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Test: Cammino Powerline Harmonizer H3.1 | Netzfilter

Inhaltsverzeichnis

  1. 1 Test: Cammino Powerline Harmonizer H3.1 | Netzfilter

6moonsDieser Testbericht erschien im April 2013 im englischsprachigen Audio Review Magazin 6moons.com und kann dort in der Originalversion gelesen werden: Cammino Powerline Harmonizer 3.1. Er ist durch uns übersetzt worden und wird hier den deutschsprachigen Lesern präsentiert. 6moons und fairaudio haben die Übereinkunft, gegenseitig ausgewählte Artikel zu übersetzen und für die englische beziehungsweise deutsche Leserschaft zu publizieren. Der Autor des Artikels ist am Anfang des Textes genannt. Der Bericht und alle Bilder unterliegen dem Copyright von 6moons.

Ihr fairaudio-team

April 2013 / Marja & Henk

Letztes Jahr trafen wir auf der niederländischen X-Fi-Audioshow Andreas Vitali von Blumenhofer Acoustics. Nachdem er uns die neuesten Produkte der deutschen Lautsprechermanufaktur gezeigt hatte, stellte er uns Claudio Trevisanello vor, der ebenfalls im Blumenhofer-Raum ausstellte. Claudio erzählte uns, dass er sein Unternehmen „Cammino“ (Web: www.cammino-hp.com) erst gegründet habe, nachdem er schon einem langen Weg Richtung realistischer Musikwiedergabe gefolgt sei – daher auch der Firmenname, der auf Italienisch „Route“ beziehungsweise „Weg“ bedeutet. Er besitzt einen technischen Background mit Schwerpunkt Elektrotechnik und ist der festen Überzeugung, dass die Stromversorgung und die Netzkabel die schwächsten Glieder einer jeden HiFi-Kette darstellen.

Cammino Powerline Harmonizer H3.1

Nun, wie immer es auch um die elektrischen Eigenschaften eines Gerätes bestellt sein mag: Noch gibt es keinen Weg, den Grad der Freude, den ein HiFi-System in uns freisetzen kann, zu messen. Dabei hängt letztlich alles, das muss man Claudio zugestehen, von einem möglichst stabilen, fixen „Signal“ aus der Steckdose ab, welches von einem weiteren, diesmal aber in der Frequenz variierenden elektrischen Signal moduliert wird. Das Ergebnis ist – Musik. Und diese Musik sollte uns eben Freude bereiten, uns berühren. Gar keine so einfache Aufgabe!

Laut Claudio Trevisanello verbessert der „Powerline Harmonizer“ die Art und Weise, wie die Netzspannung moduliert wird, indem mit ihm verbundene Netzkabel – ähnlich, wie man es mit den Saiten eines Musikinstrumentes macht – getunt oder eben: harmonisiert werden. Darüber hinaus besäße der Harmonizer natürlich auch ein sehr effektives Filter, das Verzerrungen des Netzstroms wirksam entferne. Wir waren gespannt – und ließen uns nach der Messe diesen Cammino Powerline Harmonizer H3.1 von Claudio und Andrea liefern.

Sein 290 x 145 x 215 mm messendes Gehäuse ist in schwarzem Hochglanzlack gehalten und besitzt eine Aluminiumfrontplatte, auf der eine blaue LED den i-Punkt des Logos darstellt – nett gemacht. Übrigens: Ob man auf den Harmonizer oder auf einen Stein klopft, es fühlt sich ziemlich ähnlich an. Auf der Rückseite der europäischen Variante (es gibt auch andere) lassen sich drei mit „analog“ beschriftete Schukosteckplätze und eine mit „digital“ markierte Buchse finden, bei Letzterer handelt es sich um ein Furutech-Rhodium-Modell. Diese Konfiguration erklärt auch das Namensanhängsel „3.1“.

Andrea Vitali und Claudio

Die beiden Analog-Buchsen zur Linken sind mit einem Ground-Lift-Schalter ausgestattet, und neben dem Digital-Steckplatz befindet sich ein Kontrollknopf, mit dem die korrekte Phase der eingehenden Stromleitung gecheckt werden kann. Wurde diese richtig angeschlossen, markieren die roten Punkte bei den Steckplätzen die Phase.

Cammino Powerline Harmonizer

Der An/Aus-Knopf, ein versilberter Sicherungshalter sowie eine rhodinierte Kaltgerätebuchse komplettieren die Rückseite des Powerline Harmonizers.

Weiterhin interessant: Um mechanische Resonanzen zu minimieren, steht der Cammino Harmonizer auf drei Magic-Dream-Entkopplungsfüßen, die mit einer Kugel im Innern arbeiten und eingehende Vibrationen von den angeschlossenen Netzkabeln ableiten sollen.

Cammino Powerline Harmonizer H3.1

Der Cammino Powerline Harmonizer H3.1 ist keine einfache Plug’n’Play-Komponente. Nach dem Auspacken und Aufstellen muss zunächst das beiliegende Netzkabel mit dem Powerline Harmonizer phasenkorrekt verbunden werden. Leicht gemacht, denn hierzu gibt es ja besagten Testknopf! Wenn der Powerline Harmonizer H3.1 dann korrekt angeschlossen ist, sollte die richtige Netzphase der zu betreibenden Geräte ermittelt werden. Ein solches „Ausphasen“ der HiFi-Kette versteht sich in einem audiophilen Setup ja eigentlich von selbst – jeder Fachhändler sollte es seinen Kunden als Service anbieten können.

Claudio Trevisanello

Natürlich gibt es Anlagen, die mehr als vier Steckdosenplätze benötigen. Claudio empfiehlt in solchen Fällen die beste vorhandene Netzleiste zu verwenden und an den Harmonizer – quasi als dessen Erweiterung – anzuschließen.

Andrea und Claudio

Das antimagnetische und -statische Keramikgehäuse des Cammino soll Einflüsse von mechanischen Vibrationen minimieren helfen und so die Elektronik im Innern schützen – wo Claudio es notwendig schien, wurden die Bauteile noch weitergehend bedämpft. Diese Maßnahmen machen den Powerline Harmonizer H3.1 zu einem recht resonanzoptimierten Gerät. Nebenbei bemerkt: Die 230-Volt-Variante kann 2200 Watt beziehungsweise 10 Ampere an den Analog-Steckplätzen bereithalten, am „digitalen“ sind es 2 Ampere. Der Cammino Powerline Harmonizer H3.1 besitzt keine aktive Elektronik, er ist ein rein passives Gerät.

Test: Cammino Powerline Harmonizer H3.1 |

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