Test: Brinkmann Nyquist ONE | D/A-Wandler, Netzwerk-Player
Freie Sicht
von Ralph Werner
Im Test: Brinkmann Nyquist ONE | Streaming-DAC
UVP zum Testzeitpunkt: 19.990 Euro
Auf dem Digitalmodul des Nyquist ONE, dem neuen D/A-Wandler von Brinkmann Audio, steht gut lesbar „Analogue DA-Converter“ – und das darf wohl in mehrerlei Hinsicht gedeutet werden: Einerseits als klangliches Versprechen, andererseits als so eine Art Brücke zur Firmengeschichte. Zwar kam der erste DAC des Unternehmens schon vor 40 Jahren heraus, aber Audiophile kennen und schätzen doch vor allem die analogen Laufwerke, Tonarme und Verstärker des baden-württembergischen Herstellers. Und vielleicht steckt in dieser Aussage auch noch ein technischer Hinweis, sind die analogen Schaltungen eines DACs doch genauso klangentscheidend wie die digitalen – und letztere konvertieren im Grunde auch nur rechteckige, analoge Spannungsstufen in ein dem ursprünglichen Musiksignal maximal ähnliches Analogsignal.
Wie dem auch sei, der Nyquist ONE ist jedenfalls der neue „analoge Digitalo“ im Brinkmann-Line-up. Er wurde zur High End 2025 vorgestellt und basiert auf dem ursprünglichen Nyquist, der 2016 auf den Markt kam. Der Neue hat freilich nicht nur das in 2018 aktualisierte Digitalmodul an Bord – für 800 Euro lässt sich die erste Nyquist-Version aufs MKII-Niveau upgraden –, die analogen Schaltkreise und die Stromversorgung wurden gründlich überarbeitet, und dieser Entwicklungsschritt lässt sich (leider) nicht nachrüsten. Schauen wir uns den Nyquist ONE einmal genauer an.

Das Digitalmodul
Wie schon erwähnt, geschieht die eigentliche Wandlung im Brinkmann Nyquist ONE in einem dedizierten Modul, das sich austauschen lässt. Tatsächlich findet man in der Bedienungsanleitung des Streaming-DACs ein kleines, bebildertes „How-to“ für den Fall der Fälle – der dann eintreten mag, wenn technischer Fortschritt eine Überholung der Digital-Schaltkreise geboten erscheinen lässt. So ein modularer Ansatz ist ein echter Vorteil, vor allem bei einem Gerät dieser Preisklasse, sorgt er doch für höhere Investitionssicherheit.

Integraler Bestandteil des Moduls sind die Digitaleingänge – USB, Toslink, AES/EBU, S/PDIF koaxial sowie der LAN-Port des Streamingmoduls –, die Clocks und natürlich die eigentlichen Wandler. Ja, Plural, denn zum einen erfolgt die Konvertierung der Digitalsignale getrennt nach PCM- und DSD-Format: Letzteres geschieht mit einem proprietären, diskreten 1-Bit-Wandler, was seinen Grund darin hat, dass gängige DAC-Chips DSD-Signale ins PCM-Format wandeln und damit klanglich degradieren würden, so Matthias Lück, der den Digitalpart des Brinkmann-DAC entwickelt hat. Zum anderen sind für die PCM-Signale gleich zwei ES9018S am Start – sicherlich nicht der neueste Chip von ESS, doch einer, der viele Vorteile biete, so Lück weiter. O-Ton: „Die Wahl des DAC-Chips wird für den Klang in der Regel überbewertet. Sicher hat er einen Einfluss, der ist aber nicht größer als der der Komponenten in der Spannungsreglung oder des Analogfilters etc. Die Wahl fiel auf diesen Chip, weil er sehr viele der Stromversorgungsleitungen der internen Komponenten nach außen führt und so für Optimierungen zugänglich macht. Außerdem lassen sich sämtliche Filter und Signalverarbeitungen ausschalten, sodass man seine eigenen Digitalfilter verwenden kann, was wir tun.“
In unmittelbarer Nähe der Wandler versehen zwei hochpräzise Oszillatoren/Clocks ihren Dienst, um eine Jitter-minimale Konvertierung zu ermöglichen; die Digitalfilter sind, wie anklang, Eigengewächse, die auf separaten Prozessoren laufen, welche mehr Rechenkapazität bereitstellen als Wandler-Chips es können – und zudem „customized“ wurden, sodass sie optimal mit der externen Analogfilterung außerhalb des Digitalmoduls zusammenarbeiten.
Hauptsache Analog
Bei den Analogfiltern, die noch verbliebene hochfrequente Samplinganteile aus dem Signal heraussieben, handelt es sich um speziell nach Brinkmann-Spezifikationen gefertigte Übertrager des schwedischen Herstellers Lundahl. Eine solche Filterung sei zwar deutlich aufwendiger und teurer als übliche Schaltungen mit Kondensatoren, so Lück, aber eben auch klanglich überlegen.

Die Lundahl-Übertrager „füttern“ in Folge eine vollsymmetrische Hybrid-Schaltung mit Röhren in der Ausgangsstufe. Bei den Röhren handelt sich um die NOS-Telefunken-Type PCF803, eine Verbundröhre, die Triode und Pentode kombiniert, primär in Fernsehgeräten der 1960er Jahre im Einsatz war, aber eben auch audiophile Meriten besitzen soll, wenn man Brinkmann fragt. (Oder, nebenbei bemerkt, Frank Blöhbaum, der sie in der Vorstufe Vincent SA-T7 Diamond ebenfalls einsetzt.) Die Lebensdauer der PCF803 wird als sehr hoch eingeschätzt, das könnten gut und gerne zehn Jahre und mehr sein, je nach Nutzungsintensität, und wenn doch einmal ein Austausch ratsam scheint: Brinkmann Audio hält für seine Kunden einen großen Lagerbestand dieser New-Old-Stock-Ware bereit.

Was neu ist
Für den neuen Streaming-DAC Brinkmann Nyquist ONE wurde das Platinendesign grundsätzlich überarbeitet. Es zeichne sich durch eine in wesentlichen Punkten verbesserte Masseführung aus, was zu einem nochmals besseren Signal-Rausch-Verhältnis und Jitter-Reduktion geführt habe, so Lück. Hierauf zahle auch die neu konzipierte Stromversorgung ein: Der grundsätzliche Aufbau mit einem im separaten Gehäuse ausgelagerten Trafo, von dem der Nyquist ONE über ein 7-poliges Kabel versorgt wird, ist geblieben. Neu ist aber, dass die gesammelten Erfahrungen mit dem Brinkmann-Röhrennetzteil „RöNt“ – das seit 1995 weiterentwickelt wird und bei den Plattenspielerantrieben des Hauses Verwendung findet – sowie die jüngsten mit dem in 2024 eingeführten Transistornetzteil „TraNt“ nun vollständig in das Design des Nyquist ONE eingeflossen seien.

Worin die nun aber genau bestehen, darüber lässt man sich bei Brinkmann nicht groß aus, wie man auch die Frage nach den Eckwerten von Trafo und Siebkapazität geschmeidig ausweichend, aber doch sehr richtig mit „Es müssen die richtigen Typen Kondensatoren mit den richtigen Werten an der richtigen Stelle sein“ beantwortet … Bei Brinkmann Audio setze man auf Präzision, allein im aktuellen Digitalmodul arbeiteten nun zwölf statt elf diskret aufgebaute Spannungsregler, so Lück, und nicht zuletzt durch diesen einen zusätzlichen Spannungsregler des überarbeiteten Netzteilbereichs erreiche man eine noch bessere Entkopplung des DAC-Takts vom Rest der Schaltung, was insbesondere bei USB- und Ethernet-Wiedergabe zu geringerem Jitter führe. So etwas bringe den Streaming-DAC klanglich voran, nicht hohe Werte um ihrer selbst willen.
Brinkmann Nyquist ONE: Hörtest und Vergleiche

Das passiert mir in letzter Zeit öfter: Man surft während des Test-Hörparcours durch seine Playlists und Standardtracks, notiert hier und da Verbesserungen oder Richtungsänderungen, so peu à peu schält sich ein Bild von der Komponente heraus – was sie kann, wofür sie steht –, und dann stolpert man über einen Song, der die abgeklärte Tester-Routine aus dem Tritt bringt, da sich hier die vorgeblich kleinen Gewinne nicht nur einfach zu addieren scheinen, sondern ein regelrecht neues Niveau ergeben. Seit ich Scout Nibletts „Gun“ über den Brinkmann gehört habe, kommt mir mein geschätzter D/A-Wandler Rockna Wavelight jedenfalls ein wenig profan vor – und der Einwand, dass der nicht einmal ein Drittel des Brinkmann kostet, ist einerseits richtig, tröstet mich andererseits aber auch nicht wirklich. Ich komme später darauf zurück.

Richtungsänderung
Doch zunächst einmal: Ja, auch tonal ändert sich bei mir etwas mit dem Brinkmann Nyquist ONE – zumindest relativ. Während der kleine Rockna im Bass ein wenig drauflegt und auch sein sehr großer Bruder Wavedream Reference Signature (26.490 Euro) in diesem Bereich zwar weniger, aber letztlich doch etwas mehr Gas gibt, segelt der Brinkmann nach meinen Gefühl komplett linear durch den Frequenzschrieb. Zwar ist Neutralität für einen DAC im Grunde nichts Besonderes, doch so mancher Edel-Wandler gönnt sich gerne mal etwas mehr Substanz untenrum – nicht nur die beiden genannten Rocknas, auch ein Aqua Formula xHD Rev. 2 (aktuell circa 15.000 Euro) und erst recht der Ideon Audio Eos DAC (9.900 Euro) treten zum Beispiel ein wenig kräftiger auf. Der Brinkmann nicht.


Macht ihn das zur Spaßbremse? Mitnichten. Das Gegenteil ist der Fall: Zum einen heißt „neutral“ nicht „schlank“, der Nyquist ONE kann ordentlich zulangen, wenn es gefordert ist – zum anderen besitzt er eine derart famose Tieftonqualität, dass breites Grinsen im Auditorium garantiert ist. Inspiriert vom Kollegen Salmutter spiele ich Halestorms „Everest“: Schon die Auftakt-Attacke mit E-Gitarre und mächtigen Drums macht klar, dass die Bassdynamik des Brinkmann so einiges – und auch die des Rockna Wavelight – klar hinter sich lässt; das kommt zwar mit etwas weniger Gesamtwumms, aber härter und plötzlicher mit ihm rüber, und die tiefen Gitarrenriffs wirken nun um einiges strukturierter, informativer.
So auch bei Just Mustards „Pollyanna“: Das tiefe, fiese Feedback wirkt, ich muss es so deutlich sagen, einfach weniger vermatscht und gestaucht; es ist, als ob der Nyquist ONE ein paar (tiefe) Frequenzen mehr kennt und sie deshalb differenzierter auf einer breitbandigeren Skala vortragen kann. „Klasse statt Masse“, lautet die Devise, und die macht sich bei akustischen Instrumenten wie Kontrabass und Cello eher noch mehr bezahlt. Texturen, Schwebungen und Resonanzen versinken nicht im gemütlich-warmen Bass-Humusboden, sondern werden wie selbstverständlich nachgezeichnet, als wäre das nix – was dafür sorgt, dass die Illusion, näher an der Musik dran zu sein, müheloser gelingt.

„Unfairer Vergleich!“, höre ich Sie einwenden? Stimmt natürlich. Dass der Rockna Wavelight nicht wirklich mithalten kann, das muss so sein bei diesem Preisunterschied – ja, umgekehrt, man sollte es als großes Lob für den kleinen Rumänen lesen, dass er für ein Drittel des Kurses so viel zuwege bringt. Ich wüsste allerdings auch nicht zu sagen, was der um ein Drittel teurere Wavedream Reference Signature in Sachen Bassqualität nun mehr böte. Qualitativ befindet er sich mit dem Nyquist ONE auf Augenhöhe, wobei das Rockna-Flaggschiff etwas kräftiger aufträgt, während der Brinkmann-DAC bei der reinen Lehre bleibt. Das ist Geschmackssache.

Gewinne
Der Brinkmann weiß, was er will: Nichts schmeckt vor, nichts fehlt. Besagte Neutralität herrscht auch im Mitten- und Hochtonband. Beim Nyquist ONE geht es also nicht um vermeintlich klug abgestimmte tonale Mischungsverhältnisse – er will sich vielmehr nicht einmischen –, sondern um qualitative Gewinne in den Bereichen Auflösung, Raumdarstellung und Impulswiedergabe.
Natürlich lassen sich diese Punkte nicht immer ganz so sauber trennen, gerade bei einem „Großthema“ wie der Auflösung fällt es schwer, und natürlich liegt es auch am musikalischen Programm, worauf man nun mehr achtet und den Fokus legt. So kommen mir die Anschläge aufs Glockenspiel bei Björks „Frosti“ etwas klarer, punktgenauer vor, wenn der Brinkmann das Signal wandelt, der wesentlichere Unterschied scheint mir hier aber beim Verklingen zu liegen: Das Sustain/Decay wird einfach noch länger verfolgt, so als würden die ganz, ganz leisen Signalanteile erst später unter den Rauschteppich gekehrt, salopp gesagt. Oder anders formuliert: Der Hintergrund wirkt schwärzer, weshalb sich kleine und kleinste Signale klarer abheben können – klarer als mit D/A-Wandlern, die weniger aufwendig und auflösend sind. Bei Klaviermusik hingegen liegen die klanglichen Gewinne gleichmäßiger „auf beiden Seiten der Hüllkurve“: Der Anschlag kommt präziser und im positiven Sinne härter, was ich als Ausweis einer überlegenen Feindynamik und Impulswiedergabe nehme – und das Ausklingen der Saiten wird wieder akkurater nachverfolgt, hörbar beispielsweise daran, das leise Schwebungen und Resonanzen deutlicher nachgezeichnet werden.

So war denn mein erster Eindruck vom Brinkmann Nyquist ONE, dass er im Grunde das gleiche Bild mit einem Satz feinerer Pinsel malt. Ich bin ja schon Gutes gewohnt, zugleich aber wohl doch einen etwas breiteren Strich, mit dem offenbar ein paar Details links und rechts des Weges untergehen. Je gröber die Pinsel, desto eher verschiebt sich der Fokus der Aufmerksamkeit – um im Bild zu bleiben – auf die „Farbkomposition“ als Ganzes, während man bei mit feinem Strich Porträtiertem zusätzlich die Chance hat, Texturen, Details, Feinheiten leichter ausmachen zu können. Deshalb mag ich Komponenten, die eine hohe Auflösung bieten: Sie ermöglichen es, Klang und Musik differenzierter wahrzunehmen, Tonalität ist doch nur eine Dimension.
Wie auch immer, das Stichwort „differenziert“ ist jedenfalls auch das, was mir bei der Raumdarstellung in den Sinn kommt. Der Brinkmann spielt weitläufiger auf als ich es gewohnt bin, nicht in der Breite, aber in der Tiefe, die jetzt gefühlt doppelt so weit nach hinten reicht. Zudem gerät ihm die Abbildung von Stimmen und Instrumenten a) kompakter, b) randschärfer und c) mit mehr plastischer Tiefe, sprich die einzelnen Klänge wirken 3-D-hafter, wenn er am Ruder ist. Der große Rockna Wavedream Reference Signature toppt das nur wenig. Auffälliger an ihm ist vielmehr, dass er mit der Bühne etwas näher an den Hörer herankommt, sodass die Vorne-Hinten-Ausdehnung tatsächlich noch üppiger ausfällt. Der Brinkmann bleibt hier, wie beim Tonalen, bei der „reinen Lehre“, marschiert also nicht per se nach vorne, sondern projiziert je nach Aufnahme Unterschiedliches in den Raum: weilläufig oder kammermusikalisch, front-row oder laid-back, das entscheidet bei ihm die Produktion, nicht er selbst.

Stets zu erleben ist aber dieser tiefschwarze Hintergrund, diese absolute Ruhe „zwischen den Klängen“, die für eine ausnehmend klare und transparente Staffelung der Bühne sorgt, in der nichts verschwimmt oder fuzzy bleibt, wenn denn die Aufnahme etwas taugt. Und besagte „Schwärze“ ist wahrscheinlich auch der Grund für ein weiteres interessantes Phänomen, das ich so von günstigeren DACs wie meinem Wavelight jedenfalls nicht kenne: Mit dem erscheint der Raum quasi mehr oder weniger zeitgleich mit den Klängen – mit dem Brinkmann hingegen hat man das Gefühl, dass der Aufnahmeraum immer schon da ist, auch dann, wenn die Musiker noch nicht auf der imaginären Bühne stehen. Meine Vermutung ist, dass hierfür sehr leise Raumhallanteile verantwortlich sind, die mit dem Nyquist ONE nicht „im Grau des Hintergrunds“ verschwimmen, sondern klarer rüberkommen, wodurch die Illusion leichter gelingt.
Wenn alles zusammenkommt
Zurück auf Anfang und damit zu Scout Nibletts letztem Album It’s Up to Emma von 2013 und dessen Opener „Gun“: Eine kleine Rachephantasie in wenigen Noten, sparsamst instrumentiert, lediglich mit E-Gitarre und Drumset, mit dynamischen Ausbrüchen und einem sehr intensiven Gesang, der an die frühe PJ Harvey erinnert – es hört sich fast so an, als wäre diese minimalistisch-rohe Nummer in einem Take eingespielt werden, sehr unmittelbar, auch wenn das Album von Niblett selbst und nicht von Steve Albini produziert wurde, wie einige andere zuvor. Kurz und gut: großartiger Song.
Nun könnte man vermuten, dass die rohe Lo-Fi-Ästhetik des Stücks von gediegenem High-End-Equipment nur mäßig profitiert – doch dem würde ich vehement widersprechen wollen, nachdem ich es mit dem Brinkmann Nyquist ONE gehört habe. Hier kommen alle Tugenden des Edel-DACs kongenial zusammen.

Zunächst einmal ist wieder dieser Raum „da“, das Gefühl, das Aufnahmesetting auch dann hören zu können, wenn kein Ton spielt – natürlich eine Illusion, aber eine schöne! Das Ver- und Ausklingen von Drum-Schlägen und Gitarrenriffs in diesem Raum wirkt klarer und wird länger nachverfolgt, als ich es gemeinhin erleben darf, und apropos „Schläge“: Dynamisch ist das auch eine anderer Liga. Nicht durch schiere Masse und Wucht im Tiefton – dafür ist der Brinkmann zu neutral unterwegs –, sondern durch Transientenschärfe und -härte: Drums explodieren regelrecht in den Raum. Und dann die Stimmwiedergabe: klarer, präziser gefasst, weniger breit als sonst oft, vielmehr auf den Punkt und plastisch, mit wunderbarer Binnendynamik. Ja, sogar das Gitarren-Feedback profitiert von der hohen Auflösung, ganz entgegen dem Klischee von „kalter Analytik“ wird nämlich gerade durch den Röntgenblick auf den Sound die Unmittelbarkeit, die Gegenwart des Instruments und seines Klangs heraufbeschworen. Ja, vielleicht ist das die zentrale Tugend des Brinkmann: Er schafft eine fast schon radikale Unmittelbarkeit zum musikalischen Geschehen, wo andere etwas weicher, ferner, diffuser, „höflicher“ reproduzieren. Große Klasse durch viele Kleinigkeiten, wenn Sie so wollen.
PREMIUM-HÄNDLER, die Brinkmann führen
Leserbrief
