Test-Fazit: Econik Eleven
Kein Gedöns, kein Schnickschnack: ein kleiner Streamer („Stereo Hub“), zwei Netzkabel, zwei Lautsprecher – und dennoch großer Sound. Wobei „groß“ hier durchaus buchstäblich zu verstehen ist: Die Bühnenabbildung der Econik Eleven dehnt sich vertikal vorbildlich aus und die Basswiedergabe gerät nicht nur angenehm substanziell, sondern eindrucksvoll tief.
Mag ihr Aussehen die Eleven womöglich Lügen strafen, technisch und akustisch wollen sie durchaus unkomplizierte „Männerlautsprecher“ sein, die geradeheraus tönen: Schmeichelnder Schmelz, fragile Unterschwelligkeit oder betörende Seidigkeit stehen weniger im Fokus als eine ausdrückliche Auflösung und Dynamik. Doch halt: Die Eleven ist zwar keine Sissi, doch ebenso wenig macht sie einen auf hart: Für künstliche Zischeligkeit, Silbrigkeit oder ähnliche Unannehmlichkeiten ist der Mundorfsche AMT einfach viel zu gut und sind sich die Eleven entsprechend zu schade. „Markante Tannine, wenig marmeladig, aber auf keinen Fall viel Säure“, hieße die entsprechende Order in einer guten Weinbar – in diesem Sinne sind die Econik Eleven feine sperenzchenfreie Tropfen für Kenner, die wissen, was sie wollen.
Die Econik Eleven zeichnen sich aus durch …
- eine Basswiedergabe, die einfach nur Hörfreude bereitet und selbst in dieser Klasse alles andere als selbstverständlich ist: herrlich tiefreichend, tadellos konturiert, grobdynamisch schnell und gehaltvoll sowie tonal (unbedingt raumeinmessen) vorbildlich ausgewogen.
- eine flinke Feindynamik, die der Grobdynamik in nichts nachsteht und freilich ebenso von einer überdurchschnittlich guten Auflösung flankiert wird. Wer wissen will, was in seiner Aufnahme an gerade noch so greifbaren Details steckt, wird auch von deutlich teureren Lautsprechern kaum besser bedient.
- tonale Flexibilität: Wer es wärmer mag oder mit einer tendenziösen Raumakustik auskommen muss, sollte gerne andere Klang-Presets ausprobieren, wir haben uns aufs Neue fürs erzneutrale Studio-Preset entschieden. Erzneutral? Fast … Die minimale Pegelanhebung im Präsenzbereich ist nicht ganz reine Lehre, befördert eine gewisse Frische sowie die Durchhörbarkeit und Sprachverständlichkeit.
- eine preisklassengemäße Räumlichkeit: tolle Manifestation der Stereomitte, involvierende Abbildungshöhe, ordnungsgemäße, aber nicht monitoreske Verortung und Plastizität einzelner Schallereignisse.
- ein grundsätzlich eher ausdrückliches Klangnaturell, artifizielle Härten und Schärfen sind den Eleven dennoch fremd. Gute, partytaugliche Pegelfestigkeit. Und: Trotz des tiefen Basses sind die Eleven überdurchschnittlich dröhnfrei.
- wohnraumintegratives, zeitloses Design, preisklassenadäquate Verarbeitung.
Fakten:
- Modell: Econik Eleven mit Mundorf-AMT-Hochtöner
- Konzept: geschlossener, kompakter 2,5- / 3-Wege-Aktivlautsprecher mit DSP und Wireless-Option (WiSA)
- Preis (Stereo): ab 7.949 Euro (ab 7.349 Euro mit Kalottenhochtöner), Abdeckungen: 160 Euro, Messmikrofon: 75 Euro, Stereo Hub: 300 Euro (Surround Hub X: 500 Euro)
- Leistung der internen Verstärker je Box: 4 x 150 W, Class-D
- Zuspielung kabelgebunden: XLR (Hochpegel, symmetrisch)
- Kabellose Zuspielung via WiSA-Hub: 1 x USB Audio, 3 x optisch (S/PDIF), 1 x koaxial (S/PDIF), 1 x HDMI (ARC), Bluetooth 5.2 | analog: Cinch und 3,5-mm-Klinke
- Streaming per „Stereo Hub“: Chromecast, AirPlay, Spotify Connect, DLNA/UPnP, Bluetooth (5.2)
- Maße (BxHxT) und Gewicht je Lautsprecher: 200 x 1100 x 300 mm, 29 kg
- Farben/Furniere: Weiß seidenmatt, Schwarz seidenmatt, Zierringe in fünf Ausführungen
- Besonderheiten: per DSP einstellbar auf 2,5- oder 3-Wege-Konzept bzw. Klang-Presets per USB-Stick, Raumeinmessung
- Garantie: Lautsprecher 5 Jahre (10 Jahre bei Registrierung), Verstärkermodul 2 Jahre (5 Jahre bei Registrierung)
- Weitere technische Informationen auf der Website des Herstellers
Hifi Pilot Telefon: +49 (0) 7269 9196993
Kontakt
Carl-Benz-Straße 5
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E-Mail: kontakt@hifipilot.de
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