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Test-Fazit: Bryston B-135 SST2

Inhaltsverzeichnis

  1. 3 Test-Fazit: Bryston B-135 SST2

Klar, auch Vollverstärkern ist nach oben hin – leistungsstärker, massiver, kostspieliger – heutzutage eigentlich kein Limit gesetzt. Gleichwohl ist der komplett bestückte (DAC, Phono) Bryston für einen Integrierten schon durchaus eine Ansage, schrammt er so doch nahe an der 9.000-Euro-Grenze vorbei. „Pur“ ist er hingegen schon für 5.671 Euro zu haben.

Der Gegenwert? Ein äußerlich straight designtes No-Nonsens-Produkt, das im Inneren mit klassischen Werten wie sorgfältigem Aufbau und besonders eng tolerierten Bauteilen aufwartet.

Bryston B-135 SST2

Klanglich kann er die mit seinem Preispunkt verknüpften hohen Erwartungen erfüllen: Grundsätzlich neutral, liefert der integrierte Amp einen substanzreichen und tiefen Bass, der ihm erst nahe der Talsohle etwas nachgiebiger und weniger definiert gerät als das bei manch mächtigeren Verstärkerboliden der Fall ist. Mit farbigen, lebendigen und detaillierten Mitten – die Schokoladenseite unseren Probanden – setzt der B-135 SST2 dann richtiggehende Glanzpunkte, um sich am oberen Frequenzende schließlich von einer langzeittauglichen, dennoch detailgetreuen Seite zu zeigen.

Mit dieser Abstimmung macht Bryston klar, dass man sich in der Entwicklungsabteilung offenbar weniger an kurzfristigen Moden und Effekten orientiert, dafür aber an den Wünschen von Kunden, die mit ihrem Integrierten einfach nur lange – sowohl was die Ermüdungsfreiheit beim Hören angeht als auch die technische Zuverlässigkeit beziehungsweise lange Garantiezeit – und unkompliziert Musik hören wollen. Im Zweifelsfall über Jahrzehnte.

Das Profil des Bryston B-135 SST2:

  • „Über alles“ gehört klingt der Bryston B-135 SST2 ausgewogen und neutral.
  • Im Ernstfall stehen ihm ausreichende Kraftreserven zur Verfügung. Mehr als das Muskelspiel liegt dem Kandier aber die harmonische, genießerische Gangart.
  • Er besitzt einen tiefreichenden Bass, der es auch an Substanz nicht missen lässt. Ganz unten im Frequenzkeller ist der Bryston zwar einen Hauch weicher und runder abgestimmt, aber auch ohne den schraubstockartigen „Grip“ großer Endstufen zu entwickeln, bewahrt er hinreichend Kontrolle, selbst, wenn es etwas heftiger zugeht.
  • Die detaillierten und angenehm farbigen Mitten prädestinieren den B-135 SST2 ebenso wie der unaufdringliche, sich greller Töne enthaltende, gleichwohl detailreiche Hochtonbereich zum entspannten Langzeithören.
  • Räume zeichnet der Bryston in der Breite sehr großzügig, dringt dafür aber weniger in die Tiefen des Raumes vor. Klangkörper werden, wie es sich für einen Verstärker der gehobenen Preisklasse gehört, plastisch, griffig und dreidimensional abgebildet.
  • Der B-135 SST2 bewältigt grobdynamische Anforderungen auf einem für integrierte Verstärker recht hohen Niveau. Feindynamisch kann er durch Aufzeigen feinster Nuancen sogar noch weiter an Boden gewinnen.
  • Die Zusatzoptionen (DAC und Phono-MM) haben ihren Preis, den sie mit gutem Klang auch rechtfertigen können. Die Funktionalität (fehlender USB-Eingang sowie kein MC-Anschluss möglich) lässt Raum für Modellpflege.
  • Der Bryston wartet mit einer grundsoliden Verarbeitung auf, die sicher hier und da noch etwas Feinschliff vertragen könnte.
  • Der innere Aufbau und die Qualität der engtolerierten Bauteile muten sehr hochwertig an.
  • Mit einer zwanzig Jahre währenden Garantie ausgestattet, blicken Bryston-Besitzer ganz entspannt in die Zukunft.

Fakten:

  • Modell: Bryston B-135 SST2
  • Preis: ab 5.671 Euro
  • Konzept: Vollverstärker (Transistor) mit optionalem DAC (1.631 Euro) und Phono-Modul (996 Euro)
  • Eingänge: 6 x Cinch, 1 x Record in, 1 x Power Amp in
    DAC: jeweils 2 x S/PDIF optisch/elektrisch (ersetzt 1 x Analog-RCA) | Phono: MM
  • Analogausgänge: 1 x Preamp out, 1 x Record out, 1 x Lautsprecherterminal, 1 x 6,3-mm-Klinke Kopfhörerausgang
  • Leistung: 2 x 135 Watt/8 Ohm, 2 x 180 Watt/4 Ohm
  • Maße & Gewicht: 43,2 x 12,1 x 40,6 cm (BxHxT), 13,6 kg
  • Sonstiges: multifunktionale Fernbedienung für 488 Euro
  • Farben: Front in Schwarz oder Silber
  • Garantie: 20 Jahre, 5 Jahre für digitale Produktteile

Vertrieb:
AViTECH
Telefon: +43 (0)1 214 78-70
eMail: office@avitech.at
Web: www.avitech.at

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Test: Bryston B-135 SST2 | Vollverstärker

  1. 3 Test-Fazit: Bryston B-135 SST2

Über den Autor

Equipment

Analoge Quellen: Laufwerk: TW-Acustic Raven AC Tonarm: Analog Tools, Pyon Sound Iris SE Tonabnehmer: Dynavector XV-1S, Steinmusic Aventurin6, Lyra Titan i, Denon DL 103R Sonstiges: Plattentellermatten von Dereneville und Steinmusic

Digitale Quellen: D/A-Wandler: Abbingdon Music Research DP-777 CD-Player: Ensemble Dirondo (Laufwerk) Musikserver: Innuos Zenith Mk.II

Vollverstärker: Devialet D-Premier

Vorstufen: Hochpegel: Accustic Arts Tube Preamp II Mk.2 Phonoverstärker: Einstein The Turntables Choice

Endstufen: Dartzeel NHB-108 (Stereo), Tenor Audio 75 Wi (Monos)

Lautsprecher: Acapella La Campanella, Clockwork Event Horizon

Kabel: Lautsprecherkabel: Analog Tools Reference Serie NF-Kabel: Analog Tools Reference Serie Netzkabel: Steinmusic Highline Netzleiste: Nordost QRT QB4 und QB8 Sonstiges: Analog-Tools-Phonokabel (Reference Serie)

Zubehör: Stromfilter: Trenntrafos von Steinmusic und Moll-Audio, Furutech-Steckdose Sonstiges: AHP-Klangmodule, Steinmusic Harmonizer

Sonstiges: Racks von Copulare und Audio Lignum, Basen von Symposium Acoustics und Acapella

Größe des Hörraumes: Grundfläche: 23,4 m² Höhe: 2,64 m

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