Demnächst im Test:

Billboard
IOTAVX SA3, PA3 und NP3

Testfazit: Cayin N6iii

Inhaltsverzeichnis

  1. 2 Cayin N6iii: Hörtest und Vergleiche
  2. 3 Testfazit: Cayin N6iii

So viel ist klar: Der kompromisslose technische Aufbau und die exzellente Verarbeitung des N6iii zeigen, dass Cayin bei diesem DAP keine Kosten und Mühen gescheut hat. Sein Klangcharakter ist hingegen weniger „eindeutig“, denn dank der modularen Bauweise bekommt der Hörer Tuningmöglichkeiten an die Hand.

Der DAP Cayin N6iii mit seiner Verpackung

Cayin N6iii – kompromisslos aufgebaut, exzellent verarbeitet und dank des modularen Ansatzes klanglich anpassungsfähig

Das C201-Modul dürfte vor allem Akustik-Fans und Freunde rockiger Musik klanglich überzeugen. Wer hingegen überwiegend basslastige elektronische Musik und/oder Pop hört, für den ist das E203-Modul besser geeignet.

Doch egal, für welches Modul man sich entscheidet – mit beiden lässt sich jeder Kopfhörer(typ) antreiben. Als Kritikpunkt könnte man das etwas „hitzige Gemüt“ des E203-Moduls im Class-A- und Hybrid-Modus und die daraus resultierende verkürzte Akkulaufzeit anführen, andererseits sind sechseinhalb Stunden ja auch nicht ganz wenig. Und positiv ist mir ein anderer Praxisaspekt aufgefallen: Für einen DAP in Modulbauweise baut der Cayin N6iii ziemlich kompakt, sodass dieser Edel-DAP auch noch in einer (größeren) Hosentasche Platz findet.

Der Cayin N6iii zeichnet sich aus durch …

  • eine hochauflösende, wenngleich nicht ganz neutrale Performance über den gesamten Frequenzbereich. Je nach Modul wird der Fokus auf verschiedene Teilbereiche gelegt:
    • Sehr detaillierter Hochtonbereich, der sowohl beim C201- als auch beim E203-Modul hoch hinaufreicht. Beim C201-Modul etwas sanfter zum Superhochton hin abfallend, über das E203 bis in die höchsten Lagen linear verlaufende Höhen.
    • Das C201-Board bietet natürlich klingende, im Grundton etwas kräftigere und detaillierte Mitten. Mit dem E203 wird der Fokus durch einen etwas schlankeren Mittenbereich auf die anderen Frequenzbereiche gelegt.
    • Mit dem C201 wird der Tiefton etwas weniger potent angesteuert. Der Bass gerät mit der E203-Schaltung relativ gesehen lauter und etwas schneller/impulsiver, was auch auf die Grobdynamik einzahlt. Im Tiefbass bleibt das E203-Modul noch länger auf gleichem Pegel und kann den Frequenzgang geradlinig fortführen.
  • gute bis sehr gute feindynamische Eigenschaften. Je nach integriertem Modul werden leisere Impulse knackig und schnell dargestellt (E203) oder bieten im internen Vergleich etwas weniger Direktheit (C201).
  • sehr gute Durchhörbarkeit/Auflösung auch bei leisem Pegel.
  • eine mit dem E203-Modul große und realistische Bühne. Sowohl in der Tiefenstaffelung als auch bei der Instrumentenseparation liefert diese Schaltung Bestwerte. Das C201-Modul zeichnet die Bühne etwas kompakter und die Instrumente mit etwas weicherem Stift, gleichwohl bleibt die Raumdarstellung auf hohem Niveau.
  • genügend Pegelreserven mit beiden Modulen, um auch leistungshungrige Kopfhörer mit hoher Lautstärke ohne Verzerrungen antreiben zu können. Umgekehrt können aber auch In-Ears dank des exzellenten Signal-Rausch-Abstands und der Kanalgleichheit im unteren Regelbereich ohne Dynamikverluste betrieben werden.

Fakten:

  • Produkt: Cayin N6iii
  • Konzept: Digital Audio Player (DAP)
  • Preis: 1.698 Euro (inklusive eines Moduls; einzelnes Modul: 398 Euro)
  • Maße und Gewicht: 126 x 77,8 x 23 mm (HxBxT); 295 g (ohne Modul), 350 g (mit Modul)
  • Schnittstellen: C201: USB-C, 2 x 3,5 mm unsymmetrisch + 1x 4,4mm symmetrisch; E203: 1 x 3,5 mm unsymmetrisch + 1x 4,4 mm symmetrisch; Micro-SD-Port (bis 2 TB); Bluetooth 5.0 (SBC, AAC, LDAC, UAT); WLAN
  • Sonstiges: Aluminium-Gehäuse, beleuchteter Lautstärkeregler, austauschbare Module, Android 12, parametrischer 10-Band-Equalizer
  • Garantie: 2 Jahre
  • Weitere Informationen auf der Webseite des Vertriebs

Vertrieb:

Cayin Audio Distribution GmbH
An der Kreuzheck 8 | 61479 Glashütten-Schlossborn
Telefon: +49 (0)6174 – 9554412
E-Mail: info@cayin.com
Web: https://cayin.com/

Billboard
Input Audio

Test: Cayin N6iii | Mobiler Player (DAP)

  1. 2 Cayin N6iii: Hörtest und Vergleiche
  2. 3 Testfazit: Cayin N6iii

Über die Autorin / den Autor

Equipment

Digitale Quellen: D/A-Wandler: Benchmark DAC1 USB, FiiO E10, S.M.S.L. DO200 Computer/Mediaplayer: PC mit Win 10, Foobar 2000 inklusive ASIO-Plugin

Kopfhörer: Audeze LCD-2.2 (Non-Fazor), AKG K550, AKG K702, Audiofly AF160, Beyerdynamic DT880 600 Ohm, Beyerdynamic DT 700 Pro X, Edifier H850, Fabs Fabulous Ears Basic Dual Driver, HiFiMAN HE-350 Massdrop Edition, KEF M100, Sennheiser x Massdrop HD 6xx (HD 650), Sennheiser HD 800 S, Shure SE215M+, Soundmagic E80

Kopfhörerverstärker: Benchmark DAC1 USB, Burson Audio Soloist SL, FiiO E10, FiiO E17, iFi Audio Hip DAC, Loxjie P20, Nuprime HPA-9, SMSL DO200

Mobiles HiFi: Cowon iAudio 7, Rockbox Sandisk Sansa Fuze V2, Sandisk Sansa Clip+, Xiaomi Mi 9 Lite (Smartphone)

Zubehör: Sonstiges: sBooster VBus² USB-Spannungsentkoppelung