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Inhaltsverzeichnis

  1. 1 Hey, Mr.Gentleman!
  2. 2 Cambridge Audio EXA100: Hörtest und Vergleiche

fairaudio's favourite Award 2026Über Jahrzehnte weigerte sich der Autohersteller Rolls Royce standhaft, Leistungsangaben zu machen. Entsprechende Nachfragen beantwortete man stets distinguiert mit „ausreichend“. Was das mit diesem Test zu tun hat? Nun, die Ausgangsleistung des Vollverstärkers Cambridge Audio EXA100 (2.199 Euro, www.cambridgeaudio.com/eur/de) steht zwar in seinem Datenblatt. Aber: Die schnöde Zahl sagt kaum etwas darüber aus, was der schicke Brite damit anstellt.

Cambridge Audio ist einer dieser „best value for money“-Hersteller, die uns Testern das Leben ziemlich angenehm machen. Mit der vor einigen Jahren lancierten Top-of-the-Line-Serie „Edge“ haben die Briten allerdings bewiesen, dass sie auch Highend können. Jedoch auch einsehen müssen, dass sie sich selbst eine ziemlich große Schneise ins Portfolio geschlagen hatten. Zwischen der ursprünglich darunterliegenden „CX“-Serie und den „Edges“ klaffte eine preisliche Lücke von mehreren tausend Euro. Also hieß es technische Anleihen der Topklasse in ein neu und nobel-zurückhaltend designtes Gehäuse zu implantieren – und das Ganze „EX“ zu taufen. Als Vollverstärker EXA100 liegt der Neuling mit 2.200 Euro ziemlich genau zwischen Budget- und Topklasse.

Erbe von den großen Brüdern …

Das Markenlogo von Cambridge Audio am EXA100-Vollverstärker

Es bleibt in der Familie: Der Cambridge Audio EXA100 habe laut Hersteller so einige Gene von der großen Edge-Reihe abbekommen

Im konkreten Fall heißt das, dass die Entwickler das Schaltungslayout des Vollverstärkers „Edge A“ in abgespeckter Form in das absolut sauber und stabil gefertigte Gehäuse des EXA100 übertragen haben. Schon bei der Topserie scheint Laststabilität in jeder Lebenslage oberstes Gebot gewesen zu sein, weswegen die Londoner ihrem jüngsten Vollintegrierten einen üppig dimensionierten Ringkerntransformator implantiert haben, der einen Großteil des zur Verfügung stehenden Platzvolumens einnimmt und ausschließlich für die Versorgung der Audioschaltkreise zuständig sein soll. Das mittig im Gehäuse thronende Kraftwerk wird von nicht minder beeindruckenden Kühlkörpern umrahmt, auf deren Außenseiten jeweils die Leistungstransistoren sitzen.

Übrigens dieselben Transistortypen, die in den „Edge“-Amps eingesetzt werden. Hier sorgen sie – laut Datenblatt – für 150 Watt (RMS) an acht Ohm. Unser Cambridge Audio EXA100 ist für 2 x 100 Watt (RMS) an acht Ohm und für 2 x 155 Watt an 4 Ohm gut. Der „kleine Bruder“ CXA 81 MKII liefert übrigens 80 Watt pro Kanal. Damit es dem Trafo bei seiner Arbeit nicht allzu warm wird, hat Cambridge seine Kühlung ähnlich einem Kaminzug konstruiert.

Übrigens: Wer glaubt, dass Cambridge Audio auf den in der Branche aktuell flächendeckend verbreiteten Class-D-Zug aufspringt, sieht sich getäuscht. Die Briten setzen konventionell auf Class AB und begründen dies auch klanglich. So sollen sich die Arbeitspunkte der Leistungsstufen vor allem im niedrigen bis mittleren Lautstärkebereich überwiegend in Class A aufhalten – mit den Meriten, die man dieser Schaltung gemeinhin nachsagt. Womit ich Class-D-Konzepte keinesfalls bashen möchte. Allerdings haben sich die Cambridge-Entwickler nun einmal für den „traditionellen“ Aufbau entschieden.

Der Cambridge Audio EXA100 von oben

Die Verstärkerschaltung des Cambridge Audio EXA100 ist in Class AB gehalten, auch das Netzteil arbeitet linear

Kann auch digital

Wenn man vom fehlenden Streamingteil einmal absieht (Lösungen: Cambridge Audio CXN100 oder EXN100), zeigt sich der Cambridge Audio EXA100 hinsichtlich der zuspielbaren Quellen ausgesprochen modern. Er heißt digitale Quellen willkommen (RCA, Toslink, HDMI ARC, Computeraudio via USB) und empfängt auch Funksignale (Bluetooth 5.0). Die anhängigen Digitalos arbeiten auf einen hervorragenden DAC-Wandlerchip aus dem Hause ESS Technologies (für die Statistiker: ES9018K2M SABRE32), der über USB PCM-Signale bis zu 384 Kilohertz Samplerate und 24 Bit Wortbreite verdaut und natürlich auch DSD256 bietet. Koaxial werden bis zu 192 kHz akzeptiert und optisch bis zu 96 kHz. Interessant finde ich die Idee der Cambridge-Entwickler, eine Erdungsmöglichkeit für das an der USB-Buchse anliegende Signal zu bieten. Ein kleiner Schalter auf der Rückseite des Amps – mit „Lifted“ und „Signal Ground“ beschriftet – dient dazu, Brummschleifen zu unterbinden. Das habe ich so noch bei keinem anderen Hersteller in dieser Klasse gesehen.

Apropos Rückseite: Alle Anschlüsse sind jeweils doppelt beschriftet. Und zwar so, dass man den Cambridge Audio EXA100 auch kopfüber gut verkabeln kann. Darüber hinaus findet sich hier nichts Extravagantes. Alle Terminals, auch die doppelt ausgeführten Lautsprecherklemmen, sind robuste Standardware, die man in dieser Preisklasse erwarten darf.

Die rückseitigen Schnittstellen des Cambridge Audio EXA100

Zwei Lautsprecherterminals, zweifache Beschriftungen, analog und digital – der Cambridge Audio EXA100 mag’s doppelt

Ohne Phono, aber mit XLR

Analogfans dürften sich ebenfalls gut aufgehoben fühlen. Insgesamt stehen vier Cinch-Doppel und sogar ein symmetrischer XLR-Eingang zur Verfügung. Das ist auch in dieser Preisklasse nicht selbstverständlich. Sowohl ein direkter Zugriff auf die interne Endstufe als auch ein Subwooferausgang werden zusätzlich geboten. Vinylfreunde lässt Cambridge Audio hingegen ein wenig bedröppelt zurück – einen Phono-Pre gibt´s nicht. Und das obwohl die Briten mit ihren hauseigenen Alva TT-Plattenspielern gut sortiert sind. Vielleicht möchte man damit deren Absatz ein wenig ankurbeln, bieten diese doch einen eingebauten Phonovorverstärker. Gleichwohl zeigt der Produktkatalog der Londoner auch zwei eigenständige Phono-Pres, einen für MM-Tonabnehmer sowie eine MM-/MC-Variante. Nun gut, welche Denkansätze auch immer dahintergestanden haben mögen, beim Cambridge Audio EXA100 müssen wir auf dieses im Klassenvergleich nicht ganz marginale Feature verzichten.

Display? Denkste!

Das Bedienpanel auf der Front des Cambridge Audio EXA100

Der Cambridge Audio EXA100 lässt sich nicht nur per Fernbedienung steuern, sondern auch direkt am Gerät

Angenehm übersichtlich präsentiert sich die Frontpartie des Cambridge Audio EXA100. Ein stufenlos-sämig laufendes Lautstärkerad rechterhand. Mittig – im schwarzen „Rallyestreifen“ positioniert – Taster für die Quellenwahl. Das war´s auch schon. Ein Display, das man innerhalb der schwarzen Fläche oberhalb der Tasten vermuten könnte, gibt es nicht. Das Design des Amps folgt schlichtweg einer konsistenten Linie und somit etwa einer optischen Harmonie mit dem Netzwerkplayer EXN100, der an dieser Stelle natürlich mit einem Anzeigefenster aufwartet. Vermisst man das an einem Vollverstärker? Ich nicht. Für mich ist wichtig, dass die Bedienung keinerlei Rätsel aufgibt, freilich überwiegend mittels der beigelegten Fernbedienung funktioniert. Die ist Standardware aus schwarzem Kunststoff, nicht überraschend für die Preisklasse. Bedienbarkeit via App? Nö. Keep it simple, es ist ein Verstärker.

Cambridge Audio EXA100: Hörtest und Vergleiche

Ich erwähnte bereits eingangs, dass der „best value for money“-Gedanke untrennbar zur DNA von Cambridge Audio gehört. Schon die „Azur“-Modelle waren in der Vergangenheit in ihrer jeweiligen Preisklasse echte Killer und klanglich stets weit vorn. Kann der EXA100 diese Erwartungshaltung auch in einer Liga erfüllen, die bereits kräftig am Tor zur Oberklasse rüttelt? Gehört habe ich den Cambridge Audio EXA100 im Test übrigens überwiegend mit via USB zugespielter Musik vom Rechner (MacBook).

Der Vollverstärker Cambridge Audio EXA100 in „Lunar Grey“

Der Vollverstärker Cambridge Audio EXA100 kommt in „Lunar Grey“ – der einzigen verfügbaren Farbvariante

Sportfahrwerk – Der Bass

Those Damn Crows God Shaped HoleSieht so aus. Und zwar gleich von unten. Herrlich, mit welch knochentrockener Attacke der Cambridge Audio EXA100 in „Dancing with the enemy“ von Those Damn Crows (Album: God Shaped Hole) einsteigt. Das Schlagzeuggewitter kommt tief und hart, punchy und schnell – das hat gleichzeitig Volumen, Druck und Tempo, stellt in Verbindung mit dem erdigen E-Bass das gesamte Stück auf ein massives und gleichzeitig schlackenloses Fundament. Ich fühle mich an ein ambitioniert und ausgewogen abgestimmten Sportfahrwerk erinnert. Gleiches gilt für den elektronisch generierten Tiefbass in „FIN“ auf dem Album TOD von Fynn Kliemann. Was woanders gerne mal dröhnig aufwabert, hat der Brite hervorragend unter Kontrolle und präsentiert das untere Frequenzende dennoch mit einem gewissen Hedonismus: „Du willst Druck? Bitteschön!“ Auch bei forciertem Pegel bleibt der Cambridge Audio EXA100 völlig souverän und gelassen.

Eine innere und gleichzeitig vor Kraft strotzende Ruhe, die ich von meinem schön tief nach unten langendem Hybridverstärker Magnat RV-3 (ehemaliger Neupreis: 2.700 Euro) durchaus gewöhnt bin, wenngleich mein „altes Schlachtross“ in Sachen Tiefgang noch immer mindestens ebenso eindrucksvoll hinlangen kann wie sein moderner Herausforderer aus Großbritannien.

Das doppelt ausgeführte Lautsprecherterminal des Cambridge Audio EXA100

Das doppelt ausgeführte Lautsprecherterminal des Cambridge Audio EXA100 macht unter anderem die Positionierung von zwei Lautsprecherpärchen in verschiedenen Hörzonen möglich

Was die Basspräzision, die Struktur und diese Festigkeit anbetrifft, hat der gewichtige Rheinländer gegen den austrainierten Auftritt des Cambridge Audio dann aber doch das Nachsehen. Im Charakter ähnelt der EXA100 dem Buchardt Audio I150 (um 2.500 Euro) aus Norwegen, der im Bassbereich ebenfalls mit einem sportlich federnden Duktus gefiel, sich allerdings nicht ganz so weit in den Frequenzkeller wagte wie der Neuling aus London.

Britisch. Aber doch nicht?! – Die Mitten

Jaja, HiFi-Komponenten von der Insel haben – was ihre Mittenwiedergabe betrifft – seit Jahrzehnten einen gewissen Ruf. Der kommt in der Tat nicht von ungefähr. Manche Hörer mögen das, andere wiederum gar nicht. Jetzt muss man aber auch sagen, dass sich ebendieser „british flavour“ in den letzten Jahren deutlich relativiert und dem Markt angeglichen hat. So auch hier.

Ben Howard I forget where we wereEine warmgesoundete oder gar dunkel timbrierte Attitüde kann ich dem Cambridge Audio EXA100 beim besten Willen nicht anhören. Gleichwohl widmet er sich etwa der Gesangsstimme von Ben Howard in „Small Things“ (Album: I forget where we were) mit ganz besonderer Aufmerksamkeit und stellt sie klar fokussiert mit wunderbarer Plastizität ins Zentrum des Geschehens. So darf sie mit ihrer Melancholie ganz tief unter die Haut kriechen und sich dort wohlig ausbreiten. Sowas transportiert Seele und stellt nicht einfach nur dar.

Konnte man einem NAD C3050 noch ein charmant-angewärmtes Timbre „ankreiden“, verzichtet der Cambridge auf derlei „Taschenspielertricks“ und punktet mit einer „natürlichen Neutralität“, die man ihm einfach abkauft. Wobei da absolut betrachtet auch noch Luft nach oben ist. Ein Symphonic Line RG14 MK5 löst sowohl weibliche wie männliche Gesangsstimmen noch feiner und konturenschärfer vom Hintergrund und verleiht ihnen damit noch mehr natürlichen Körper. Für diesen manufakturgefertigten Amp, den es seit vielen Jahren gibt, ruft die Duisburger HiFi-Schmiede aus dem Ruhrgebiet um ihren Gründer Rolf Gemein jedoch auch um die 4000 Euro auf.

EXA-Serienbezeichnung am Das doppelt ausgeführte Lautsprecherterminal des Cambridge Audio EXA100

EXA: Die neue Modellmitte hat  – natürlich – ein Faible für Mitten …

Weder der im Vergleich „warm-wattiert“ aufspielende NAD C3050 noch der nüchternere – wenngleich beileibe nicht unterkühlte – Buchardt I150 erreichen hier die sensible Darbietung des Cambridge, den man mit Wonne mit einer Stimme nach der anderen „füttern“ möchte, auf das sich die Gänsehaut auf den Armen nicht legen möge.

Einfach ehrlich: Die Höhen

Sein musikalisches Feingefühl stellt der Cambridge Audio EXA100 auch in den Höhenlagen unter Beweis. Am oberen Frequenzende fehlt es nicht an Informationen und Details auch über die räumlichen Verhältnisse. Das hat insofern Klasse, als das es der gesamten Darbietung eine großzügige, luftige und offene Atmosphäre verleiht ohne kristallin, künstlich schillernd oder gar bissig zu werden. Nichts wirkt abgesoftet oder gewollt gedämpft. Zischlaute oder stressige Obertöne melden nichtsdestotrotz angenehm Fehlanzeige.  Was völlig unabhängig vom gehörten Genre gilt. Obertöne von Streichern oder Blechbläsern, die bei höherer Lautstärke durchaus auch mal „kneifen“, werden angemessenen präsent abgebildet, stressen aber nie das Gehör. Hier kann man durchaus erneut eine Parallele zum Buchardt Audio I150 ziehen. Dieser findet in den Höhen eine vergleichbare Balance aus offenem Detailreichtum und verbindlicher Stressfreiheit. Neutral ehrlich, so könnte man es zusammenfassen.

Schweißtreibend: Dynamik

Nestor Teenage RebelWer die Komponenten von Cambridge Audio kennt, weiß, dass Spielfreude und Musikalität seit jeher zu ihren Kernkompetenzen gehören. Das ist vollkommen unabhängig von ihrer Preisklasse und deshalb ebenso vom EXA100-Verstärker zu erwarten. Und der liefert: Dem Sog, wenn er das Auditorium durch „Unchain my Heart“ von Nestor (Album: Teenage Rebel) zieht, kann man sich kaum entziehen – er kommt einem schweißtreibenden Sprint gleich. Fürs Publikum, nicht für den Amp. Der macht das selbstverständlich, lässig und mit hörbarem Involvement und Spaß. Dynamische Attacken platzen unmittelbar in den Hörraum und bringen den Briten-Beau auch bei Partypegeln nicht aus der Ruhe. Ist er zu stark? Dann bist zu schwach, mein Freund!

Mit ähnlichem Machismo tritt auch der Magnat RV-3 auf, wobei der Rheinländer tatsächlich vor allem bei Impulsspitzen noch brachialer aufspielt. Dessen Reserven scheinen im Direktvergleich nahezu unerschöpflich. An dieser Stelle sollte nicht unerwähnt bleiben, dass der optisch unverwechselbare Magnat nur noch auf dem Gebrauchtmarkt erhältlich und deshalb eigentlich kein echter Wettbewerber mehr ist.

Die Bluetooth-Antenne auf der Rückseite des Das doppelt ausgeführte Lautsprecherterminal des Cambridge Audio EXA100

Eher praktisch denn wirklich audiophil: das Bluetooth-5.0-Empfangsteil (aptX, aptX-HD, SBC)

Dem Cambridge Audio EXA100 scheinen Attacke und spontane Pegelwechsel hingen etwas leichtfüßiger von der Hand zu gehen. Er tänzelt geradezu, während der Magnat bereits boxt. Letztlich eine Geschmacksfrage. Musikalisch im Flow sind sie, den erwähnten Buchardt mit eingenommen, alle drei. Auch hier mag der individuelle Geschmack den Ausschlag geben. Für mich persönlich schnürt der Cambridge Audio EXA100 unterm Strich das stimmigste Paket, präsentiert Durchzug und Punch auf eine verführerisch lässig-nonchalante Art.   

Freizügigkeit vs. Grenzkontrolle: Die Räumlichkeit

Die Bühne gelingt dem Cambridge Audio EXA100 luftig, locker-flockig und großzügig. Was insgesamt dazu führt, dass es ein wenig an Randschärfe mangelt. Man weiß also, abhängig von der gehörten Musik, mitunter nicht so genau, wo die Bühne zu den Seiten hin genau endet. Das mag man kritisieren, ich empfinde es so, dass diese Großzügigkeit zum Charakter des Verstärkers passt. Der Buchardt i150 ist hier einen Ticken „grenzkontrollierender“ und klarer, insgesamt aber nicht unbedingt realistischer. Es kommt halt wirklich darauf an, welche Musik Sie bevorzugen und ob die exakten Abmessungen der Bühne eine tragende Rolle spielen. Die Lokalisationsschärfe der einzelnen Protagonisten ist jederzeit gegeben, auch rückt die Darbietung weder zu dicht an das Auditorium heran noch wird eine zu große Distanz aufgebaut.

Die Frontpartie des Cambridge Audio EXA100

Schenkt räumlich großzügig aus: der Cambridge Audio EXA100

Von einem Vollverstärker in dieser Preisklasse kann man erwarten, dass er sich mit emsigem Eifer in dichtest verwobene musikalische Geflechte stürzt und diese fein säuberlich in einzelne Handlungsstränge aufdröselt, die sich bis in feinste Verästelungen nachvollziehen lassen. Kann man. Auch von diesem. Vielschichtige Wave-Nummern dienen mir immer gern dazu, dass Auflösungsvermögen einer Komponente zu überprüfen.

Der „Endsong“ von The Cure (Album: Songs of a lost world) hält mehrere musikalische „Handlungsstränge“ bereit, die sich zu hören lohnen. Nun müssen diese zugleich aus der Gemengelage herausgelöst werden, aber eben auch nicht so, dass der musikalische Fluss in seiner Gesamtheit ins Stocken zu geraten droht. Der klare und wohlstrukturierte „Fingerabdruck“ des Cambridge Audio EXA100 lässt mich auch in komplex verwobene Ebenen eintauchen – ohne dass es irgendwo bremsen würde. Noch feiner gelingt das nur dem teureren Symphonic Line RG14 MK5.

Billboard
Elac Vela

Test: Cambridge Audio EXA100 | Vollverstärker

  1. 1 Hey, Mr.Gentleman!
  2. 2 Cambridge Audio EXA100: Hörtest und Vergleiche

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