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Test-Fazit: Burson Audio Soloist SL MK2

Inhaltsverzeichnis

  1. 3 Test-Fazit: Burson Audio Soloist SL MK2

Der Burson Audio Soloist SL MK2 (auf Amazon ansehen) vermag mit seiner natürlichen, leicht warmen, besonders im Präsenzbereich auch etwas zurückhaltenden Wiedergabe mit vielen Kopfhörern zu gefallen. Der Wohlfühlfaktor scheint beim Australier an erster Stelle zu stehen, ohne dass dies allerdings zulasten der Detailfülle ginge. Einen gesoundet warmen Klangcharakter darf man beim Kauf aber freilich nicht erwarten, denn vom Bass über die Mitten bis hin zum Hochton scheint trotzdem nie wirklich eine Frequenz grob benachteiligt oder überbetont zu werden.

Okay, die Instrumententrennung könnte etwas akkurater, die Basswiedergabe etwas trockener geraten – aber das macht der Burson mit seinen hochauflösenden Mitten und einem fein gezeichneten Hochton wieder wett. Die leicht überlappende Darstellung der Instrumente bei Musik mit dichterer Atmosphäre hält den kompakten Australier nicht davon ab, einen glaubwürdigen Raum zu zeichnen. Mittels wohltemperiertem Timbre macht sich tatsächlich ein bisschen das Gefühl breit, man säße mit den Musikern im eigenen Wohnzimmer bei einer Privataudienz. Ein Gefühl, das man schlussendlich nicht mehr missen möchte.

Die niedrige Ausgangsimpedanz von unter 3 Ohm und der umschaltbare Gainfaktor machen den Burson Audio sehr flexibel einsetzbar und sogar für In-Ears interessant. Besitzern magnetostatischer Kopfhörermodelle bietet er zudem das gewisse Etwas: Einen Audeze LCD-2 etwa treibt er zu einer sehr lebendigen und hochauflösenden Spielweise an, die jene Leichtigkeit vermittelt, mit der Magnetostaten die Musik wiederzugeben in der Lage sind. Zusammen mit einem hochwertigen und auch preislich passenden DAC, wie zum Beispiel dem JDS-Labs The Element, erhält man ein respektables Equipment, das jedem Musikstil gewachsen scheint.

Der Burson Soloist SL MK2 zeichnet sich aus durch …

  • ein homogenes, recht ausbalanciertes Klangbild, das an den Frequenzenden weder zu dick aufträgt noch wirklich etwas vermissen lässt. Mit leicht zurückgenommenen oberen Mitten und einem etwas kräftigeren Grundton tendiert der Burson dabei eher zu einer sanfteren als zu einer vorpreschend-aggressiveren Wiedergabe. Nicht zuletzt manch hellere Kopfhörer profitieren davon.
  • eine angenehme, im Zweifel etwas mildere, aber dennoch gut akzentuierte Hochtonwiedergabe. Details werden stets gut herausgearbeitet, die Obertöne der Instrumente akkurat wiedergegeben.
  • eine nicht ganz so trockene Basswiedergabe, welche aber gut mit dem restlichen Frequenzband harmoniert.
  • eine grobdynamisch sehr saubere Spielweise. Seine Pegelreserven weiß der kompakte Verstärker aus Australien gekonnt in Szene zu setzen. Feindynamisch leistet der Burson Klassenübliches.
  • einen hohen Kanalgleichlauf. Dadurch kann auch mal leiser gehört oder dank der Gainregelung sogar zu In-Ears gegriffen werden.
  • eine Bühne, der es weder an Breite noch an Tiefe fehlt, die also im realistischen Rahmen bleibt. Instrumente und Stimmen werden souverän an der richtigen Stelle platziert. Nur bei komplexerer Orchestrierung kann die Ortungsschärfe etwas leiden.
  • eine besondere Spielfreude mit magnetostatischen Kopfhörern, allen voran den LCD-Modellen von Audeze. Aber auch mit HiFiman und Co. verträgt sich der kleine Australier gut.
  • absolut desktoptaugliche Abmessungen und eine minimalistische Eleganz.

Fakten:

  • Modell: Burson AudioSoloist SL MK2
  • Konzept: Desktop-Class-A-Kopfhörerverstärker
  • Preis: 599 Euro
  • Eingänge: zwei Paar analoge RCA-Buchsen
  • Ausgänge: 6,35-mm-Klinkenbuchse
  • Lieferumfang: Verstärker, Kaltgerätekabel, RCA-Kabel
  • Farbe: anodisiertes Aluminium in Silber
  • Maße & Gewicht: 140 x 80 x 210 mm (BxHxT), 2,5 kg
  • Sonstiges: Gainswitch
  • Garantie: 24 Monate

Vertrieb:

Higoto GmbH digital-highend
Isenbergstraße 20 | 45130 Essen
Telefon: 0201 – 8 32 58 25
eMail: info@digital-highend.com
Web: www.digital-highend.com

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Test: Burson Audio Soloist SL MK2 | Kopfhörer-Verstärker

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Über den Autor

Equipment

Digitale Quellen: D/A-Wandler: Benchmark DAC1 USB, FiiO E10 Computer/Mediaplayer: PC mit Win 7, Foobar 2000 inklusive ASIO-Plugin

Kopfhörer: Audeze LCD-2.2, AKG K550, AKG K702, Audiofly AF160, Beyerdynamic DT880 600 Ohm, Creative Aurvana Live! 2, Edifier H850, Fabs Fabulous Ears Basic Dual Driver, Focal Utopia, HiFiMAN HE-350 Massdrop Edition, KEF M100, Sennheiser x Massdrop HD 6xx (HD 650), Sennheiser HD 660S, Sennheiser HD 800 S, Shure SE215M+, Ultimate Ears UE200vi

Kopfhörerverstärker: Benchmark DAC1 USB, Burson Audio Soloist SL, FiiO E10, FiiO E17, Nuprime HPA-9

Mobiles HiFi: Cowon iAudio 7, Rockbox Sandisk Sansa Fuze V2, Sandisk Sansa Clip+, Lenovo P2 (Smartphone)

Zubehör: Sonstiges: sBooster VBus² USB-Spannungsentkoppelung

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