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Test-Fazit: Dynamikks Monitor 8.12

Inhaltsverzeichnis

  1. 6 Test-Fazit: Dynamikks Monitor 8.12

Wie Sie sicherlich schon bemerkt haben, konnte ich nicht durchweg mit völlig distanzierter Attitüde Bericht erstatten, zu sehr hat es mir der Dynamikks Monitor 8.12 angetan – er fällt definitiv in mein Beuteschema.

Dynamikks Monitor 8.12Aber auch objektiv betrachtet, soweit das eben möglich ist, hat Ulf Monings „kleiner“ Monitor-Lautsprecher eine Menge zu bieten: eine tonal neutrale, echte Fullrange-Wiedergabe beispielsweise (wenn man jetzt mal von 16-Hz-Orgelpfeifen-Geschichten absieht), zudem ein sehr hohes Auflösungsvermögen und eine äußerst dynamische Gangart – und zwar den gesamten Frequenzbereich betreffend. Hinzu gesellen sich Leisehörer-Qualitäten sowie Pegelfestigkeit bis zum Abwinken. Weil der Monitor 8.12 so viele Tugenden verbindet, halte ich ihn auch für einen preiswerten Lautsprecher: Natürlich ist‘s schon eine Investition, die man hier tätigt, klar; aber der klangliche Gegenwert ist doch sehr hoch.

Dem Direktvertriebskonzept geschuldet, wird man Monings Lautsprecher nicht beim Händler um die Ecke finden – man muss schon zu Dynamikks nach Birkenau fahren beziehungsweise einen Hörtermin in den eigenen vier Wänden verabreden. Das ist der Nachteil, wenn man direkt vom Hersteller kauft, andererseits ist gerade das Hören daheim sowieso nicht die schlechteste Idee, oder? Da spielt der Lautsprecher dann gleich im eigenen Raum und an der eigenen Elektronik, so lässt er sich am besten beurteilen. Apropos Elektronik: Allzu hell, hart, karg sollte die nicht aufspielen, denn die Dynamikks besitzt keine gnädig rundende Fettschicht, dergleichen kann in die Hose gehen. Wenn Sie ein Faible für (schwächliche) Röhrenverstärker besitzen, können Sie sich mit der effizienten Dynamikks dagegen ausleben.

Klangcharakter Dynamikks Monitor 8.12:

  • Fullrange-Lautsprecher, es geht sehr tief hinunter und bis in die höchsten Höhen hinauf. Fürs tonale Gesamtbild gilt: neutral. Wenn man unbedingt eine Tendenz heraus hören möchte: eher Richtung drahtig denn füllig-satt.
  • Über den Bassbereich lässt sich nur Positives anführen: tief, druckvoll, auffallend schnell und bis in die untersten Lagen hinein sehr differenziert, straff und konturiert geht es zur Sache. Was hinzu kommt und wohl noch seltener ist: leichtfüßig und federnd tönt es, es dickt nie auf, es bleibt immer unangestrengt.
  • Mitten- und Hochtonband fallen durch sehr hohes Auflösungsvermögen auf, Klangtexturen werden minutiös offengelegt, Noten klingen vollständig aus, noch kleinste Details werden transportiert. Es empfiehlt sich ein Mindestabstand von circa drei Metern vom Lautsprecher, sonst kann einem – je nach Geschmack – der Hochton zu herausgehoben erscheinen. Übrigens: Relative Wandnähe ist bei der Monitor 8.12 ausdrücklich erlaubt, einfach ausprobieren.
  • Die Dynamikks zieht eine große Bühne auf, insbesondere in Breite und Höhe. Die Tiefenstaffelung ist in Ordnung, aber auch nicht auffällig tief. Gute Lokalisationsschärfe und Körperlichkeit der Klangeindrücke. Besonderheit: dynamisch „atmende“ Klänge und sehr hohes „Live“-Gefühl von Präsenz der Musiker im Raum.
  • Grob- wie Feindynamik gehören zum Besten, was in dieser Preisklasse geboten wird. Hierdurch entsteht aber auch eine gewisse Härte bei Impulsen, die nicht mit jedem Hörgeschmack konform gehen muss.

Dynamikks Monitor 8.12

Fakten:

  • Modell: Dynamikks Monitor 8.12
  • Konzept: passiver 3-Wege-Standlautsprecher, Bassreflex-System
  • Preis: ab 9.900 Euro (Testmuster: 10.400 Euro)
  • Abmessungen & Gewicht: 104,5 x 40 x 50 cm (HxBxT), 55 kg/Stück
  • Ausführung: nach Kundenwunsch
  • Wirkungsgrad: 93 dB/1 W/1 m
  • Nominal-Impedanz: 6 Ohm
  • Garantie: 5 Jahre

Hersteller und Vertrieb:
DYNAMIKKS! Soundcraftsman
Balzenbacher Str. 66a | 9488 Birkenau
Telefon: 06201 – 3 22 97
eMail: mail@dynamikks.com
Web: www.dynamikks.com

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Test: Dynamikks Monitor 8.12 | Standlautsprecher

  1. 6 Test-Fazit: Dynamikks Monitor 8.12

Über den Autor

Equipment

Analoge Quellen: Laufwerk: SME Model 15 Tonarm: SME 309 Tonabnehmer: MC: Denon DL-103R, Dynavector DV-20X2 H, Transrotor Figaro; MM: Shelter 201 Sonstiges: Flux-HiFi (Nadelreiniger), VPI HW-16.5 (Plattenwaschmaschine)

Digitale Quellen: D/A-Wandler: Luxman DA-06 CD-Player: NAD C546BEE SE Musikserver: Audiodata MusikServer MSII, Readynas Duo NAS-Server Streamer: Auralic Aries Computer/Mediaplayer: HP Notebook mit JRiver Sonstiges: iFi iPurifier II (USB-Filter)

Vollverstärker: Denon PMA-2010AE

Vorstufen: Hochpegel: Octave HP300 MK II Phonoverstärker: BMC Audio MCCI Signature ULN, Octave HP300-Phonoboard

Endstufen: Musical Fidelity M8 700m (Monos)

Lautsprecher: Blumenhofer Acoustics Genuin FS 1 Mk2

Kopfhörer: Beyerdynamic DT-990, Sony MDR-1000X

All-In-One: Ruark Audio R4

Kabel: Lautsprecherkabel: fis Audio Studioline, Ascendo Tri-Wire-Kabelsatz, Dynamikks Speakerlink, Ecosse ES 2.3, Zu Audio Libtec NF-Kabel: fis Audio Premiumline Lifetime, Ecosse, Vovox und andere Digitalkabel: Audioquest Cinnamon (Toslink), Boaacoustic Silver Digital Xeno (USB), Wireworld Series 7 Starlight Gold (Koax-S/PDIF) Netzkabel: fis Audio Studioline Netzleiste: fis Audio Black Magic

Rack: Creaktiv Trend 3

Größe des Hörraumes: Grundfläche: 30 m² Höhe: 3,4 m

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