Pegel senkt. Das ist beim ECD 2 nicht ganz der Fall. Wenn das ein Pflichtkriterium für Sie sein sollte, gibt’s Alternativen – wahrscheinlich müssen Sie dann aber auch mehr investieren.

Fällt eine Pegelregelung für Sie aber sowieso in die Kategorie „Goodie“, da Sie einen DAC in der Hauptsache als Digitalquelle mit Fixpegelausgang ansehen, ja, dann müssen sie sich den Electrocompaniet ECD 2 einfach anhören, wenn Sie in dieser Preisklasse konverterseitig auf der Suche sind und nichts verpassen wollten.

Steckbrief Electrocompaniet ECD 2:

  • Der Electrocompaniet besitzt eine über alles gehört balancierte Tonalität. Es fällt auf, dass er auch an den Frequenzextremen noch „voll da ist“.
  • Wenn man Minimalabweichungen von „Normalnull“-Level unbedingt angeben möchte: Im Hochton zeigt sich eher eine Prise Extraglanz als dass „freundlich verrundet“ würde – und das Mittenband besitzt nicht die von mir (und anderen) bei anderen Geräten der Marke behauptete leichte Grundtonwärme. Im Vergleich zu so abgestimmten Komponenten wirken die Mitten dann entschlackter. „Schlank“ oder „drahtig“ wären aber auch schon wieder falsche Begriffe – einfach neutral.
  • Den Tiefton gibt der ECD 2 straff wieder, und das bis in die untersten Lagen. Das bildet die Basis für die rhythmisch-treibende Spielweise des Konverters.
  • Der Electrocompaniet besitzt eine hohe Auflösung im Mittel-/Hochtonbereich, doch das besitzen preisähnliche Geräte häufig ebenfalls. Guter Klassendurchschnitt.
  • Timing, Rhythmus, Flow – das sind große Stärken des Norwegers. Er spielt sehr lebendig und dabei, es muss betont werden, ohne (tonale) Nebenwirkungen: Da gibt es beispielsweise keine Präsenzbetonung, die lebhaft wirken kann – auf die Dauer aber auch nervös oder gar nervend. Der Electrocompaniet agiert energiegeladen und natürlich. Klasse.
  • Die virtuelle Bühne öffnet sich tendenziell leicht nach vorne, wirkt ziemlich breit und besitzt auch eine gute Tiefendimension. Präzise und plastische Abbildung einzelner Klänge. Die Art der Raumdarstellung wirkt offen und involvierend, da sehr grauschleierfrei und eben nicht entfernt/distanziert.
  • Die Digitalinputs wie die analogen Ausgänge klingen alle sehr ähnlich, hier scheint die Peripherie (Zuspieler, Verstärker, Kabelage etc.) entscheidender als die Wahl der jeweiligen Schnittstelle des ECD 2.
  • Es ist schön, eine Lautstärkeregelung mit an Bord zu haben – allerdings saugt die bei niedrigen Pegeln etwas Energie aus dem Klangbild ab.

Fakten:

  • Produkt: Electrocompaniet ECD 2
  • Kategorie: D/A-Wandler mit Lautstärkeregelung
  • Preis: 2.390 Euro
  • Maße & Gewicht: 465 x 316 x 78 mm (BxTxH), 8 kg
  • Farbe: Schwarz
  • Anschlüsse: fünf Digitaleingänge (2 x S/PDIF koaxial, 2 x Toslink, 1 x USB), zwei Hochpegelausgänge (symmetrisch/unsymmetrisch)
  • Leistungsaufnahme: 40 Watt im Leerlauf
  • Sonstiges: Fernbedienung
  • Garantie: 3 Jahre

Rückansicht des Electrocompaniet ECD 2

Hersteller und Vertrieb:
Electrocompaniet Europe GmbH
Rathenaustraße 18 | 91052 Erlangen
Telefon: 09131 – 4 00 28 57
Web: www.electrocompaniet.eu
eMail: info@electrocompaniet.de

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Test: Electrocompaniet ECD 2 | D/A-Wandler

  1. 4 Test-Fazit: Electrocompaniet ECD 2

Über den Autor

Equipment

Analoge Quellen: Laufwerk: SME Model 15 Tonarm: SME 309 Tonabnehmer: MC: Denon DL-103R, Dynavector DV-20X2 H, Transrotor Figaro; MM: Shelter 201 Sonstiges: Flux-HiFi (Nadelreiniger), VPI HW-16.5 (Plattenwaschmaschine)

Digitale Quellen: D/A-Wandler: Luxman DA-06 CD-Player: NAD C546BEE SE Musikserver: Audiodata MusikServer MSII, Readynas Duo NAS-Server Streamer: Auralic Aries Computer/Mediaplayer: HP Notebook mit JRiver Sonstiges: iFi iPurifier II (USB-Filter)

Vollverstärker: Denon PMA-2010AE

Vorstufen: Hochpegel: Octave HP300 MK II Phonoverstärker: BMC Audio MCCI Signature ULN, Octave HP300-Phonoboard

Endstufen: Musical Fidelity M8 700m (Monos)

Lautsprecher: Blumenhofer Acoustics Genuin FS 1 Mk2

Kopfhörer: Beyerdynamic DT-990, Sony MDR-1000X

All-In-One: Ruark Audio R4

Kabel: Lautsprecherkabel: fis Audio Studioline, Ascendo Tri-Wire-Kabelsatz, Dynamikks Speakerlink, Ecosse ES 2.3, Zu Audio Libtec NF-Kabel: fis Audio Premiumline Lifetime, Ecosse, Vovox und andere Digitalkabel: Audioquest Cinnamon (Toslink), Boaacoustic Silver Digital Xeno (USB), Wireworld Series 7 Starlight Gold (Koax-S/PDIF) Netzkabel: fis Audio Studioline Netzleiste: fis Audio Black Magic

Rack: Creaktiv Trend 3

Größe des Hörraumes: Grundfläche: 30 m² Höhe: 3,4 m

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