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Testfazit: Cyrus 40 AMP + 40 PSU

Inhaltsverzeichnis

  1. 2 Cyrus 40 AMP: Hörtest und Vergleiche
  2. 3 Testfazit: Cyrus 40 AMP + 40 PSU

In puncto Verarbeitung und Ausstattung haben sich Cyrus 40 AMP und 40 PSU Lichtjahre von dem doch recht schlichten Niveau entfernt, mit dem Mission Cyrus Ende der 1980er Jahre angetreten ist, um der etablierten japanischen HiFi-Prominenz das Fürchten zu lehren. Die Geräte sind hochwertig verarbeitet, schick gestaltet und bieten eine zeitgemäße Ausstattung.

Der Cyrus 40 AMP auf dem Rackboard, aus leichter Froschperspektive

Cyrus 40 AMP – kompakt, schick, klangvoll, aber kein Underdog mehr

Klanglich tun die Komponenten das, was schon ihre Großvater-Generation vollbracht hat: Sie agieren auf einem Niveau, bei dem sich viele Wettbewerber – selbst in höheren Preisregionen – warm anziehen müssen. Dabei erweisen sie sich als neutral-transparente Allrounder, die sich weniger „speziellen Soundwünschen“ als vielmehr klassischen HiFi-Idealen verschrieben haben. Als besondere Stärke des Duos ist die räumliche Darstellung der Musik hervorzuheben. Ein Hinweis noch: Der DAC im 40 AMP macht zwar einen sehr ordentlichen Job, offenbart aber nicht das ganze Potenzial dieses Verstärkers. Der kompakte Cyrus-Amp kann noch viel mehr.

Cyrus 40 AMP und 40 PSU in Kürze:

  • Tonal agiert der Cyrus 40 AMP mit und ohne PSU neutral. Mag man den Rebellen aus England in den 1980er Jahren zu Recht noch eine eigene Signatur nachgesagt haben, hat sich Cyrus inzwischen komplett von irgendwelchen tonalen Tendenzen verabschiedet.
  • Der Bass ist im Solo-Betrieb zwar pegelmäßig auf Linie, gerade im Tiefbassbereich ginge es aber noch strukturierter. In Verbindung mit Lautsprechern, die im Tiefbass nicht ihre Kompetenzen haben, fällt das aber kaum ins Gewicht. Wer allerdings Lautsprecher besitzt, die hier „liefern“ können, sollte die 40 PSU in Erwägung ziehen, denn das externe Netzteil bewirkt Erstaunliches. Auch in anderen Frequenzbereichen hebt es den Cyrus 40 AMP auf ein für diese Preisklasse schon fast unanständig hohes Niveau. Mit dem „Strombooster“ gewinnt die Darstellung eine Schwärze und Plastizität, die ich sonst nur mit deutlich teureren Verstärkern zu hören gewohnt bin.
  • Der Hochton ist transparent, fein differenziert, sauber und unauffällig – was als großes Lob gemeint ist. Mir fällt Hochton nämlich vor allem dann auf, wenn er nicht gut ist.
  • Auch in den Mitten besticht der Cyrus 40 AMP vor allem dadurch, dass er die Qualitäten des Quellgeräts auf einem sehr hohen Niveau durchreicht. Der schicke Quader spielt ausnehmend sauber und transparent.
  • Dynamisch und seitens der Auflösung agiert der Cyrus 40 AMP schon ohne PSU auf einem hohen Niveau. Er löst hervorragend auf. Auch feine Lautstärkeunterschiede, sprich feindynamische Abstufungen, vermittelt er souverän. Mit der 40 PSU wird das Dynamikverhalten noch besser, insbesondere im tonalen Untergeschoss.
  • Was beim Cyrus 40 AMP in Verbindung mit dem Netzteil ebenfalls überzeugt, ist die räumliche Abbildung, zu der die britische Kombi fähig ist. Diese greifbare Plastizität, diese Konkretheit, mit der sie das musikalische Geschehen in allen räumlichen Dimensionen abbildet, liegt auf einem Niveau, das sonst Geräten höherer Preisklassen vorbehalten ist. Ohne das externe Netzteil zeigt sich die Tiefenstaffelung etwas begrenzt.
  • Das wahre Potenzial des Verstärkers reizt man erst mit hochwertigen externen Quellen aus.

Fakten:

  • Modell: Cyrus 40 AMP, Cyrus 40 PSU
  • Konzept: Transistor-Stereo-Vollverstärker mit eingebauten DAC und Phono-Pre (MM); Zusatznetzteil
  • Preis: Cyrus 40 AMP: 4.795 Euro; Cyrus 40 PSU: 2.995 Euro
  • Farben: Schwarz
  • Ausgangsleistung: 2 x 100 Watt (2 x 113 Watt mit PSU) an 6 Ohm
  • Leerlaufleistungsaufnahme: 45 Watt
  • Maße und Gewicht: 22 x 8,8 x 38,5 cm (BxHxT), 40 AMP: 8,5 kg, 40 PSU: 9,4 kg
  • Eingänge: analog: 4 x Cinch, 1 x Phono-MM; digital: 1 x Toslink (optisch), 2 x S/PDIF koaxial (Cinch), 1 x USB-B (asynchron), 1 x HDMI (eARC)
  • Ausgänge: 1 x Stereolautsprecher (Banana), 1 x Vorverstärker, 1 x Line-out, 1 x 3,5 mm Stereo-Klinkenbuchse für Kopfhörer
  • Sonstiges: Anschluss für PSU, Fernbedienung
  • Garantie: 2 Jahre
  • Weitere Informationen auf der Webseite des Vertriebs

Vertrieb:

TAD Audiovertrieb GmbH
Hallwanger Straße 14 | 83209 Prien am Chiemsee
Telefon: +49(0)8052 – 9573273
E-Mail: hifi@tad-audiovertrieb.de
Web: https://www.tad-audiovertrieb.de/

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Test: Cyrus 40 AMP & Cyrus 40 PSU | Streaming-Verstärker

  1. 2 Cyrus 40 AMP: Hörtest und Vergleiche
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Über die Autorin / den Autor

Equipment

Digitale Quellen: D/A-Wandler: Ideon Audio EOS DAC Musikserver: Antipodes S40

Vollverstärker: Audio Analogue ABsolute S, Abacus Electronics Ampino 20 Dolifet (Voll-/Endverstärker)

Lautsprecher: Divine Acoustics Bellatrix, Harbeth P3ESR XD

Kopfhörer: Campfire Equinox, Pioneer SE Monitor5, Austrian Audio Hi-X65

Kopfhörerverstärker: SPL Crimson 3 (Audio-Interface)

Kabel: Lautsprecherkabel: Cardas Clear Light, Nordost White Lightning 3 Speaker Cable NF-Kabel: Audioquest Red River, Cardas Clear Light Digitalkabel: Audioquest Coffee Netzkabel: Gutwire Iris 3

Rack: Horns EX

Zubehör: Stromfilter: Audes ST-3000 Sonstiges: Netzteil (für Musikserver): Keces P8

Sonstiges: Raumakustikelemente von Vicoustic

Größe des Hörraumes: Grundfläche: 17 m² Höhe: 2,6 m