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Testfazit: Brodmann F2

Die Brodmann F2 ist etwas Besonderes – technisch, optisch und akustisch. Das Konzept mit den seitlich montierten Tiefmitteltönern und dem Hornresonator ist außergewöhnlich, und so auch der sich daraus ergebende Look mit dem „einsamen“ Hochtöner auf der Front. Klanglich manifestiert sich das ungewöhnliche Konzept natürlich ebenfalls – genau dafür wurde es ja ersonnen.

Oberer Bereich der Brodmann F2 mit Hochtöner
Die Brodmann F2 ist technisch, optisch und klanglich etwas Besonderes

Everybody‘s Darling will die Brodmann F2 dabei gar nicht sein, so scheint es mir. Wer schiere Basspower und grobdynamische Schlagkraft sucht, wird anderswo fündig, und wer deutlich über 30 qm Wohnfläche akustisch zu versorgen hat, zieht vermutlich – je nach Pegelbedürfnis, versteht sich – andere Lösungen vor.

Brodmann-Schriftzug und Logo auf der F2

Wer der Brodmann aber das richtige Habitat bietet und überwiegend normalen Pop/Rock, vor allem aber akustisch Instrumentiertes wie Jazz, Singer-Songwriter-Sachen und Klassik auf dem musikalischen Speiseplan stehen hat, der könnte sich schnell in diese F2 verlieben. Warum? Weil die beiden zentralen Stärken der Brodmann F2 dem in die Karten spielen. Die organische und wunderbar freie Raumabbildung und das Talent, Klangfarben sehr differenziert und realistisch wiederzugeben, sorgen dafür, dass „handgemachte Musik“ sehr authentisch rüberkommt.

Steckbrief Brodmann F2:

  • Tonal sehr balanciert – im Superhochton ein Jota milder, im Tiefbass konzept- und größenbedingt nicht komplett da. Der große Rest dazwischen wirkt rechtschaffen neutral.
  • Der Bassbereich wird „halbtrocken“ serviert, was sehr gut zu akustischen Instrumenten passt. Mit Blick auf die Größe des Lautsprechers gibt’s erstaunlich viel Power im Tiefton – in der Preisklasse kann man aber mehr und tieferreichenden Bass bekommen. Beides gilt auch für die Grobdynamik.
  • Feindynamisch macht die Brodmann F2 einen tadellosen Job.
  • Mitten und Hochton sind eine homogene Einheit, echte Abweichungen von der gedachten Nulllinie sind nicht auszumachen. In den allerobersten Lagen ein wenig dezenter, wie erwähnt. Das Auflösungsvermögen ist gut und passt zur Preisliga.
  • Sehr authentisch wirkende, differenzierte Klangfarben. Da Obertonspektrum akustischer Instrumente wird ausnehmend echt rübergebracht, auch die Stimmwiedergabe profitiert hiervon. Eine Stärke!
  • Als solche geht auch die Raumdarstellung durch: Statt eines „Fensters zur Musik“ steht die Musik frei im Raum, die Brodmann F2 transportiert den Aufnahmeort ins Hörzimmer. Die Bühne startet in der Regel bei der Stereobasis, ihre Dimensionen wirken realistisch – weder kompakt noch ausufernd.
  • Erstaunlich gute Lokalisationsschärfe für ein Konzept, das mit höherem Anteil an Diffusschall arbeitet. Stimmen und Instrumente besitzen eindeutige Adressen, ihre Randeinfassung wirkt dabei eher rund-organisch als messerscharf. Das dürfte gewollt sein und entspricht der Klangphilosophie.
  • Tolle Verarbeitung. Die F2 wirkt nicht wie ein schlichter Lautsprecher, sondern eher wie ein edles Möbelstück.

Fakten:

  • Modell: Brodmann F2
  • Kategorie: Zweiwege-Standlautsprecher
  • Preis: 10.000 Euro
  • Abmessungen und Gewicht: 1112 x 216 x 275 mm (H×B×T), 19 kg/Stück
  • Nennimpedanz: 8 Ohm
  • Sonstiges: Seitlich montierte Tiefmitteltöner, Hornresonator für den Bassbereich
  • Garantie: 2 Jahre

Kontakt

Audio Agency
Kölner Straße 46
41464 Neuss

Telefon: +49 (0) 2131 8852 444
E-Mail: info@audio-agency.net
Web: https://audio-agency.net/

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    Über die Autorin / den Autor

    Profilbild von Ralph Werner Ralph Werner

    Equipment

    • Analoge Quellen:
      • Festplatte: SME Model 15
      • Tonarm: SME 309
      • Tonabnehmer: MC: Denon DL-103R, Dynavector DV-20X2 H, Transrotor Figaro; MM: Shelter 201
      • Sonstiges: Flux-HiFi (Nadelreiniger), Stack Audio Serene Mat & Stabiliser, VPI HW-16.5 (Plattenwaschmaschine)
    • Digitale Quellen:
      • D/A-Wandler: Rockna Wavelight+
      • Musikserver: Antipodes K22 G4
      • Computer/Mediaplayer: Software: MinimServer/MPD mit JPLAY-App, Squeeze-Server/Player mit Material/iPENG, Roon
      • Sonstiges: Network Acoustics Eno2 (Ethernet-Filter), Pink Faun LAN Isolator, Silent Angel Bonn N8 (Switch)
    • Vorstufen:
      • Hochpegel: Electrocompaniet EC 4.8 MKII
      • Phonoverstärker: BMC Audio MCCI Signature ULN
    • Endstufen:
      • Electrocompaniet AW 800 M
    • Lautsprecher:
      • Acapella High BassoNobile MK2
    • Kopfhörer:
      • Audeze LCD-2, Beyerdynamic DT-990, Sennheiser HD 800 S, Sony MDR-1000X, Teufel Supreme In
    • All-In-One:
      • Ruark Audio R4
    • Kabel:
      • Lautsprecherkabel: Dyrholm Audio Phoenix
      • NF-Kabel: Dyrholm Audio Phoenix XLR & Cinch, Boaacoustic Blueberry Signal.xlr, Vovox und andere
      • Digitalkabel: Audioquest Cinnamon (Toslink), Audioquest Vodka 48 (HDMI/I2S), Boaacoustic Silver Digital Xeno (USB), fis Audio Magic (LAN-Kabel), Wireworld Series 7 Starlight Gold (S/PDIF koaxial)
      • Netzkabel: fis Audio Blackmagic, fis Audio Studioline
      • Netzleiste: fis Audio Blackmagic
    • Rack:
      • Creaktiv Trend 3 (Rack) auf bFly Audio b.DISC (Spikeaufnahmen) stehend, Stack Audio Auva EQ (Geräte-Entkopplungsfüße)
    • Zubehör:
      • Audes ST-3000 Power Conditioner (Trenntrafo)
    • Größe des Hörraumes:
      • Grundfläche: 40 m²
      • Höhe: 2,45 m