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Testfazit: BAT VK-53SE und BAT VK-76SE

Inhaltsverzeichnis

  1. 2 Klangeindruck und Hörvergleiche: BAT Vor/End-Kombi
  2. 3 Testfazit: BAT VK-53SE und BAT VK-76SE

BAT-VK-53SE

Dass die Vorstufe Balanced Audio Technology VK-53SE tonal mustergültig neutral spielt, ist sicher keine Überraschung. Dass sie aber so gut auflöst, tonal und räumlich derart offen und dynamisch agiert, ist ein Ausrufezeichen. Dabei besitzt sie keine „andesignte“ Präferenz in irgendeiner Disziplin, sondern nimmt sich selbst aus der Gleichung – bis auf die leicht zum Hörer hin orientierte Klangbühne. Abgesehen davon habe ich zum ersten mal das Gefühl, dass das Signal hier wirklich trägheitslos von der Quelle zur Endstufe weitergereicht wird. Wenn ich ihre Qualitäten in einer Liste ordnen müsste, sind ihre herausragenden Fähigkeiten sicherlich die ultraweite Spreizung dynamischer Kontraste und ihre Schnelligkeit, knapp gefolgt von der analytischen Transparenz und dem perfekt freigestellten Raum. Symmetrische Quellen klingen dabei eindeutig besser als unsymmetrische, die über Kabeladapter angeschlossen werden.

BAT-VK-76SE

Der Aha-Effekt beim Entdecken der Röhrenendstufe Balanced Audio Technology VK-76SE fällt bei mir zwar nicht ganz so groß aus, doch setzt auch sie in gleich mehreren Bereichen neue Bestmarken in meinem persönlichen HiFi-Logbuch. Mit ihrer transparenten Darstellung und der sehr neutralen Tonalität passt sie sich klanglich perfekt an ihre Schwester aus dem Vorstufenzweig der BAT-Familie an, und der agile, flüssige Stil im Bass und Mittelton in Zusammenspiel mit ihrer minimal direkteren Gangart unterstützt die Fähigkeiten der VK-53SE kongenial. Sie ist ultraschnell und kontrolliert im Bass – bis auf die allertiefsten Lagen, wo sie ganz leicht aufzuweichen beginnt.

Die Balanced Audio Technology VK-53SE …

  • ist eine fernbedienbare, vollsymmetrische Röhrenvorstufe, die keine unsymmetrischen Ein- oder Ausgänge besitzt.
  • klingt mit symmetrischen Quellen deutlich besser als mit unsymmetrischen.
  • spielt tonal absolut neutral.
  • klettert im Bass extrem tief herunter und tut dort mehr für die Kontrolle, als man es einer Vorstufe gemeinhin zutrauen würde.
  • löst extrem gut auf und ist richtig schnell.
  • unterliegt grobdynamisch scheinbar keinen Limits und ruft alleine dadurch bei mir Gänsehautmomente hervor.
  • baut einen großzügigen und bestens geordneten Raum auf, der minimal in Richtung Hörer tendiert und auch bei heftigen Dynamikschwankungen in sich stabil bleibt.
  • ist hervorragend verarbeitet.
  • erlaubt leider keine sehr leisen Abhörlautstärken.

Die Balanced Audio Technology VK-76SE …

  • ist eine kraftvolle, vollsymmetrisch aufgebaut Stereo-Röhrenendstufe.
  • löst ungemein gut auf.
  • spielt insgesamt tonal sehr neutral.
  • bietet preisklassenbezogen eine überragende Transparenz insbesondere im Grund- und Mittelton.
  • bleibt im Bass sehr stabil, allerdings ohne im Tiefbass den massiven Druck und die schraubstockartige Kontrolle großer Transistorendstufen aufzubieten. Sie reproduziert lieber einen agil-schnellen und flüssigen Bassbereich, der sehr gut durchhörbar ist.
  • bildet eine weitläufige Bühne ab, die sich einen Tick weiter zum Hörer hin neigt als mit vergleichbaren Endstufen.
  • ist mit 41 kg Gewicht und einer Tiefe von 61 cm kein Fall fürs Ikea-Sideboard.
  • sollte unbedingt freistehend aufgestellt werde – weil sie sehr heiß wird, aber auch wegen ihrer umwerfenden Schönheit.

Fakten:

Vorstufe Balanced Audio Technology VK-53SE

  • Konzept: symmetrischer Hochpegel-Vorverstärker (Röhre)
  • Preis: 15.200 Euro
  • Maße & Gewicht: 48,3 x 14,6 x 39,4 cm (BxHxT), 20,4 kg
  • Farbe: Silber und Schwarz
  • Eingänge: 5 x Hochpegel (XLR)
  • Ausgänge: 2 x Line-Out (XLR), 1 x Fix-Line-Out (XLR)
  • Sonstiges: Fernbedienung, absolute Phase invertierbar, Mono- und Mute-Schalter, Eingänge im Pegel justierbar
  • Leistungsaufnahme im Leerlauf: circa 250 Watt
  • Garantie: 2 Jahre

Endstufe Balanced Audio Technology VK-76SE

  • Konzept: symmetrischer Stereo-Endverstärker (Röhre)
  • Preis: 14.200 Euro
  • Maße & Gewicht: 43,2 x 20,3 x 61 cm (BxHxT), 41 kg
  • Farbe: Silber und Schwarz
  • Eingänge: 1 x XLR
  • Ausgänge: 1 x Paar Lautsprecherausgänge
  • Sonstiges: auf Mono brückbar
  • Leistung: 2 x 75 Watt/8 & 4 Ohm,
  • gebrückt: 1 x 150 Watt/8 & 4 Ohm
  • Leistungsaufnahme im Leerlauf: circa 400 Watt
  • Garantie: 2 Jahre

Vertrieb:

CM-Audio – Flöter Technology Service
Adlerstraße 46 | 41066 Mönchengladbach
Telefon: +49(0)2161 – 6782451
E-Mail: info@cm-audio.net
Web: https://www.cm-audio.net/ | für Österreich: nem-austria.at

Die Verstärker lassen sich direkt vom Vertrieb zum Test ordern, siehe hier.

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Über den Autor

Equipment

Analoge Quellen: Laufwerk: J. Sikora Initial Tonarm: Kuzma Stogi Reference S12 VAT Tonabnehmer: ZYX R100 Fuji

Digitale Quellen: Streamer: Auralic Aries

Vollverstärker: Linn Majik DSM

Vorstufen: Hochpegel: Norma Audio SC-2 DAC Phonoverstärker: Neukomm MCA112S

Endstufen: Norma Audio PA 160 MR

Lautsprecher: hORNS Mummy, Lansche Audio No.3.1

Kopfhörer: AudioQuest Nighthawk, Philips Fidelio M2BT

Kopfhörerverstärker: ifi iDSD nano, Meier Audio Corda Classic

Kabel: Lautsprecherkabel: Audioquest Rocket 88, Graditech Lumi 3 NF-Kabel: Audioquest Yukon, fastaudio Black Science (Phono), Graditech Kide 3 und Kide 1 Digitalkabel: AudioQuest Cinnamon und Carbon, Graditech Kide Digital Netzkabel: Graditech Voima 1 und 2, AudioQuest NRG-2 Netzleiste: Audioplan Powerstar

Zubehör: Stromfilter: Fisch Audiotechnik AFL Filterleiste, Tsakiridis Super Athina Sonstiges: fastaudio Absorber, Acoustic System Resonatoren

Größe des Hörraumes: Grundfläche: 24,5 m² Höhe: 2,7 m

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