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Inhaltsverzeichnis

  1. 1 Euphonische Evolution
  2. 2 Bowers & Wilkins PX7 S2: Klangtest & Vergleiche

Im Spätsommer und Herbst 2022 entfachte Bowers & Wilkins ein regelrechtes Feuerwerk an Produktneuerungen: Neben Lautsprechern der neuen 700er-Serie in dritter Generation wurden unter anderem auch zwei neue Kopfhörer der PX-Serie vorgestellt – der PX7 S2 und der PX8. Bei beiden handelt es sich um kabellose Bluetooth-Kopfhörer, wobei der PX8 die neue „Speerspitze“ der Bluetooth-Kopfhörer bei B&W darstellt und der PX7 S2 eine Weiterentwicklung des Modells von 2019 ist. Und genau um den B&W PX7 S2 (429 Euro | www.bowerswilkins.com/de-de/), den günstigeren der beiden Over-Ears, soll es in diesem Testbericht gehen.

Unboxing, Verarbeitung & Hardware

Der Bowers & Wilkins PX7 S2 kommt in einer schlicht gehaltenen, weißen Umverpackung mit einem Bild des Kopfhörers an der Front und den technischen Highlights auf der Rückseite. Noch minimalistischer gestaltet sich die – bis auf den Bowers-&-Wilkins-Schriftzug auf dem Deckel – nahezu reinweiße Verpackung.

Das Transportcase des Bowers & Wilkins Px7 S2 von innen

Das Innere der Transortbox des Bowers & Wilkins PX7 S2 ist nun in Weiß gehalten

Im Inneren befindet sich die schwarze, mit Stoff überzogene Transportbox, in der der B&W PX7 S2 zusammen mit Zubehör wie einem USB-C-Kabel sowie einem analogen USB-C-zu-3,5-Millimeter-Stereo-Klinken-Kabel Platz findet. Das im Gegensatz zum Vorgänger des PX7 S2 nun samtig-weiße Innenmaterial der Transportbox dürfte Staub und eventuelle Verunreinigungen wohl wesentlich schneller sichtbar machen.

Der B&W PX7 S2 selbst unterscheidet sich bis auf die verfügbaren Farben äußerlich nur unwesentlich vom Vorgängerkopfhörer PX7. Die neue Iteration ist in den Farben Schwarz mit silbernem Ring, Blau mit goldfarbenem Ring und einem sehr hellen Grau mit silbernem Ring verfügbar. Statt der bis an den Rand der metallenen Ear-Cups gezogenen, seitlichen Stoffummantelung hat man sich beim PX7 S2 wieder stärker am Ursprungs-PX-Design mit der Stufe zwischen Stoff und Metall orientiert. Somit ist auch das Scharnier des Kopfbügels wieder am Metall-Teil der Hörmuscheln angebracht. Im Gegensatz zum Vorgängermodell wurden die Enden des Kopfbügels aus Kunststoff gefertigt, was den Kopfhörer aber keineswegs weniger stabil beziehungsweise langlebig machen dürfte. Insgesamt ist die Verarbeitungsqualität der neuen PX7 S2 abermals top-notch.

Rück- und Vorderseite der Ohrmuscheln des Bowers & Wilkins Px7 S2

Die Ohrpolster des Bowers & Wilkins PX7 S2 sind mit Nappa-Leder bezogen, der Tragekomfort hat sich gegenüber dem Vorgängermodell weiter verbessert

Eine Aufwertung gegenüber dem Ursprungs-PX7 erfuhr der S2 bei der Materialwahl der Ohrpolster. Musste beim „alten“ Modell noch Kunstleder für den Überzug der Memory-Foam-Pads herhalten, entschied man sich beim B&W PX7 S2 für ein sehr weiches und hautfeundliches Nappa-Leder, welches auch beim teureren PX8 Verwendung findet. Der ohnehin schon sehr hohe Tragekomfort des B&W PX7 aus erster Generation ist durch die nochmals weicheren Leder-Pads weiter verbessert worden. Ein mehrstündiges Tragen des PX7 S2 ist somit auch für Brillenträger wie mich kein Problem.

Seitlich an den Kopfhörer-Muscheln befinden sich wie schon beim PX7 der ersten Generation die physischen Tasten zur Musik- und Gesprächssteuerung. Dabei ist auf der linken Seite ein einzelner Knopf zum Wechseln zwischen den einzelnen Geräuschunterdrückungs-Modi (Ambient, NC off und NC on) vorhanden. An der rechten Seite befinden sich die restlichen Tasten wie die zur Lautstärkeregelung, zur Gesprächsannahme und zum Trackskippen. Die USB-C Buchse, mit der der PX7 S2 aufgeladen wird und die gleichzeitig als Verbindung zu digitalen Quellgeräten wie PCs, Smartphones oder DAPs (Digital Audio Player) mit externer DAC-Unterstützung dient, findet sich hier ebenfalls. Der Bowers & Wilkins PX7 S2 wird einfach als „Soundkarte“ erkannt und kann via Plug n’ Play zum Musikhören genutzt werden.

USB-Schnittstelle und Taster am Bowers & Wilkins Px7 S2

Neben der USB-C-Schnittstelle des B&W PX7 S2 finden sich die Taster zur Lautstärkeregelung, Gesprächsannahme und zum Trackskippen

Insgesamt besitzt der B&W PX7 S2 wie sein Vorgänger sechs Mikrofone – zwei für die unterbrechungsfreie Telefonie und ganze vier zur effektiven Geräuschunterdrückung. Die Gesprächsqualität ist auf hohem und klarem Niveau, so wie das schon beim PX7 der Fall war.

Herzstück der drahtlosen Kopfhörer von Bowers und Wilkins sind die neu entwickelten 40-Millimeter-Treiber aus Bio-Zellulose. Diese sind für eine optimale Schallweiterleitung zum Ohr leicht angewinkelt und sollen so für eine optimale Schallführung sorgen.

Reichweiten- und konditionsstark: Bluetooth & Akku

Der Bowers & Wilkins PX7 S2 ist ein waschechter Bluetooth-Kopfhörer und unterstützt eine dementsprechend breite Palette an Codecs. Neben dem altbekannten SBC und AAC hat der PX7 S2 auch wieder die vom Vorgänger bekannten Qualcomm-Technologien aptX (352 kbit/s), aptX HD (576 kbit/s) und aptX adaptive an Bord. Leider muss der Käufer weiterhin auf den höher auflösenden LDAC-Codec (990 kbit/s) verzichten. Schade, auch da der von Sony entwickelte Audio-Codec mittlerweile von nahezu jedem neueren Android-Smartphone zumindest softwareseitig unterstützt wird.

Der Bowers & Wilkins Px7 S2 auf seinem Case

Der Bowers & Wilkins PX7 S2 lässt sich auch per Kabel betreiben, und zwar sowohl digital wie analog

Nichtsdestotrotz stellt sich der B&W PX7 S2 als der bisher reichweitenstärkste Bluetooth-Kopfhörer in meiner Test-Historie dar. 15 Meter Luftlinie zwischen Sender und Empfänger ohne Verbindungsabbrüche sind locker möglich. Vermutlich ist das mitunter ein Verdienst des neueren Bluetooth-5.2-Standards, der im Vergleich zur Version 5.0 an Übertragungsstabilität und -reichweite gewonnen haben soll. Nichtsdestotrotz eine Topleistung!

Neben dem Aufladen des Kopfhörers über das mitgelieferte USB-C Kabel kann selbiges wie erwähnt auch als Verbindung zwischen PC/Laptop oder Smartphone zum Musikhören dienen, der Bowers & Wilkins PX7 S2 fungiert dann als externer DAC. Das Aufladen ist übrigens nur selten vonnöten, hält der B&W PX7 S2 doch tatsächlich nahezu eine gesamte Arbeitswoche durch. Und wenn er dann doch einmal ans Ladekabel muss, sollen laut Hersteller schon 15 Minuten für bis zu sieben Stunden Musikgenuss ausreichen. Exakt sieben Stunden konnte der B&W-Hörer bei meinen Versuchen nach kurzem Laden zwar nicht erreichen, ein längerer Musikabend sollte gleichwohl locker drin sein.

Der Bowers & Wilkins Px7 S2 von der Seite

Mittels des ebenfalls im Lieferumfang enthaltenen 3,5-Millimeter-Klinke-zu-USB-C-Adapters kann der Kopfhörer auch an Audiogeräten ohne Bluetooth-Sender beziehungsweise Digitalausgang betrieben werden. Wie gehabt muss der PX7 S2 dafür eingeschaltet bleiben, da das analoge Signal intern einer digitalen Verarbeitung unterliegt und mithin eine AD/DA-Wandlung stattfindet. Durch die doppelte Wandlung ist mit geringen Qualitätseinbußen zu rechnen: In praxi schlägt sich das in einer etwas schwammigeren Bass- und weniger exakten Hochtonwiedergabe nieder, allerdings ist das natürlich auch stark vom Quellgerät abhängig.

Die Muscheln des Bowers & Wilkins Px7 S2 von unten

Das ANC des Bowers & Wilkins PX7 S2

Gegenüber dem Vorgängermodell gestrichen wurde die Zwischenstufe mit nicht ganz so starkem Noise Cancelling, was zwar die Einstellmöglichkeiten geringfügig schmälert, aber beim Durchschalten der NC-Modi einen Tastendruck weniger vonnöten macht. Die Außengeräuschdämpfung darf besonders für Frequenzen unterhalb des Hochtons als respektabel gelten. Vermochte der PX7 in erster Generation noch nicht ganz an die Top-ANC-Performance eines Bose Quiet Comfort oder Sony WH-1000XM4 heranzureichen, muss sich der Bowers & Wilkins PX7 S2 keinesfalls vor der starken Konkurrenz verstecken. Die Klangsignatur ändert sich zwischen ein- und ausgeschaltetem ANC übrigens auch beim neuen PX7 S2 nicht. Nicht jeder Hersteller schafft das, wie ich etwa beim Beyerdynamic Lagoon ANC bemerkte.

App geht’s …

Für die beiden neuen Bluetooth-Kopfhörer PX7 S2 und PX8 steht eine neue App für Android und iOS zur Verfügung – die alte B&W-App, ebenfalls noch im APP- beziehungsweise Play-Store erhältlich, ist mit den neuen Kopfhörermodellen nicht mehr kompatibel. Die auf den Namen „Music | Bowers & Wilkins“ lautende Applikation wurde ursprünglich für die Formation-Serie (siehe Test B&W Formation Duo und Test B&W Formation Wedge) des englischen Herstellers entwickelt, vermag aber ebenso mit den beiden Bluetooth-Kopfhörern PX7 S2 und PX8 zu kommunizieren. Der Vorteil ist, dass man so nur eine App für ein komplettes Wireless-Setup von Bowers & Wilkins benötigt. Nachteilig hingegen wirkt sich das – zumindest zum Zeitpunkt des Schreibens dieser Zeilen – auf den Funktionsumfang und die Einstellmöglichkeiten für die Kopfhörer aus.

Die App des Bowers & Wilkins Px7 S2

Die Klangregelung der App des Bowers & Wilkins Px7 S2 und die Auswahl der integrierten Streamingdienste

Direkt im Hauptmenü der App sind zuoberst die Buttons „Noise-Cancelling“, „Umgebungsdurchschaltung“ und „Aus“ für die Steuerung der Geräuschunterdrückung platziert. Darunter kann zwischen den einzelnen bereits im Profil gespeicherten Bluetooth-Geräten direkt hin- und hergeschaltet werden.

Tippt man auf die Schaltfläche „Klangregelung“ wird ein Menü mit den Einstellmöglichkeiten des jeweils verbundenen Geräts angezeigt – in diesem Fall der B&W PX7 S2. Neben der Akku-Anzeige und der „Umgebungsgeräusch Kontrolle“ wurde ein eher simpler 2-Band-Equalizer zur Höhen- und Bassregelung implementiert. Hier bieten Apps anderer Hersteller von Bluetooth-Kopfhörern mehr Möglichkeiten, wie zum Beispiel Beyerdynamic mit dem integrierten 5-Band-Equalizer und der individuellen automatischen Klanganpassung für den Lagoon ANC. Der linken Taste am Kopfhörer, die normalerweise zum Ein- und Ausschalten des Noise Cancellings dient, kann man alternativ die Aktivierung des Sprachassistenten zuweisen. In meinem Fall ist das Google Assistant am Android-Smartphone. Das auf 15 Minuten fixierte Auto-Standby kann genauso deaktiviert werden, wie der Tragesensor, der die Musik beim Anheben einer Ohrmuschel automatisch pausieren lässt.

Das Kopfband des Bowers & Wilkins Px7 S2 von außen

Neu und durchaus nicht unpraktisch ist die Integration verschiedener Musik-Streamingdienste, die nach Einrichtung direkt über die Bowers & Wilkins App gesteuert werden können: Derzeit stehen Tidal, Qobuz und Deezer zur Auswahl. Vor allem Abonnenten von zwei oder mehr Streamingdiensten kommt das zugute.

Insgesamt hätte ich mir persönlich einen breiteren Funktionsumfang bei den Klangeinstellungen gewünscht. Doch benötigt der Bowers & Wilkins PX7 S2 überhaupt solche Manipulationsmöglichkeiten?

Bowers & Wilkins PX7 S2: Klangtest & Vergleiche

Der Bowers & Wilkins Px7 S2 am Smartphone

Michael Wollny OsloBei den ersten Takten von „Farbenlehre“ des deutschen Ausnahme-Jazz-Pianisten Michael Wollny (Album: Oslo; auf Amazon anhören) zeigt sich, dass der Hochton des B&W PX7 S2 mit einer tadellosen Detailfülle aufwartet. Im Vergleich zu den angrenzenden oberen Mitten/Präsenzen wirkt er zwar minimal angehoben, gibt sich dank des detaillierten, sauberen Auftretens dennoch langzeittauglich. Der Anschlag von Hi-Hats und Becken vollzieht sich angenehm feinfühlig. Der zu frühe Ausklang von Schlagzeug- und Klavierimpulsen, wie teilweise beim älteren PX7 hörbar, wurde ganz offenbar „korrigiert“. Die Feindynamik hat durch die neu entwickelten Treiber gegenüber dem Vorgänger ebenfalls gewonnen. Tonal fällt der B&W erst in allerobersten Frequenzbereichen leicht ab und erreicht nicht ganz die Strahlkraft, die zum Beispiel ein Sennheiser HD 800S (ca. 1600 Euro) an einem guten Verstärker bietet. Aber das ist dann auch ein Äpfel-Birnen-Vergleich.

Ein bissserl Wärme

Aygyul Take my HandInsgesamt kann dem B&W PX7 S2 trotz des nicht schönfärbenden Hochtons ein angenehmes Timbre mit leicht ins Warme tendierendem Klangbild attestiert werden. Ähnlich wie sein Vorgänger vermag der PX7 S2 nicht zuletzt bei der Stimmwiedergabe zu gefallen. Die russisch-österreichische Musikproduzentin und Multiinstrumentalistin Aygyul tönt über den neuen Bowers-&-Wilkins-Kopfhörer authentisch, dynamisch und sehr gut verständlich. Die Tendenz zu einem leicht zurückgenommenen Präsenzbereich – und damit zu relativ dominanteren unteren Lagen – ist wie beim Vorgänger zwar wahrnehmbar, dennoch hat man bei der live in der Kirche „St. Johann Evangelist“ in Wien aufgenommenen Ballade „Take my Hand“ (Album auf Amazon anhören) nicht das Gefühl, bestimmte Instrumente würden den Gesang verdecken.

Ein Abgleich mit der rauen Stimme von Brody Dalle am Album Diploid Love (auf Amazon anhören) bestätigt meine Wahrnehmung. Dort treten vor allem die höheren Noten der Bassgitarren in den Vordergrund und die Sängerin wirkt nach oben raus weniger offensiv, dafür insgesamt vollmundiger und voluminöser – tonal nicht ganz reine Lehre, aber angenehm.

Bowers & Wilkins Px7 S2 Wireless-Kopfhörer

Live! Die Bühnendarstellung

Beim Hören dieser Liveaufnahme wurde mir erst so richtig bewusst, mit welcher beeindruckenden Bühnendarstellung und Ortungsschärfe der neue B&W PX7 S2 aufwartet – gerade für einen geschlossenen Kopfhörer. Die neuen, angewinkelten Treiber heben den mobilen Zeitgenossen nicht nur im Vergleich zum Vorgänger auf ein neues Level. Auch so mancher offene Vergleichskandidat, wie etwa der Sennheiser HD 650 oder gar der wesentlich kostspieligere Audeze LCD 2.2 (ca. 1.000 Euro) müssen in Sachen Räumlichkeit vor dem mobilen Bowers & Wilkins zurückstecken. Selbst wenn sie von hochwertigen Amps wie dem Burson Soloist SL MK2 angetrieben werden.

Man kann mit dem PX7 S2 die typisch hallende Atmosphäre der Kirche und Raumgröße sehr realitätsnah – so weit das über Kopfhörer eben geht – nachvollziehen. Percussions und Keyboard stehen dort, wo sie im verfügbaren Musikvideo zu sehen sind. Die Abbildung von Raumbreite und -tiefe gerät gleichermaßen authentisch: Man hat weder den Eindruck in einer gedrungenen Kapelle zu stehen, noch wirkt die mittelgroße Kirche wie eine Kathedrale. Platziert man sich als Zuhörer virtuell in den Raum, so findet man mit dem B&W PX7 S2 auch hier ein realistisches Maß: Man sitzt keineswegs direkt auf dem Schoß des Künstlers, es bleibt dennoch genügend Intimität, um sich nicht ungebührlich nach hinten versetzt zu fühlen.

Dynamik

Der Bowers & Wilkins Px7 S2 mit Kabel

Zum Zubehör de Bowers & Wilkins Px7 S2 zählen Kabel mit USB-C-Anschluss sowie 3,5-mm-Klinkenstecker

Wie beim Vorgänger schmälert die wärmere Abstimmung des B&W PX7 S2 keinesfalls die Spielfreude. Mit der direkten Konkurrenz aus dem Hause Beyerdynamic (Lagoon ANC) ist er dynamisch in etwa auf Augenhöhe und gibt sich bei Wollnys „The Whitness of the Whale“ beim Übergang vom Percussion-Gewitter zum Klavier bei 3:30 sogar noch etwas souveräner mit mehr Dynamikreserven. Im Bereich der ANC-Over-Ears spielt der Bowers & Wilkins hier auch dank recht geringen Grundrauschens ganz oben mit.

Zudem: Der B&W PX7 S2 kann wie schon sein Vorgänger mit hoher Lautstärke betrieben werden, ohne ungewollte Verzerrungen zu produzieren und mutet trotz des ungezähmten Hochtons nie wirklich angestrengt an.

Nur logisch: der Bassbereich

Bassgitarren kommen mit dem B&W-Kopfhörer etwas betonter rüber als höher im Frequenzband angesiedelte E-Gitarren. Ein üblicher logischer Kniff für mobile Kopfhörer, sind die tiefen Frequenzen doch die ersten, die bei lauterer Umgebung wie im städtischen Bereich in Mitleidenschaft gezogen werden. Zudem wirkt eine solche Abstimmung gerade über Kopfhörer per se angenehm.

Der Bowers & Wilkins Px7 S2 im Outdooreinsatz

Gleichzeitig hört man heraus, dass der PX7 S2 in den tieferen Frequenzen ebenfalls eine saubere Detailwiedergabe bietet. Im Vergleich zum ersten PX7 ist eine, wenn auch nur leichte, qualitative Verbesserung beim Impulsverhalten hörbar.

Der edlen britischen Abstammung angemessen, legt der Bowers & Wilkins PX7 S2 seinen Schwerpunkt nicht auf den Kickbass allein, wie das bei vielen anderen mobilen Möchtegern-Dynamikern von bekannten Herstellern der Fall ist. Auch tiefste Frequenzen werden nicht ausgespart. Wer bei diesen Zeilen nun vermuten sollte, der Bowers & Wilkins klänge durch den angehobenen Bassbereich auffallend dunkel, den kann ich beruhigen. Nicht zuletzt die exzellente Höhenwiedergabe wirkt dem gekonnt entgegen.

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Bowers & Wilkins 700 Serie Lautsprecher

Test: Bowers & Wilkins PX7 S2 | Kopfhörer

  1. 1 Euphonische Evolution
  2. 2 Bowers & Wilkins PX7 S2: Klangtest & Vergleiche

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