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Test-Fazit: Beyerdynamic Amiron home

Der Beyerdynamic Amiron ist eine echte Überraschung. Wer wie ich neugierig darauf gewartet hat, dass den Tesla-Treibern aus Heilbronn etwas mehr Eleganz und Entspanntheit eingeimpft werde, der suche alsbald mit begründeter Vorfreude den HiFi-Händler seines Vertrauens auf. Mit lediglich geringer Übertreibung lässt sich der Amiron als „erster Euphoniker mit Heilbronner Kennzeichnen“ beschreiben. Beyerdynamics Neuester geht als „Musikinstrument“ durch, das im Kopfhörer-Mittelpreissegment nur wenig offen-dynamische Alternativen kennt.

Beyerdynamic Amiron home

Wer bereit ist, den Amiron mit hochwertiger vorgeschalteter Elektronik zu beglücken und in Sachen Basspräzision, Neutralität und Abbildungsschärfe mit einer Winzigkeit weniger als dem klassenbezogenen Bestwert zu leben, der erhält im Gegenzug einen federleichten, elegant verarbeiteten und urbequemen Sessellauscher, der klassische Beyerdynamic-Tugenden wie filigrane Feindynamik, stupende Schnelligkeit und überdurchschnittliches Auflösungsmögen auf bislang unerhörte Weise mit neuen Stärken auf voller Breite des Frequenzbands paart: einem herzhaft saftigen Bassfundament, einem sanglich geschmeidigen und farbigen Mittenband und einem für Heilbronner Verhältnisse untypisch dezenten und komplett härtefreien Hochton.

Der Beyerdynamic Amiron home …

  • überrascht mit einer leicht warmen Grundabstimmung in Form einer geringen Betonung der unteren Bässe sowie eines minimalen Pegelabfalls von den unteren Höhen an aufwärts, was ihm eine vollmundige und langzeittaugliche Tonalität verleiht, ohne die bei offenen Konzepten erwünschte Luftigkeit vermissen zu lassen.
  • verzichtet zugunsten eines saftigen Tiefbassfundaments auf das letzte Fünkchen Textur und Präzision im Untergeschoss, dickt dabei aber niemals auf. Im Gegenteil: Oberbass und untere Mitten sind leicht zurückgenommen.
  • widmet sich den Mitten mit ungeahnter klangfarblicher und organisch fließender Hingabe, paart diese neue Tugend mit altbekannten Tesla-Skills wie Schnelligkeit, Feindynamik und Auflösung und qualifiziert sich damit zum Paradehörer für Live-Aufnahmen von Stimmen und natürlichen Instrumenten. Mittlere und obere Mitten wirken in Relation zum eher schlankeren Grundton etwas prominenter.
  • besitzt einen harmonisch angebunden Hochton, der ebenso härtefrei-dezent wie seidig-informativ daherkommt.
  • spannt eine für offene Verhältnisse eher kompakte Bühne auf, durch deren entspannte Luftigkeit und zuverlässige Lokalisation es jedoch spielend gelingt, sich in Aufnahmen zurechtzufinden; auf Reißbrettabbildung und pedantische Konturenschärfe wird zu Gunsten eines schlüssigen Gesamtklangs verzichtet.
  • verlangt Sorgfalt und Großzügigkeit bei Quellen- und Verstärkerwahl.
  • verschwindet dank geringen Gewichts und grandioser Polsterung beim Hören nahezu vollständig aus dem Bewusstsein seines Trägers.

Fakten:

  • Modell: Beyerdynamic Amiron home
  • Konzept:offener, ohrumschließender Kopfhörer
  • Preis: 599 Euro
  • Nennimpedanz: 250 Ohm
  • Empfindlichkeit: 102 dB/1 mW bei 500 Hz
  • Nettogewicht: 340 g
  • Ausführung: Silber/Schwarz
  • Sonstiges: beidseitig gestecktes 3-m-Kabel mit 3,5-mm-Klinke und 6,3-mm-Adapter, Transport-Case
  • Garantie: 5 Jahre

Hersteller & Vertrieb:

beyerdynamic GmbH & Co. KG
Theresienstraße 8 | 74072 Heilbronn
Telefon: 07131 – 617-430
Web: www.beyerdynamic.de
E-Mail: consumerproducts@beyerdynamic.de

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    Über die Autorin / den Autor

    Profilbild von Benjamin Baum Benjamin Baum

    Equipment

    • Digitale Quellen:
      • D/A-Wandler: Moon MiND 2
      • Streamer: Auralic Aries Femto mit SBooster 15V MKII
    • Vollverstärker:
      • Jadis DA88 Signature
    • Lautsprecher:
      • Harbeth SHL5+
    • Kopfhörer:
      • Meze Empyrean, Audeze LCD-XC, AKG K812
    • Kopfhörerverstärker:
      • EAR Yoshino HP4, Chord Hugo
    • Kabel:
      • Lautsprecherkabel: Kondo Operia SPc Bi-Wire
      • NF-Kabel: Kondo KSL-VzII
      • Digitalkabel: Tellurium Silver Diamond Digital XLR, AudioQuest Carbon USB
      • Netzkabel: Kondo KSL-ACc Persimmon
      • Sonstiges: Meze Furukawa Silver-Copper, WyWires RED, Forza Noir Hybrid
    • Rack:
      • Multiplex-Bambus-Selbstbau mit bFly Talis-Füßen
    • Zubehör:
      • Stromfilter: Isotek Aquarius, Audioplan Powerplant SIII
      • Sonstiges: AudioQuest Jitterbug, Uptone USB Regen, Audio Magic Ultimate Premier Feinsicherungen, Nordost Qk1, Qv2, QPoints, Entreq Minimus Grounding Box, Entreq Eartha Challenger Ground Cable
    • Sonstiges:
      • Skylan Stands, Audioplan Antispikes, Stillpoints Ultra SS, Stillpoints Ultra Mini
    • Größe des Hörraumes:
      • Grundfläche: 32 m²
      • Höhe: 3,5 m