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Test-Fazit: AudioQuest DragonFly Black und Red

Inhaltsverzeichnis

  1. 4 Test-Fazit: AudioQuest DragonFly Black und Red

Der Audioquest DragonFly Black USB-DAC und Kopfhörerverstärker (auf Amazon ansehen) bildet eine sehr solide Basis für hochklassigen Klanggenuss und übersteigt die Qualität gängiger in Computern oder Smartdevices installierter Audioausgänge deutlich. Mit Klarheit, neutraler Tonalität, beschwingter Dynamik und kontrolliertem, druckvollem Bass füllt er merklich weitere Räume aus, das Klangbild wirkt voller und wie von einem Grauschleier befreit. Klangfarben leuchten und der Informationsgehalt ist deutlich größer. Dabei wirkt er insgesamt sehr konzentriert und auf Präzision ausgelegt – jedenfalls im direkten Vergleich zum größeren Bruder.

AudioQuest DragonFly Black und Red

Der AudioQuest DragonFly Red bietet nämlich alles, was sein kleiner Bruder mitbringt, fügt dem aber noch mehr Souveränität hinzu und erzielt – damit in Zusammenhang stehend – eine noch entspanntere Wiedergabe. Seine feinere Auflösung insbesondere im Hochton, gesteigert Farbigkeit in Bass und Mitten und ein noch größerer Bühnenraum führen insgesamt zur involvierenderen, noch flüssigeren Musikalität, die mich endgültig vom Testen ablassen lässt und zum Musikhören anstiftet. Nicht zu vergessen ist auch die ansatzlosere Beschleunigung bei der Wiedergabe von Transienten, die der Red seinem diesbezüglich gewiss nicht schlechten Bruder ebenfalls voraushat. Meiner Meinung nach ist der Red die bessere Wahl – ja, tatsächlich sogar die mit dem für mich besseren Preis/Leistungs-Verhältnis.

Die Ergebnisse beider Libellen variieren kaum mit unterschiedlichen Kopfhörern, der jeweilige Fortschritt zeigte sich mit dem AudioQuest NightHawk ebenso wie mit dem Philips Fidelio und dem Teufel Real Z. Der Red lässt sich tendenziell eher auch mit Kopfhörern kombinieren, die kühler und härter abgestimmt sind. Seine feinstoffliche, elegante Gangart ohne Härten kommt damit gut zurecht. Fans von vielschichtiger, subtiler Musik, insbesondere Jazz- und Klassikliebhaber, dürften aber egal an welchem Kopfhörer mit dem Red glücklich werden. Der Black spricht vielleicht eher Rock- und Elektronikfans an, denen der offensichtliche dynamische Aspekt und eine gewisse Schneidigkeit wichtiger sind als das letzte bisschen an feinsinniger Auflösung und strahlenden Klangfarben.

Am iPhone, das hier stellvertretend für die Gattung portabler Geräte stehen soll, ist die Klangverbesserung noch einmal deutlicher hörbar als am Laptop, was auch an der weniger hochwertigen Hardware des mobilen Geräts liegen dürfte. Wer das Red am Smartphone ausprobiert hat, wird kaum noch zurückwollen. Der Energieverbrauch erhöht sich dabei eher moderat.

Der AudioQuest Dragonfly Black …

  • ist tonal neutral, spielt druckvoll, straff und kontrolliert im Bass und lässt so das Klangbild in den darüber liegenden Frequenzbereichen vorbildlich unbeeinträchtigt.
  • legt eine sehr lebhafte Gangart vor, die mit ihrer grobdynamischen Impulsivität erfrischend wirkt.
  • befreit das Klangbild von Muff und Schwere, lässt es „durchatmen“.
  • löst sehr gut auf, ohne allerdings im Hochton die allerfeinsten Texturen zu offenbaren.
  • zeigt im Mittelton Struktur und Farbigkeit. Tendenziell geht es hier eher direkt als ausnehmend warm zu.
  • vergrößert den Klangraum und lässt so den einzelnen Instrumenten und Stimmen angenehm viel Luft zum Atmen.

Der AudioQuest Dragonfly Red …

  • baut konsequent auf den Qualitäten des Black auf (siehe oben).
  • stellt das musikalische Geschehen noch natürlicher und flüssiger dar als der Black.
  • wirkt im ersten Moment eventuell minimal gedeckter und grobdynamisch nicht ganz so zupackend, doch das liegt an seiner subtileren Auflösung und der feiner abgestuften Mikrodynamik. Der Informationsgehalt in allen Frequenzbereichen ist in der Tat nochmals höher als mit dem Black.
  • erscheint über alles gesehen tonal etwas wärmer und gnädiger, minimal weniger direkt als das Black.
  • bringt einen nochmals größeren, auch besser organisierten Raum ins Spiel.
  • wirkt im Bass nochmals solider, mächtiger und mit insgesamt mehr Autorität gesegnet.
  • entwirft ein entspanntes und entspannendes Klangbild, dem man sehr lange zuhören kann.

Fakten:

  • Modell: AudioQuest DragonFly Black und Red
  • Konzept: USB-DAC und Kopfhörerverstärker
  • Preise: DragonFly Black: 99 Euro, DragonFly Red: 199 Euro
  • Formate: PCM bis 24 Bit/96 kHz
  • Ausgangsspannung: Black bis 1,2 V, Red bis 2,1 V
  • Eingang/Ausgang: USB-A und 3,5-mm-Klinke
  • Garantie: 2 Jahre

Hersteller & Vertrieb:

AudioQuest Europe B.V.
Telefon: +31 165 54 1404
eMail: info@audioquest.com
Web: www.audioquest.de

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Test: AudioQuest DragonFly Black & Red | D/A-Wandler

  1. 4 Test-Fazit: AudioQuest DragonFly Black und Red

Über den Autor

Equipment

Analoge Quellen: Laufwerk: J. Sikora Initial Tonarm: Kuzma Stogi Reference S12 VAT Tonabnehmer: ZYX R100 Fuji

Digitale Quellen: Streamer: Auralic Aries

Vollverstärker: Linn Majik DSM

Vorstufen: Hochpegel: Norma Audio SC-2 DAC Phonoverstärker: Neukomm MCA112S

Endstufen: Norma Audio PA 160 MR

Lautsprecher: hORNS Mummy, Lansche Audio No.3.1

Kopfhörer: AudioQuest Nighthawk, Philips Fidelio M2BT

Kopfhörerverstärker: ifi iDSD nano, Meier Audio Corda Classic

Kabel: Lautsprecherkabel: Audioquest Rocket 88, Graditech Lumi 3 NF-Kabel: Audioquest Yukon, fastaudio Black Science (Phono), Graditech Kide 3 und Kide 1 Digitalkabel: AudioQuest Cinnamon und Carbon, Graditech Kide Digital Netzkabel: Graditech Voima 1 und 2, AudioQuest NRG-2 Netzleiste: Audioplan Powerstar

Zubehör: Stromfilter: Fisch Audiotechnik AFL Filterleiste, Tsakiridis Super Athina Sonstiges: fastaudio Absorber, Acoustic System Resonatoren

Größe des Hörraumes: Grundfläche: 24,5 m² Höhe: 2,7 m

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