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Test-Fazit: Auralic Taurus Pre und Auralic Merak

Inhaltsverzeichnis

  1. 5 Test-Fazit: Auralic Taurus Pre und Auralic Merak

„Class A? Oh ja. Class D? Oh weh“, mag sich manch ein insbesondere auf unaufgeregte, artefaktefreie Natürlichkeit bei der Wiedergabe stehender Audiophiler denken. Aber mal ganz jenseits allen Klischee-Denkens: Gerade mit Blick auf eine solche Hörpräferenz liefert das Auralic-Gespann wahrhaft Großes ab.

Die Auralic Merak, obwohl „lediglich“ 4.600 Euro schwer, zählen mit zu den überzeugendsten (End-)Verstärker-Konzepten, die bisher bei mir aufgelaufen sind: Als so stimmig ausbalanciert, so allürenfrei und, so mutmaße ich einfach mal, mehrheitsfähig habe ich nur wenige Verstärker – wie zum Beispiel den kürzlich mit einen ff-Award prämierten Sauermann Amp – in Erinnerung.

 Auralic Merak

Gleichwohl sind die Hörgeschmäcker und insbesondere auch die Rahmenbedingungen verschieden – zum Ausgleich irgendwelcher sich in die Kette eingeschlichener Klangtendenzen sowie für sensationsheischende Klangbilder taugen die im besten Sinne unspektakulär-ausgewogenen Merak nicht: Aber ich lege Ihnen nachdrücklich ans Herz, selbst wenn Sie mit dem doppelten Budget auf Endverstärkersuche sein sollten, die Merak mal probeweise an die Leine zu legen. Bandscheibenschonend, energie- und platzsparend sind sie obendrein.

Als optimale Spielpartner empfehlen sich neutrale, gut auflösende Lautsprecher der gerne etwas schneller und offen spielenden Art. Für den Extrakick in den Allerwertesten von feindynamisch oder tonal eher zurückhaltend abgestimmten Boxen bieten sich andere Amps womöglich eher an.

Auralic Taurus Pre

Und der Taurus Pre? Ich gebe zu, dass ich mich während des Test insbesondere in die Merak verschossen habe, was ein wenig ungerecht erscheinen mag, denn erstens schlägt der Pre klanglich in eine ganz ähnliche Kerbe und zum zweiten wartet er ebenfalls mit einem erstaunlich guten Preis-Leistungsverhältnis auf. Allerdings würde ich mich beim Probehören im ersten Schritt wohl auf die Merak fokussieren und dann – je nach persönlichem Gusto und Charakter des Rests der Anlage – die Feinausrichtung mit der Wahl eines passenden Pres vornehmen: Wer es oben rum eher leicht dezent als überprononciert bevorzugt, keine übergroßen/frontalen Klangbilder benötigt, dafür aber beispielsweise einen tiefreichenden, konturierten Bass ebenso zu schätzen weiß wie klangfarbliche Reinheit, der wird sich mit dem Auralic Pre hervorragend aufgehoben fühlen.

Die Vor/Endverstärkerkombination aus Auralic Taurus Pre und Merak zeichnet sich aus durch …

  • ein auffallend störungsfrei-rein und ausgewogen wirkendes Klangbild, einzelne Instrumente werden – wie vor dem berühmten schwarzen Hintergrund spielend – wohl auch aus diesem Grund ausnehmend plastisch und farbig-kontraststark definiert.
  • einen tief hinab reichenden, gut konturierten Bassbereich und sich nach oben daran anschließende, vorbildlich organisch wirkende, tonal bestens austarierte Mitten.
  • einen sehr langzeittauglichen, dennoch keine Details verschleiernden Hochtonbereich, der tendenziell – für den Taurus Pre gilt das noch einen Tick mehr – eher auf der dezenten, geschmeidigen denn analytisch-frischen Seite zu Hause ist. Wer es noch feindynamisch-flirrender oder luftiger mag, kann in erster Linie mit verschiedenen Vorstufen experimentieren.
  • ein wohlsortiertes, ortungsscharfes Bühnenbild, das insbesondere beim Pre aber nicht allzu frontal oder ausladend daherkommt.
  • eine tadellose, sehr akkurat wirkende Verarbeitungsqualität. Die Laustärkeregelung beim Taurus Pre ist ein wenig grob geraten, gerade bei hochwirkungsgradstarken Lautsprechern sollte man berücksichtigen, dass auch bei vollständigem Linksdreh des Volume-Reglers eine gewisse Restlautstärke verbleibt.
  • Energieeffizienz und sehr geringe Wärmeentwicklung.

Fakten:

Vorverstärker Auralic Taurus Pre

  • Kategorie: Hochpegel-Vorstufe
  • Preis: 1.998 Euro
  • Maße & Gewicht: 33 x 23 x 6,5 cm (BxTxH), 4,8 kg
  • Farbe: Silber
  • Eingänge: 1x XLR, 3 x Cinch
  • Ausgänge: 1 x XLR, 1 x Cinch, 2 x 3,65 mm Kopfhörerklinke
  • Leerlaufleistungsaufnahme: 11 Watt
  • Garantie: 3 Jahre

Mono-Endverstärker Auralic Merak

  • Kategorie: Mono-Endverstärker
  • Preis: 4.596 Euro/Paar
  • Maße & Gewicht: 33 x 33 x 7 cm (BxTxH), 8,5 kg/Stück
  • Farbe: Silber
  • Eingänge: 1 x XLR pro Mono
  • Ausgänge: Cardas-Lautsprecheranschluss sowie 1 x XLR Invert-Ausgang (für gebrückten Modus) je Mono
  • Ausgangsleistung: je 200 Watt/8 Ohm
  • Leistungsaufnahme: je 6 Watt im Warmhalte-Modus, 12 Watt im Leerlauf
  • Garantie: 3 Jahre

Vertrieb:
audioNEXT GmbH
Isenbergstraße 20 | 45130 Essen
Telefon: 0201 – 507 39 50
eMail: info@audionext.de
Web: www.audionext.de

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Test: Auralic Taurus Pre und Auralic Merak | Vor-End-Kombi

  1. 5 Test-Fazit: Auralic Taurus Pre und Auralic Merak

Über den Autor

Equipment

Digitale Quellen: D/A-Wandler: Linnenberg Telemann, Electrocompaniet ECD 2 CD-Player: Fonel Simplicité Streamer: SOtM sMS-200 ultra & SOtM sPS-500, Auralic Aries Computer/Mediaplayer: Laptop mit JRiver MC

Vollverstärker: Abacus Ampino

Vorstufen: Hochpegel: MTX-MONITOR.V3b-4.2.1 (Upgrade von V3b), Funk LAP-2.V3 (Upgrade von Lap-2.V2)

Endstufen: Bryston 7B³

Lautsprecher: Sehring 903, Quadral Megan VIII

Kopfhörer: Audeze LCD-2, AKG K812, AKG K712 Pro, RHA T20, Soundmagic E80, Shure SRH 1840, AAW Q

Kopfhörerverstärker: NuPrime DAC-10H, Reußenzehn Harmonie III

Mobiles HiFi: Onkyo DP-X1, iBasso DX-80

Kabel: Lautsprecherkabel: HMS Armonia, WSS Platin Line LS4, Real Cable BW OFC 400, HMS Fortissimo NF-Kabel: Straight Wire Virtuoso Digitalkabel: USB-Kabel: BMC Pure USB1, AudioQuest Carbon, Boaacoustic Silver Digital Xeno Netzkabel: Furutech FP-S022N: konfektioniert mit FI-E 50 NCF & FI 50 NCF, Tellurium Q Black, Quantum-Powerchords, Swisscables Reference Netzleiste: HMS Energia MkII

Rack: Lovan Classic II

Zubehör: Stromfilter: HMS Energia MkII Sonstiges: AudioQuest Jitterbug

Größe des Hörraumes: Grundfläche: 29 m² Höhe: 3,3 m

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