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Test-Fazit: AVM Inspiration CS 2.2

Inhaltsverzeichnis

  1. 4 Test-Fazit: AVM Inspiration CS 2.2

Dem AVM ist nicht wirklich am Zeug zu flicken, und deshalb sollte man den folgenden Satz bitte nicht falsch (nämlich abschätzig) verstehen: Der Klang ist generell – wie eingangs bereits gesagt – am ehesten dadurch zu charakterisieren, dass er keine Angriffsfläche bietet und nichts falsch macht. Außer vielleicht, wenn man als Hörer bewusst nach einer bestimmten klanglichen Ausrichtung sucht, denn die hat der CS 2.2 nicht. Ein bisschen ist das so wie mit dem VW Golf, der regelmäßig Vergleichstests durch seine gleichbleibend hohe Qualität in allen Wertungskategorien gewinnt, ohne irgendwo anzuecken oder Fehler zu zeigen. Für den AVM dürfte das sicher nicht die schlechteste Parallele sein, schaut man sich mal die KFZ-Zulassungsstatistik in Deutschland an.

AVM Inspiration CS 2.2

Auch ist er erstklassig verarbeitet, aus höchstwertigen Materialien gefertigt, sieht schick aus, kommt standesgemäß verpackt daher und bringt eine der besten Fernbedienungen als Serienausstattung mit, die ich in den letzten Monaten in der Hand hatte. Das Setup verläuft problemlos, die Bedienbarkeit ist einfach und per App (bald) und Fernbedienung möglich. Er bietet eine reichhaltige Ausstattung und ist daher extrem vielseitig einsetzbar.

Gerade im CD-Betrieb zeigt der AVM einen eher neutral-analytischen als warmen Charakter. Der Streamingmodus wirkt demgegenüber im oberen Mittel- und Hochton etwas indirekter und flüssiger, ohne aber die seidige und feinkörnig aufgelöste Sanftheit großer Röhren imitieren zu wollen. Über die analogen Eingänge von meinem VPI/Sonneteer-Phono-Duo gespeist geht in fast jeder Hinsicht noch etwas mehr, vor allem in Sachen direkter Ansprache. Okay, Klangfarbenpracht ist generell nicht so das Ding des AVM – den Malerpinsel sollen andere schwingen, ihm geht es um die glasklare Darstellung des Geschehens. Dem Elektro- und Rockfan sollte diese Abstimmung auch wegen der enormen Kraftreserven besonders entgegenkommen, doch die Neutralität des AVM disqualifiziert ihn für keine Musikrichtung und Anwendung.

AVM Inspiration CS 2.2

All dies spielt sich auf einem Niveau ab, das man mit Einzelkomponenten höchstwahrscheinlich deutlich teurer bezahlen müsste – ich schätze mal, dass man inklusive Verkabelung bis zu 50 % mehr investieren müsste, um die Qualitäten des AVM CS 2.2 zu erreichen. Eine klare Empfehlung in seiner Preisklasse also, außer Sie sind auf der Suche nach kuschelig warmen, vor Farben nur so strotzenden Klangbildern. Wenn Sie vielleicht nur ein bisschen mehr „Röhre“ wollen und das Budget es zulässt, dann gibt es da auch im AVM-Programm reizvolle Alternativen.

Der AVM Inspiration CS 2.2 …

  • bietet mehr als genug Kraft für fast alle „seriösen“ Lautsprecher und beeindruckt so mehr als manch begehbare Endstufe mit ähnlich viel Leistung.
  • kommt mit allen Musikrichtungen klar, freut sich aber besonders über modernes und dynamisches Material, wo er so richtig die Kuh fliegen lassen kann.
  • klingt fast bis zur Nüchternheit neutral, bietet tonal keine Angriffsflächen und macht keine Fehler. So kann man lange genussvoll Musik hören – es nervt einfach nichts.
  • artikuliert sich druckvoll und kontrolliert im Bass, offen und klar in den Mitten sowie preisklassenbezogen gut aufgelöst, aber niemals spitz in den Höhen.
  • bleibt räumlich in der Tiefe eher kompakt, ohne aber flach zu wirken.
  • malt seine Klangfarben eher in Pastelltönen als prachtvoll bunt – Schönfärberei gibt es woanders.
  • klingt mit CDs am durchsichtigsten und offensten, als Streamer-Verstärker relaxt-flüssiger und runder, und meiner Meinung nach analog gefüttert am besten.
  • macht in seiner schlichten Eleganz etwas daher und ist auf allerhöchstem Niveau verarbeitet.
  • ist einfach bedienbar und besitzt eine gute Fernbedienung, die zur Wertigkeit des Geräts passt.
  • ist einfach aufrüstbar und zukunftssicher. Neue Formate und Protokolle stellen kein Problem dar.

Fakten

  • Modell: AVM Inspiration CS 2.2
  • Kategorie: Compact Streaming-CD-Receiver
  • Preis: 4.490 Euro
  • Maße & Gewicht: 340 x 92 x 350 mm (BxHxT), 9 kg
  • Farbe: Silber oder Schwarz
  • Eingänge: digital – SPDIF elektrisch/optisch, USB-B, WLAN und LAN
    analog – 4 Hochpegel, 1 Phono (MM/MC)
  • Ausgänge: 1 Pre Out, 1 Line Out, Lautsprecheranschluss
  • Streaming Formate: MP3 , WMA, AAC, OGG Vorbis, FLAC (192/32 über LAN), WAV (192/32 über LAN), AIFF (192/32 über LAN), ALAC (96/24 über LAN)
  • Ausgangsleistung: 2 x 165 Watt an 4 Ohm
  • Sonstiges: lernbare Fernbedienung mit Farbdisplay und Ladestation
  • Garantie: 3 Jahre

Hersteller/Vertrieb:
AVM GmbH
Web: www.avm-audio.com
eMail: info@avm-audio.com
Telefon: 07246 – 4285

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Über die Autorin / den Autor

Equipment

Analoge Quellen: Laufwerk: J. Sikora Initial Tonarm: Kuzma Stogi Reference S12 VAT Tonabnehmer: Transrotor Figaro

Digitale Quellen: D/A-Wandler: Linnenberg Telemann, Norma Audio REVO DAC-Modul Streamer: Auralic Aries, MacBook Pro

Vollverstärker: Linn Classik Movie II (Surroundreceiver mit integriertem DVD-Player)

Vorstufen: Hochpegel: Norma Audio REVO SC-2 Phonoverstärker: Linnenberg Bizet, Neukomm MCA112S

Endstufen: Linnenberg LIsZT Stereo

Lautsprecher: Argon Audio Forte A5, Qin Prestige Three, Nubert NuPro A100

Kopfhörer: AudioQuest Nighthawk, AKG N60 NC Wireless

Kopfhörerverstärker: ifi iDSD nano, Meier Audio Corda Classic

Kabel: Lautsprecherkabel: Gutwire Chime 3, Fastaudio Black Science NF-Kabel: Gutwire EON-Z, Gutwire Synchrony 2 SE, Audioquest Yukon, fastaudio Black Science Phono), Graditech Kide 3 und Kide 1 Digitalkabel: JIB Boaacoustic Silver Digital Xeno USB, AudioQuest Vodka und Cinnamon Ethernet, AudioQuest Carbon RCA, Graditech Kide Digital RCA Netzkabel: Audioquest Tornado, Gutwire SV-8, Gutwire G Clef 2, AudioQuest NRG-2 Sonstiges: Erdungskabel Gutwire Ultimate Ground

Rack: Roterring Belmaro 33 Customized

Zubehör: Stromfilter: Tsakiridis Super Athina Sonstiges: YDOL Relax 60 und fastaudio Absorber, Acoustic System Resonatoren, The Gryphon De-Magnetizer

Größe des Hörraumes: Grundfläche: 24,5 m² Höhe: 2,7 m