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bFly Master & Stage – weitere Höreindrücke

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Den größten Unterschied durch Einsatz der bFly-Absorberfüße stelle ich mit der Octave-Vorstufe fest – vielleicht ist das auch wenig verwunderlich, gelten doch gerade Vorstufenröhren als besonders mikrofonieanfällig. Ich hatte die HP 300 ebenfalls schon einmal – wie den Luxman-Player – auf die Phio-Audio-Basis gestellt, aber das war mir im Ergebnis zu knöchern, zu trocken. Seitdem steht die Octave wieder unmittelbar auf dem Rack und macht einen recht ausgeglichenen Eindruck. Aber es gibt nichts, was man nicht noch verbessern könnte.

bFly Audio Stage-Füße
Ein Set Stage-Füße von bFly Audio

Mit dem bFly-Master-Element unter der Octave lässt sich tonal abermals das feststellen, was ich schon mit den anderen Komponenten beobachten konnte – in den oberen Oktaven gerät es eine Spur dezenter, der Grundton wirkt dafür leicht ausgebauter. Das kann insbesondere mit dieser Vorstufe ganz gut passen, weist sie doch eher ins Hellere/Schnellere, als dass sie ausgemacht saftig im Untergeschoss zulangt. Soweit, so schön, aber in erster Linie erfreue ich mich trotzdem an etwas anderem, nämlich an einer fokussierteren, plastischeren Abbildung der Musiker auf der Bühne. Es ist, als würde diese sehr angenehme Luftigkeit in den oberen Lagen, die die HP 300 auszeichnet, auch dafür verantwortlich sein, dass sich ein „leichter Strahlenkranz“ um die einzelnen Klänge legt. Mit dem Master-Fuß im Einsatz werden die Klänge nun quasi aus dieser Aura geschält. Ich formuliere das fast unter Schmerzen, aber ich weiß nicht recht, wie ich’s anders ausdrücken soll. Jedenfalls wirkt die Abbildung deshalb griffiger. Schon ein Gewinn. Doch das Beste zum Schluss.

bFly Audio Master-Fuß
Detailaufnahme der Unterseite des Master-Fußes

Mit dem Stage-Gerätefuß unter der Vorstufe bleibt das mit der gewonnenen Abbildungsqualität nämlich so wie mit dem Master, aber der Eingriff erfolgt zum einen tonal neutral(er), zum anderen aber gerät nicht nur die Abbildung körperlicher, sondern es wirkt insgesamt räumlich weitläufiger, insbesondere die Tiefe der virtuellen Bühne wird differenzierter dargestellt. Der Effekt lässt sich natürlich nicht mit jeder Aufnahme nachvollziehen, sondern nur dann, wenn auch eine Tiefenausdehnung drauf ist, und sei’s eine im Studio „künstlich“ generierte; beim schon erwähnten Andrea-Schröder-Song „Streets Of Berlin“ frappiert mich der Einsatz des Stage an dieser Stelle regelrecht – bei anderen Platten passiert in der Hinsicht halt weniger. Nun, das ist durchaus reine HiFi-Lehre. Zudem habe ich den Eindruck, dass das Auflösungsvermögen etwas zulegt, wenn die Füßchen im Einsatz sind.

bFly Audio Stage-Fuß
Die Größenverhältnisse des Stage-Fußes

Das mit der „Raumausdehnung“ lässt sich auch mit meiner Dynamikks Monitor 8.12 feststellen, noch besser nachvollziehbar ist es jedoch mit der gerade frisch getesteten B.M.C. Audio PureVox, die als Bühnentalent gelten darf und so etwas besonders deutlich macht. Als ich die Octave-Vorstufe wieder auf ihre eigenen Füße stelle, wird mir schnell klar: Nein, so will ich das nicht. Schnell wieder auf die bFly Stage.

Fazit: bFly Audio Master und Stage Gerätefüße

Mit solcherlei Klangtuning zu experimentieren macht Spaß. Man leiht sich die Sachen aus, spielt ein, zwei Abende damit herum und im schlechtesten Fall passiert nix oder es geht in die falsche Richtung – aber selbst dann ist man ja trotzdem um ein paar Erkenntnisse reicher, hat sich ganz nett die Zeit vertrieben und dabei Musik gehört. Und bisweilen bringt’s ja eben doch etwas.

bFly Absorber-Gerätefüße

Was mir an den bFly-Audio-Produkten gefällt, ist, dass sie bodenständig gepreist sind. Zudem sagt mit die „logische Konsistenz“ zu – statt einer vorgeblichen One-size-fits-all-Lösung wird produktseitig nach Gerätegattung und Gewichtsklassen differenziert. Das scheint mir nur folgerichtig im Rahmen eines Entkopplungskonzeptes.

Aber auch klanglich herrscht anscheinend Konsistenz, jedenfalls ging es mit den Master- und Stage-Absorberfüßen unter unterschiedlichen Komponenten (und auf unterschiedlichen Stellflächen) tendenziell in die gleiche Richtung. Mit dem bFly Audio Master gerät das Klangbild eine Spur sonorer beziehungsweise obenherum milder, auch Gewinne bei der Abbildungsplastizität sind mitunter zu verzeichnen. Je nach Einsatzfeld und dem Rest der Kette kann es etwas zu mild geraten. Das lässt sich über den Stage-Fuß nicht sagen. Bei meinen Experimenten mit ihm ließ er die tonale Balance der jeweiligen Komponente weitestgehend unangetastet. Der Stage-Entkoppler punktete an anderen Stellen – nämlich mit einer griffiger wirkenden Abbildungsqualität, gesteigertem Auflösungsvermögen und einem weitläufigeren Raumeindruck.

Natürlich geht es beim Geschilderten um audiophile Feinheiten und es muss individuell passen – bei mir passte es mit den bFly-Stage-Gerätefüßen unter der Vorstufe so gut, dass sie hier bleiben müssen. Bei Ihnen mag das woanders der Fall sein. Ausprobieren lohnt auf alle Fälle, vor allem, wenn Sie an dieser Stelle Ihrer Anlage noch nicht viel experimentiert haben. Und kein Vermögen ausgeben wollen.

Fakten:

  • Modell: bFly Audio Master
  • Konzept: Entkopplungsfuß
  • Preise: Master-1 (4er-Set bis 20 kg belastbar) – 89 Euro/Set, Master-1.5 (4er-Set bis 35 kg belastbar) – 99 Euro/Set, Master-2 (4er-Set bis 55 kg belastbar) – 109 Euro/Set
  • Maße: Durchmesser 44 mm, Höhe 21 mm
  • Farben: Silber, Schwarz
  • Modell: bFly Audio Stage
  • Konzept: Entkopplungsfuß
  • Preise: Stage-1 (Stück bis 8 kg belastbar) – 69 Euro/Stück, Stage-2 (Stück bis 20 kg belastbar) – 99 Euro/Stück
  • Maße: Stage-1 – Durchmesser 44 mm, Höhe 35 mm, Stage-2 – Durchmesser 54 mm, Höhe 48 mm
  • Farben: Silber

Hersteller & Vertrieb:

bFly Audio
Theodor-Sachs-Straße 60 | 86199 Augsburg
Web: www.bfly-audio.de
eMail: info@bfly-audio.de
Telefon: 0821 – 9987797

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Test: bFly Audio Master und Stage |

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Über den Autor

Equipment

Analoge Quellen: Laufwerk: SME Model 15 Tonarm: SME 309 Tonabnehmer: MC: Denon DL-103R, Dynavector DV-20X2 H, Transrotor Figaro; MM: Shelter 201 Sonstiges: Flux-HiFi (Nadelreiniger), VPI HW-16.5 (Plattenwaschmaschine)

Digitale Quellen: D/A-Wandler: Luxman DA-06 CD-Player: NAD C546BEE SE Musikserver: Audiodata MusikServer MSII, Readynas Duo NAS-Server Streamer: Auralic Aries Computer/Mediaplayer: HP Notebook mit JRiver Sonstiges: iFi iPurifier II (USB-Filter)

Vollverstärker: Denon PMA-2010AE

Vorstufen: Hochpegel: Octave HP300 MK II Phonoverstärker: BMC Audio MCCI, Octave HP300-Phonoboard

Endstufen: Musical Fidelity M8 700m (Monos)

Lautsprecher: Blumenhofer Acoustics Genuin FS 1 Mk2

Kopfhörer: Beyerdynamic DT-990, Sony MDR-1000X

All-In-One: Ruark Audio R4

Kabel: Lautsprecherkabel: fis Audio Studioline, Ascendo Tri-Wire-Kabelsatz, Dynamikks Speakerlink, Ecosse ES 2.3, Zu Audio Libtec NF-Kabel: fis Audio Premiumline Lifetime, Ecosse, Vovox und andere Digitalkabel: Audioquest Cinnamon (Toslink), Boaacoustic Silver Digital Xeno (USB), Wireworld Series 7 Starlight Gold (Koax-S/PDIF) Netzkabel: fis Audio Studioline Netzleiste: fis Audio Black Magic

Rack: Creaktiv Trend 3

Größe des Hörraumes: Grundfläche: 30 m² Höhe: 3,4 m

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Audio Research