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Norddeutsche HiFi-Tage

Technik Genelec M040

Inhaltsverzeichnis

  1. 2 Technik Genelec M040

Beginnen wir mit den Lautsprechern. Die M040 ist, ebenso wie ihre kleinere Schwester M030, neu im Genelec-Produktportfolio. Es handelt sich bei ihr um ein aktives Zweiwege-System mit einer Downfire-Bassreflexöffnung. Der 165-mm-Basstreiber wird von einem Class-D-Verstärker mit 80 Watt Leistung getrieben, der 25-mm-Hochtöner hat eine eigene Class-D-Stufe mit 50 Watt spendiert bekommen. Es gibt keinen Master- oder Slave-Lautsprecher, linke und rechte Variante sind also baugleich.

Hochtöner der Genelec M040

Der Frequenzgang ist mit 48 Hz bis 20 kHz angegeben, bei einem Korridor von bis zu -3 Dezibel. Der Hochtöner übernimmt – gemeinsam mit seinem Amp – ab einer Grenzfrequenz von 2.500 Hertz. Angesteuert wird die M040 wahlweise per Cinch-, Klinken– oder XLR-Anschluss. Je nach Einsatzort und vorgeschalteten Quellen kann die Eingangsempfindlichkeit in drei Schritten angepasst werden: 0, -10 und -20 dB. In der Stellung „0“ bringt die Genelec M040 einen Schalldruckpegel von 106 dBSPL. Überhaupt, es gibt einiges an der Rückseite zu spielen. So lässt sich auch im Bassbereich eine Senke von -2 (etwa bei wandnaher Aufstellung) oder -4 dB (bei Platzierung in einer Ecke) anwählen. Für den Einsatz der M040 als Desktopmonitor können wiederum andere Tieftonsenken mit unterschiedlicher Filtergüte angewählt werden, und zwar wahlweise bei 210 oder 80 Hertz.

Genelec M040 - Einstellmöglichkeiten auf der Rückseite

Besondere Beachtung verdient das Gehäusematerial, denn es soll sowohl ökologische als auch akustische Ansprüche zufriedenstellen. Man nennt es bei Genelec „Natural Composite“; es besteht zu gleichen Teilen aus Holz und Kunstfasern. Es sei voll recyclebar und soll, so heißt es bei Genelec, vibrationsdämpfend sein. Eine Einschaltautomatik unterstreicht noch einmal den Umweltschutzgedanken – sie gestattet eine Leerlaufstromaufnahme von weniger als einem halben Watt und fährt die Genelec M040 bei anliegendem Signal in weniger als zwei Sekunden hoch. Ebenso wichtig: Im Gegensatz zu manch anderen Einschaltautomatiken funktionierte diese bei mir im Test stets reibungslos und zuverlässig.

Woofer der Genelec M040

Technik B.M.C. Audio PureDAC

Bei B.M.C. Audio nimmt man den Spruch „Das Runde muss in das Eckige“ beim Wort. Jede Komponente des Hauses weist auf ihre Art eine ausgeprägte runde Form innerhalb des kantigen Designs auf. Beim PureDAC – dem ersten Produkt der neuen „PureLine“-Serie, die BMC-Technik zu günstigeren Kursen als bisher erlebbar machen möchte – besteht diese aus einem mittig angelegten Kreis (oder Tunnel?), der nicht nur die Frontplatte als Display ziert, sondern auch in der Gehäuseform nach hinten durchgezogen wird. Das macht den PureDAC zum Individualisten – im wahrsten Sinne des Wortes: Die Gehäuseform verbietet es nämlich, ein weiteres Gerät oben draufzustellen. Aber das tut man ja eigentlich eh nicht.

Rückseite des BMC Audio PureDAC

Vier Digitaleingänge stehen zur Verfügung: AES/EBU, Toslink, koaxiales S/PDIF und USB. Letzteres macht den PureDAC zur externen Soundkarte; der direkte Anschluss von Speichermedien oder Sticks ist nicht möglich. Ausgangsseitig kann das Signal symmetrisch (XLR) und unsymmetrisch (Cinch) abgegriffen werden. Neben der reinen Wandlungsfunktion bietet der PureDAC auch einen symmetrisch ausgeführten Kopfhörerverstärker. Dieser bildet einen komplett eigenen Schaltkreis innerhalb des PureDAC und ist damit logischerweise auch in Sachen Lautstärkeregelung vollständig autark von der Line-out-Vorstufensektion.

BMC Audio PureDAC

Die Frontseite besteht aus drei Bereichen. Mittig wie gesagt das auffällige, runde Display, das die jeweils angewählten Lautstärken für den Vorstufen- und Kopfhörerausgang sowie die aktuell verarbeitete Sampelrate anzeigt. Links ein harter Netzschalter, ein Taster zum Durchschalten der vier Digitaleingänge, einer zum Einstellen der Lautstärke sowie ein Mute-Schalter. Rechts vom Display befinden sich wiederum Mute- und Lautstärketaster für die Kopfhörersektion und je ein symmetrischer und unsymmetrischer Kopfhörerausgang.

Der asynchrone USB-Eingang gestattet – und das ist State of the Art – Sampleraten bis zu 384 kHz bei 32 Bit (geeignete ASIO-Treiber sind im Lieferumfang enthalten) sowie die Formate DSD64 und DSD128. Via AES/EBU und Koax-Eingang geht’s bis 192 kHz bei 24 Bit; der Toslink-Eingang bis 96 kHz bei 24 Bit.

BMC Audio PureDAC von innen

Eine Spezialität gibt’s noch für Freunde von Ketten „aus einer Hand“: Wer ausschließlich Geräte aus dem Hause B.M.C. nutzt, sollte neben den Cinch- beziehungsweise XLR-Verbindern auch die proprietäre optische B.M.C.-Link-Schnittstelle nutzen, die Triggersignale an die passende Endstufe sendet und damit deren Verstärkungsfaktor – und hierdurch die Lautstärke – steuert. Dies nur der Vollständigkeit halber – wir haben uns ja ganz bewusst für ein „gemischtes Einzel“ entschieden. Wer jedoch mehr über diese Technologie wissen möchte, der sollte einmal in die Rezension des DAC1 vom Kollegen Ralph Werner reinschnuppern.

BMC Audio PureDAC

Doch nun wollen wir hören, wie das Ensemble klingt: Als Quelle diente Redbook-Material vom Audiolab 8200CDQ sowie Hochauflösendes vom Notebook via USB. Die Verbindung zwischen B.M.C. PureDAC und der Genelec M040 wurde symmetrisch per XLR-Kabel hergestellt, ich ließ die Genelecs in der -20-dB-Position des Eingangswahlschalters laufen – was auch empfohlen sei, es sei denn, Sie möchten sich einmal von einem Lautsprecher die Haare föhnen lassen.

Test: Genelec M040 und BMC Audio PureDAC | Aktivlautsprecher, Kompaktlautsprecher

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