Demnächst im Test:

Billboard
Block Audio

Test-Fazit: Canton Vento 100

Inhaltsverzeichnis

  1. 2 Canton Vento 100: Klangtest & Vergleiche
  2. 3 Test-Fazit: Canton Vento 100

Ein Pärchen Canton Vento 100 vor einem CD-Regal

Langweilig geht anders: Die Canton Vento 110, äh 100, erobert den Hörraum im Sturm! Das liegt in erster Linie an ihrer temperamentvollen, zackigen Gangart – sie springt dem Hörer zwar nicht direkt ins Gesicht, drängt aber stark nach vorne. Die Bühne dehnt sich weit nach vorne aus, aber nicht nur das: Auch die große Bühnenbreite überrascht und zählt zu ihren größten Stärken. Pluspunkte sammeln zudem der kräftige, tiefe, gleichwohl stets definierte Bass sowie die grobdynamischen Fähigkeiten – extreme Pegelsprünge beherrscht die Canton Vento 100 souverän. All das reicht ein gutes Stück über das hinaus, was das Preisschild von knapp 4.700 Euro auf den ersten Blick vermuten lässt.

Tonal zählt die Canton Vento 100 zu den eher sachlich-neutralen Vertretern ihrer Art, wobei sie minimal zur hellen Seite tendiert. Sie eignet sich für Chefanalytiker wie Genusshörer gleichermaßen, wenngleich Letztere ihren benötigten Schuss Wärme dann über die Elektronik reinholen müssen. Mir gelang das mit meinem McIntosh MA8900 AC.

Unkompliziert erweist sich die große Hessin bei der Aufstellung – es kommt bei der Positionierung nicht auf den Millimeter an, dafür aber auf die Größe des Raums: Unter 20 bis besser 25 Quadratmeter dominiert der Bass zu stark, ein bisschen Wandabstand (circa ein Meter oder knapp darunter) und Luft zum Atmen sollten schon sein. Soll die Canton Vento 100 im Wohnzimmer stehen, schadet es nicht, die Frau Gemahlin in die Kaufentscheidung miteinzubeziehen, denn die erstklassig verarbeitete Vento sieht zwar elegant und zeitlos aus, ist aber doch ganz schön groß und massiv. Dafür fällt ihr Preis erstaunlich klein aus. Viel Masse, Klasse und Gegenwert fürs Geld also – dicke Probehörempfehlung!

Steckbrief Canton Vento 100

  • Sehr kräftiger, tiefer, stets sauberer und definierter Bass mit Punch.
  • Strikt neutrale Mitten.
  • Unterm Strich ausgewogen anmutende, hochauflösende, leicht helle, dennoch nie aggressive Höhen.
  • Neutraler, minimal heller Grundcharakter.
  • Überdurchschnittliche grobdynamische Fähigkeiten, feindynamisch ebenfalls weit vorne.
  • Über die Preisklasse hinausreichendes Auflösungsvermögen.
  • Überraschend breite Bühne, die sich nicht nach hinten, dafür aber weit nach vorne ausdehnt.
  • Nicht sehr anspruchsvoll bei der Aufstellung, für Räume ab mindestens 20 oder besser noch 25 Quadratmeter geeignet.
  • Unterm Strich anspringende, zackige In-your-Face-Gangart, das Gegenteil von gemütlich und zurückhaltend.
  • Erstklassige Verarbeitung, hervorragendes Preis-Leistungs-Verhältnis.

Fakten:

  • Konzept: passiver Drei-Wege-Standbox mit Bassreflexsystem
  • Paarpreis: 4.698 Euro (Nussbaum-Ausführungen: 4.998 Euro)
  • Nennimpedanz: 4–8 Ohm
  • Wirkungsgrad: 86 dB (2,83 V/m)
  • Abmessungen & Gewicht: 32,5 x 115,5 x 42 cm (B x H x T), 39,5 kg/Stück
  • Farben: Hochglanz-Schwarz, Hochglanz-Weiß, Nussbaum hell, Nussbaum dunkel
  • Garantie: 5 Jahre
  • weitere technische Informationen auf der Herstellerwebsite

Hersteller & Vertrieb:

Canton Elektronik GmbH
Neugasse 21-23 | 61276 Weilrod
Telefon: +49 (0) 6083 – 287-0
E-Mail: info@canton.de
Web: https://www.canton.de/

Canton-Logo

Billboard
Krell

Test: Canton Vento 100 | Standlautsprecher

  1. 2 Canton Vento 100: Klangtest & Vergleiche
  2. 3 Test-Fazit: Canton Vento 100

Über die Autorin / den Autor

Equipment

Digitale Quellen: CD-Player: McIntosh MCD301 AC Musikserver: NAD M50.2 Computer/Mediaplayer: Macbook Air mit Audirvana-Software

Vollverstärker: McIntosh MA8900 AC

Lautsprecher: Martin Logan Impression 11A

Kopfhörer: Focal Clear MG, Hifiman Arya

Kopfhörerverstärker: Focal Arche, McIntosh MHA100

Kabel: Lautsprecherkabel: Wireworld Eclipse 7 NF-Kabel: Goldkabel Executive Digitalkabel: Audioquest Coffee (USB) Netzkabel: Shunyata

Rack: Solid Tech

Das könnte Sie interessieren: