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Test Hifi Voll-Verstärker Esoteric AI-10 – Klang Esoteric AI-10 – Test-Bericht Stereo CD-Player, Verstärker, High End-Hifi-Magazin fairaudio

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Esoteric AI-10: Display zeigt Word on

Zurück zur Word-Sync-Funktionalität. Macht das alles noch mal ganz anders? Na ja, sagen wir es diplomatisch: Man darf den CD-Player durchaus auch ohne betreiben … Eine ganz leichte nochmalige Präzisierung der Abbildungsschärfe von Klängen ab dem Präsenzbereich aufwärts lässt sich (mit ein wenig gutem Willen) feststellen, aber das große Ding, das ist es meines Ermessens nach nicht. Die Wahl des Digitalfilters scheint mir entscheidender.

Klang Esoteric AI-10:

Wie zeigt sich der Vollverstärker Esoteric AI-10 nun klanglich? Ehrlich gesagt, habe ich ihn zunächst etwas stiefmütterliche behandelt. Auch nachdem ich ihn in die Kette integriert hatte, habe ich weiterhin fleißig „CD-Player wechsele dich“ gespielt, um die Fähigkeiten des SA-10 richtig auszuloten. Erst im Nachgang fiel mir dabei auf, dass dieser Amp ziemlich transparent sein muss, denn je nach Quellgerät kam auch ein recht deutlich anderer Klang an. Kein übermächtiger Fingerabdruck verdeckte diesen. Schon mal nicht übel.

Esoteric AI-10: Lautsprecherkabel-Terminal, von innen betrachtet

Die Vergleiche mit allen möglichen mir gerade zur Verfügung stehenden Verstärkern – sei es eine Myryad Vor-/Endkombi oder ein Integrierter des gleichen Herstellers, sei es die Bel Canto Kombination Pre 3 / M300, der Vollverstärker Dussun V8i, oder, vom Preisschild her betrachtet wohl das passendste Gegenstück und von der „allgemeinen Reputation“ vielleicht der beste Integrierte, der Accuphase E-212 – zeigen einen Charakterzug des Esoteric AI-10 recht klar: Den Grundtonbereich gestaltet er eher schlank.

Esoteric AI-10: Detail

Entschlackt wäre wohl die korrektere Bezeichnung, denn dünn ist es nun beileibe auch nicht. Gleichzeitig ist er in der Lage, beherzte und trockene Bässe wiederzugeben, wenn auch die finale Durchzeichnung bis ganz unten fehlt. Und da der AI-10 das Mittenband und den Hochton klar und neutral präsentiert – „neutral“ aufgefasst als weder mit besonderem Charme und Schmelz in der Mitte versehen, noch mit einer „Süße“ in den Höhen, aber gleichwohl völlig härtelos, detailliert und „subjektiv schnell“ – stellt sich die Musik insgesamt sehr transparent dar oder, um es im Tontechniker-Jargon zu sagen, völlig durchsichtig.

Denn „durchsichtig“ ist der Esoteric AI-10 sowohl in der Raumdarstellung – zeitgleiche Klänge werden deutlich unterscheidbar verortet und gestaffelt, insbesondere die Tiefe der Bühnenabbildung weiß zu beeindrucken – als auch im zeitlichen Ablauf der Töne: Schnelles Kontrabassspiel, Pianoläufe, komplexere Sache auf einer Harfe, egal was kommt, der AI-10 verschmiert nichts. Aber Klarheit hin oder her, klar ist auch, dass man dies mögen muss. Einige werden den Esoteric „analytisch“ nennen, da ihm eine gewisse Vollmundigkeit bei der Wiedergabe fehlt.

Esoteric AI-10: LS-Kabel-Terminal

Betrachte ich die beiden Vollverstärker von Accuphase und Esoteric einmal genauer, so muss ich sagen, dass hier offenbar ziemlich verschiede Klangphilosophien vertreten werden. Eine interessante Gegenüberstellung, wie ich finde. Die sehr häufig von mir zu Testzwecken verwendeten Platten von OP8 „Slush“ und die des Tord Gustavsen Trios „Changing Places“ mussten abermals Dienst schieben …

OP8 / SlushDer Accuphase E-212 ist definitiv der voller aufspielende Amp, ja, der wärmere. Sollte der Esoteric zwischen 100 und 400 Hertz eine 1dB Abweichung nach unten besitzen, so legt der Accuphase ein dB drauf. Jedenfalls „fühlt sich das so an“. Der E-212 besitzt auch den erdigeren und saftigeren Bass – keine Frage, dass er spontan angenehm klingt. Der Bass des Esoteric jedoch ist definierter, trockener, impulsiver und schneller – dafür etwas „leiser“. Die Frage, welcher der zwei mir bei gut aufgenommenen Kontrabässen oder avanciertem E-Bass-Spiel Tord Gustavsen Trio / Changing Places (… wenn Flea von den Peppers loslegt z.B.) besser gefällt, kann ich leicht beantworten: der Esoteric AI-10. Freilich ist dies eine Geschmackssache, die Performance des Esoteric lebt vielleicht auch vom „bewussten Zuhören“, hierbei offenbart er meiner Meinung nach einfach mehr Details. Der Accuphase spielt beherzter und weniger nüchtern, was kein Fehler sein muss.

Test: Esoteric SA-10 und AI-10 | CD-Player

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