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Inhaltsverzeichnis

  1. 1 Heldenhaft?
  2. 2 Die Special Tricks des AudioQuest Brave Heart
  3. 3 AudioQuest Brave Heart: Klangtest & Vergleiche
  4. 4 Test-Fazit: AudioQuest Brave Heart

Fünfeinhalbtausend Euro für zwo mal drei Meter Lautsprecherkabel? Wer braucht denn sowas? Niemand. Wir brauchen acht Stunden Schlaf, gute Freunde, Urlaub am Meer und doch hoffentlich immer mindestens zwei Flaschen gut gelagerten Sagrantino im Keller. Highendiges Audioequipment braucht man nicht. Aber es macht Spaß! Und das brandneue AudioQuest Brave Heart (https://www.audioquest.com/de) kommt mit einigen interessanten Features, die es im Grunde sogar zu einem echten „Gerät“ machen. Überdies liegt es in der gleichen Preisklasse wie mein aktuelles Lieblings- und Arbeitslautsprecherkabel Kimber Carbon 16. Das verheißt also nicht nur Spaß, sondern auch Spannung …

Ein echtes Gerät?

AudioQuest zählt zu den wenigen Herstellern, die ihre Topkabel nicht nur mit besonderen, zum Teil proprietären Technologien ausstatten, sondern auch gerne offen über diese Technologien reden. Das AudioQuest Brave Heart schmückt sich mit Begriffen wie etwa „ZERO Tech“, „72 V DBS“ oder „RF Drains“ wie ein Formel-1-Rennwagen mit Werbeaufklebern, könnte man meinen. Kaltgeschweißte Kontakte sowie oberflächenbehandelte Solid-Core-Kupferleiter (Perfect Surface Copper) gehören zu den weiteren Features, über die die Amerikaner gerne sprechen.

Das in den Niederlanden gefertigte AudioQuest Brave Heart

AudioQuest fertigt das Brave Heart in Irvine und Roosendaal – unser (nur fürs Foto in Fesseln gelegte) Testexemplar ist ein Holländer

Wer sich mit dem Entwickler Garth Powell oder dem Marketing-Europa-Chef Rob Hay nur mal ein Viertelstündchen unterhält (oder sagen wir: zuhört), merkt aber schnell, dass die shiny Wörtchen keine reinen Marketinghülsen, sondern tatsächlich technisch verwurzelt sind. Ich klopfe mir an diesem grauen Novembertag mal selbst anerkennend auf die Schulter und denke, dass ich diese AudioQuest-Spezialitäten recht gut und übersichtlich in meinem Test des Pegasus-NF-Kabels beschrieben habe, und spare mir daher an dieser Stelle ein Doppel-Gemoppel.

Nur ganz kurz: AudioQuest misst der Bekämpfung von externen HF/RF-Störungen hohe Bedeutung zu, bringt aber auch physikalische Wirkgrößen wie den Wellenwiderstand von elektrischen Verbindungen so explizit aufs Tapet, wie ich das von anderen Herstellern eher nicht kenne. Last, but not least: Löblich finde ich den eigentlich trivialen, dennoch nicht selbstverständlichen Umstand, dass man von Schraubverbindungen offenbar ebenso wenig hält wie ich und sämtliche Stecker kaltverschweißt. Generell halte ich es für ratsam, Kabel zu wählen, deren Kontakte dauerhaft verbunden sind – verlötet ist ebenfalls eine saubere Lösung –, und nicht bloß nur von Madenschrauben gehalten werden oder gar auf bloßen Steckverbindungen beruhen.

Die zwischenschichtenlos versilberten (Hanging Silver) Kupfer-Bananas des AudioQuest Brave Heart

Die zwischenschichtenlos versilberten (Hanging Silver) Kupfer-Bananas stammen aus hauseigener Fertigung. Natürlich gibt es das AudioQuest Brave Heart wahlweise auch mit Spades/Gabelschuhen

Die Special Tricks des AudioQuest Brave Heart

Das je Kanal aus zwei 12-mm-Strängen bestehende und nur mittelmäßig kommod hinterm Rack verbieg- und verlegbare AudioQuest Brave Heart kommt überdies mit einigen zusätzlichen Tricks, die zumindest mir neu sind:

Richtungsweisend

So berücksichtigt AudioQuest bei den Solid-Core-Leitern des Brave Heart, dass gegossene und gezogene Leiter typischerweise eine leichte mechanische Vorspannung aufweisen, die Einfluss auf die Widerstandsverhältnisse nimmt, denen HF-Signale ausgesetzt sind. Solche Störeinflüsse sollen ja zunächst mittels der oben beschriebenen Konzepte minimiert werden. Verbleibende Störungen gilt es in möglichst großem Umfang kontrolliert abzuleiten – was laut AudioQuest besser gelinge, wenn die Leiter vor der Fertigung ausgemessen und dann so ausgerichtet werden, dass sich hochfrequenten Störströmen der geringste Widerstand bietet. AudioQuest nennt dieses Feature passenderweise Direction Controlled: „Dies reduziert sowohl Störmaskierungseffekte als auch TIM (transiente Intermodulationsverzerrung) zwischen Audiosignalen mit niedrigem Pegel und induzierten HF-Störsignalen erheblich“, so Garth Powell.

Kabelgeometrie und Innenaufbau des AudioQuest Brave Heart

Die illustrierte Kabelgeometrie beziehunsgweise der schematische Innenaufbau des AudioQuest Brave Heart (Bild: AudioQuest)

Raketentechnik?

Besonders interessant und – wenn ich AudioQuest richtig verstehe – wegweisend ist offenbar die PMO (permanente molekulare Optimierung), durch die sich jedes Brave Heart quälen muss. Die Effekte des „Einspielens“ oder „Einbrennens“ von Geräten und Materialien kennen viele Leser bestimmt aus eigener Erfahrung – meist geschieht das durch die eigene Musik. Das PMO ersetzt diesen Prozess übrigens nicht, geht dennoch weit über diesen hinaus, und zwar buchstäblich: Für das PMO wäre laut Powell „ein 5000-Watt-Leistungsverstärker erforderlich, der auf etwa 1000 Hz seine volle Ausgangsleistung ausgibt, um annähernd das zu erreichen, was wir tun. Und dieses Signal müsste zwei Tage oder länger ununterbrochen laufen.“

Diese Technik sei alles andere als Voodoo und „in der Luft- und Raumfahrt und anderen wichtigen wissenschaftlichen Labors seit vielen Jahren bekannt“. Man beanspruche so nicht zuletzt die Dielektrika optimal; im Endeffekt verringere sich das Rauschen und erhöhe sich die Linearität der höchsten Frequenzen, was mit gesteigerter Dynamik und Detailtreue einhergehe. Ich darf an dieser Stelle schon mal ausplaudern, dass das AudioQuest Brave Heart klangliche Schokoladenseiten aufweist, die sich mit diesen Versprechungen durchaus decken, gerade was die Signalreinheit angeht.

Das Das Dielectric-Bias-System (DBS) des AudioQuest Brave Heart

Das AudioQuest Brave Heart funktioniert mit Batterie – ohne natürlich auch, es arbeitet dann nur weniger störungsresistent: Das Dielectric-Bias-System (DBS) erzeugt ein elektrostatisches Potenzial von 72 Volt, das nicht nur die Dielektrika gezielt beeinflussen soll, sondern auch HF-Einflüsse eliminiere. Die Erzeugung eines elektrischen Felds benötigt übrigens keinen Stromfluss, daher halten die Batterien Jahre; die Leuchtdiode dient der Prüfung des Batterieladestands

Wunder gibt es immer wieder …

Vom sogenannten Wundermaterial „Graphen“ haben Sie bestimmt auch schon mal gehört: Eine Schicht von bienenwabenartig angeordneten Kohlenstoffatomen, die mechanisch extrem robust und zugfest ist und außerdem elektrisch leitet. Falls Sie es interessiert: Je nachdem, wie man Kohlenstoffatome anordnet, lassen sich mit diesem Element noch andere „wundersame“ Materialien herstellen, wie etwa das Fußballmolekül „Fulleren“ – faszinierenderweise sind hier einzig und allein die Atomstrukturen relevant. Das Konzept der graphenbasierten Rauschunterdrückung, erklärt mir Garth Powell, „ist ein Bestandteil der Rauschunterdrückungsschichten innerhalb der Abschirmungsstruktur des AudioQuest Brave Heart, das die Bandbreite der Rauschunterdrückung erweitert – eine willkommene Ergänzung zu den Methoden der Kohlenstoff- und Mehrschichtabschirmung“.

Es gilt also einmal mehr: Guter Klang ist nichts weiter als die Abwesenheit von Störungen – und benötigt nun vor allem endlich unsere ungestörte Aufmerksamkeit im Hörraum …

AudioQuest Brave Heart: Klangtest & Vergleiche

Lautsprecherkabel höre und vergleiche ich eigentlich ziemlich regelmäßig – nicht nur für konkrete Testberichte, sondern auch aus Neugier oder um vorab zu checken, ob sie sich für einen Test qualifizieren, wie etwa vor Kurzem Exemplare von WSS (wobei ich selbst ein älteres, herrlich ausgewogenes WSS Platin Line LS4 besitze) oder Esprit Audio, die wir allesamt hoffentlich demnächst noch ausführlicher anhören und testen werden.

Die Bananas am AudioQuest Brave Heart zeigen die Laufrichtung an

Die Bananas am AudioQuest Brave Heart weisen dem Hörer die korrekte Laufrichtung

Und Zubehör von AudioQuest hat bei mir generell einen Stein im Brett: Der Netzfilter Niagara 5000 (aufgrund der Massetechnik unbedingt auf ein zuleitendes AudioQuest-Netzkabel achten) ist im Grunde nicht mehr aus meinem Setup wegzudenken, und die vorbildlich homogen tönenden NF-Kabel Pegasus eigentlich auch nicht. Wobei das umfangreiche AudioQuest-Portfolio – wie könnte es anders sein – durchaus eine gewisse Volatilität aufweist: Das Lautsprecherkabel Robin Hood Zero empfand ich als einen Ticken zu gefällig und unpräzise klingend, das vergleichsweise preisgünstige, gleichwohl präzise und involvierend agil tönende AudioQuest Type 5 geht hingegen geradezu als Geheimtipp durch und wird, wie ich hörte, auch von Lautsprecherentwicklern geschätzt.

Aber steigen wir endlich in den Hörparcours ein: Mit Seitenblick aufs immerhin auch über 2.000 Euro für drei Stereometer kostende Robin Hood erwarte ich auch beim AudioQuest Brave Heart ein gewisses Sounding, eine etwas aufgesetzt wirkende Schönfärberei, die mich emotional nicht so richtig packt. Die angenehme Überraschung: Das Brave Heart will mit seiner Verwandtschaft offenbar nicht die Bohne etwas am Hut haben – und pflegt einen schon so ziemlich anderen Charakter.

Freund des Fricklers

Dysrhythmia Coffin Of ConvictionOb instrumentaler, super dicht arrangierter Frickelmetal von Dysrhythmia (das 2024er-Album Coffin Of Conviction hat sogar eine gute Klangqualität), kaleidoskopartiger Elektro von Download oder handlungsstrangreichhaltiger Jazz von Trioscene: In Sachen Differenzierungsvermögen, Profilschärfe und Spurtreue zählt das AudioQuest Brave Heart mit zum Besten, was ich je gehört habe, da muss ich gar nicht lange fackeln. Wer sich beim Musikhören gerne durch Tracks mit komplexer Rhythmik und ausladender Detailfülle wühlt, bekommt mit dem Brave Heart ein geradezu „sichtklärendes“ Lautsprecherkabel: Mit Blick auf eine maximal unverschliffene, zackige Fein- und Grobdynamik ist das Brave Heart absolut auf Augenhöhe mit meinem Kimber Carbon 16, das in dieser Sache als klare Benchmark durchgeht, an der sich andere Kabel messen lassen müssen – ein Grund, warum ich mir das Kimber damals kaufte.

Die einzelnen Kabelstränge des AudioQuest Brave Heart

Die einzelnen Kabelstränge des AudioQuest Brave Heart sind jeweils 12 Millimeter stark – ja, es gibt biegsamere und leichter hinterm Rack zu verlegende Lautsprecherkabel

Und auch in Sachen Auflösung, ebenfalls eine Domäne des Carbon 16, schenken sich beide Kabel nichts. Was – wichtig – nichts mit unangenehmer Analytik zu tun hat, sondern mir eher Begriffe wie Unverstelltheit und Reinheit in den Sinn kommen lässt: Mit Ausnahme beispielsweise der Esprit-Audio-Lautsprecherkabel, in die ich bisher allerdings nur vergleichsweise kurz reinhörte, tragen die meisten Lautsprecherkabel, die ich kenne, eine leicht diffuse, grauschleierige oder auch grisslige Note ins Klangbild, wenn ich sie mit einem Kabel vom Kaliber des Carbon 16 vergleiche. Keine Spur davon beim AudioQuest Brave Heart, und so schimmert zwischen bretternden E-Gitarrengewittern, dichten Tomwirbeln und forschem Beckenzischeln sauber die typische Textur einer zwischendrin zaghaft angeschlagenen Snare durch. Das wirkt nicht angestrengt – sondern wie selbstverständlich. Ich mag diese Art von Klangqualität sehr.

Je nach Gusto?

Wobei … Ganz so unkommentiert stehen lassen kann ich die oberen Absätze eigentlich nicht; ein paar Unterschiede und Tendenzen treten schon zutage, und ich würde mich sogar so weit aus dem Fenster lehnen und sagen, dass beide Kabel verschiedene Hörgeschmäcker bedienen – eine gewisse audiophile Sensibilität vorausgesetzt.

Der Kabelsplitter des AudioQuest Brave Heart

Ebenfalls mit Laufrichtungsanzeige: der Kabelsplitter des AudioQuest Brave Heart

Hallo Zwilling!

Doch zunächst noch zu einem Aspekt, bei dem beide Lautsprecherkabel tatsächlich wie eineiige Zwillinge auf höchstem Niveau wirken. Man kann sich’s im Grunde schon denken: Wenn Auflösung, Feindynamik und Reinheit – die überdies den berühmten „schwarzen Hintergrund“ etablieren – zusammenkommen, kann eine wohldefinierte Räumlichkeit in Form von präziser Ortungsschärfe und akkurater Plastizität nicht weit sein. Ist sie auch nicht; sie trägt vielmehr zum hohen Differenzierungsvermögen, zur Strukturiertheit, zur klangordnenden Hand des AudioQuest Brave Heart hörbar bei. Die gesamte Abbildung dehnt sich dabei so aus, wie ich das im Idealfall kenne und schätze, sie löst sich zudem auf der Z-Achse schön nach vorne Richtung Hörplatz von meinen Wilson SabrinaX ab; für meine Raumakustik und Lautsprecherpositionierung ist das allerdings typisch.

Unterschiede in der Farbtemperatur

Kommen wir zu den Unterschieden. Mit Blick auf Klarheit und Transparenz der Mitten- und Stimmwiedergabe – ja, auf dieses besondere Hörgefühl von Reinheit, das sich hier vermittelt –, liegt das AudioQuest Brave Heart zweifelsohne auf Augenhöhe mit meiner Referenz von Kimber. Aber: Im Vergleich mit meinem tonal etwas „leichter“ abgestimmten Carbon 16 muten nicht zuletzt Stimmen etwas sonorer an, wenn ich das AudioQuest-Lautsprecherkabel zwischen meinen unbestechlichen Chord Electronics Ultima 5 und die SabrinaX stecke. Unterschwellig herrschen mehr Wärme und gefälligere Klangfarben im Klangbild vor. Ich lehne mich gerne aus dem Fenster und gehe so weit, dass gerade die Wiedergabe von Stimmen und natürlichen Instrumenten wohl als das Highlight des Brave Heart durchgeht: Präzision und Unverstelltheit treffen auf eine nahezu wohlige, aber keineswegs verfärbende Farbtemperatur.

Die lautsprecherseitigen Stecker des AudioQuest Brave Heart

Auf mich wirkt das AudioQuest Brave Heart in Sachen Bass- und Mittenwiedergabe im Grunde amtlich neutral – es gibt sich bassseitig einen Tick druckvoller als das leicht schlank abgestimmte Kimber-Kabel. Durch das subtile Plus des Basspegels wirkt die Musik übers AudioQuest-Lautsprecherkabel grobdynamisch automatisch einen Deut gehaltvoller.

Womit ich einen ersten oben angekündigten Kommentar eingelöst habe. Ich vermute übrigens, dass genau an dieser Stelle das Kimber Kable Carbon 18XL ansetzt und gegenüber dem Carbon 16 die Basspegeldurchlässigkeit und Mittenunterfütterung quantitativ weiterführt. Gehört habe ich das 18XL aber noch nicht.

Ein bisserl Astrologie schadet nie

Und wenn man denn unbedingt sagen wollte, dass es das Carbon 16 eher in Richtung Luft zieht, so wäre das AudioQuest Brave Heart dann bestimmt unter einem Erd-Sternzeichen geboren. Die Durchlässigkeit von ätherischen Obertonstrukturen und die Luftigkeit des Superhochtons zählen zu den absoluten Schokoladenseiten des Kimber Carbon 16 – hier definiert der Binder aus Utah ebenfalls eine echte Benchmark. Das Brave Heart verschweigt hier nicht wirklich etwas – vielmehr hatte ich oben ja seine Auflösungsqualitäten gerühmt. Es wirkt im Grunde auch hochtonseitig rechtschaffen neutral. Gleichwohl spart es die Übertragung des allerletzten subtilen Hochtonhauchs einen Deut aus, wenn man genau hinhört und es mit kompromisslos luftigen Kabeln wie dem Carbon 16 oder einem Esprit Audio Lumina (6.830 Euro für drei Stereometer) vergleicht.

Das AudioQuest Brave Heart mit Case und Außenkarton

Das AudioQuest Brave Heart wird in einem kleinen „Köfferchen“ sowie mit einem zusätzlichen Außenkarton geliefert

Mag das AudioQuest Brave Heart in puncto Differenzierungsvermögen, Profilschärfe und Spurtreue auch Bestnoten einheimsen, wie ich schrieb, bedeutet es in praxi eben doch, dass mir bei rauem, markantem Musikmaterial das Kimber einen Tick besser gefällt: Die „Air“ des Klangbilds setzt sich wie ein geschmeidiges Etwas zwischen die vielen eruptiven Töne. Tracks, bei denen vor allem Stimmen aufs Musikerlebnis einzahlen, gefallen mir hingegen mit dem AudioQuest besser. Genau: Über ein grundsätzliches Besser oder Schlechter entscheiden letztlich der eigene Geschmack und vor allem auch der Charakter der Elektronik sowie der anhängigen Lautsprecher. Eigentlich bin ich vor allem verblüfft, wie ähnlich durchlässig diese beiden tollen Lautsprecherkabellösungen tönen. Entwicklungsseitig hat man hüben wie drüben offenbar so einiges richtig gemacht – und das, obwohl man mit Blick auf die technischen Konzepte jeweils ganz eigene Wege geht.

Test-Fazit: AudioQuest Brave Heart

Das AudioQuest Brave Heart mit Bananas

AudioQuest fertigt das Brave Heart in Irvine und Roosendaal – unser Testexemplar ist ein Holländer

Das AudioQuest Brave Heart gehört mit zu den durchlässigsten, die Musik am wenigsten abbremsenden oder verbiegenden Lautsprecherkabeln, die ich kenne. Es darf sich trotz seiner leichten Zurückhaltung bei der Durchleitung ätherischen Superhochtonglanzes dennoch „lupenreiner und neutraler Allrounder“ nennen – und passt daher zweifelsohne zu fast jedem Hörgeschmack und jeder hochwertigen, akustisch ausgewogenen Audiokette.

Allrounder hin oder her: Mögen die Unterschiede bei Kabeln generell nicht so signifikant ausfallen wie bei mancher Elektronik oder – logo – gar Lautsprechern, so bin ich mir sicher, dass viele Hörer insbesondere die Mitten- und Stimmwiedergabe als echten Fortschritt gegenüber ihrem Status quo und mithin als besonderes Highlight dieses Lautsprecherkabels wertschätzen werden. Und genau das macht das AudioQuest Brave Heart auch zu einem meiner persönlichen Highlights.

Fakten & Preise:

  • Modell: AudioQuest Brave Heart („Folk Heroes“-Serie)
  • Konzept: Lautsprecherkabel
  • Konfektionierung: Wahl zwischen U-Spade, Multi-Spade, Banana (Verstärkerseite/Lautsprecherseite) oder V-Spade (nur Verstärkerseite)
  • Preise: ab 4.349 Euro (2 × 2 Meter Stereometer), 5.649 Euro (2 × 3 Meter); Preisberechnungsformel: 1.300 Euro/m + 1.749 Euro
  • Leiter: Solid Core aus Perfect-Surface Copper+, Hauptleiter 3,31 mm²
  • Spezifika: Zero Tech, 72 V DBS, RF Drains (4 % Silberbeschichtung), Direction Controlled, PMO, graphenbasierte Rauschunterdrückung, kaltverschweißte Kontakte
  • Garantie: 2 Jahre
  • Weitere technische Informationen auf der Website des Herstellers

Hersteller & Vertrieb:

AudioQuest
Hoge Bergen 10 | 4704 Roosendaal
Telefon: +31 (0) 165 5414 04
Mail: info@audioquest.nl
Web: https://www.audioquest.com/de/

Billboard
Vincent

Test: AudioQuest Brave Heart | Lautsprecherkabel

  1. 1 Heldenhaft?
  2. 2 Die Special Tricks des AudioQuest Brave Heart
  3. 3 AudioQuest Brave Heart: Klangtest & Vergleiche
  4. 4 Test-Fazit: AudioQuest Brave Heart

Über die Autorin / den Autor

Equipment

Digitale Quellen: D/A-Wandler: Canever Audio ZeroUno SSD, Norma HS-DA1 PRE, Keces S3 Musikserver: Melco N50-S38 Streamer: Melco N50-S38, SOtM sMS-200 ultra & SOtM sPS-500, Volumio Primo

Vollverstärker: Abacus Ampino

Vorstufen: Hochpegel: Funk MTX Monitor V3b-4.3.1, Funk MTX Monitor V3b-4.2.1 (Upgrade von V3b), Funk LAP-2.V3 (Upgrade von Lap-2.V2)

Endstufen: Chord Electronics Ultima 5, Bryston 7B³, Norma Revo PA 150

Lautsprecher: Wilson Audio SabrinaX, Abacus C-Box 3

Kopfhörer: MrSpeakers Ether 2, Denon AH-D9200, AKG K812, RHA T20, Soundmagic E80, AAW Q

Kopfhörerverstärker: Norma HS-DA1 PRE, Keces S3, Reußenzehn Harmonie III

Mobiles HiFi: Onkyo DP-X1, iBasso DX-80

Kabel: Lautsprecherkabel: Kimber Carbon 16, HMS Armonia, WSS Platin Line LS4, Real Cable BW OFC 400, HMS Fortissimo NF-Kabel: AudioQuest Pegasus (RCA und XLR), Supra Cables Sword Excalibur (RCA), Straight Wire Virtuoso (RCA und XLR) Digitalkabel: USB-Kabel: AudioQuest Carbon und Diamond, Boaacoustic Silver Digital Xeno, BMC Pure USB1 Netzkabel: Kondo KSL-ACc Persimmon, HMS Energia Suprema, Supra Cables LoRad 2.5 CS-EU Mk2, Tellurium Q Black, Quantum-Powerchords, Swisscables Reference, Audioquest NRG-Z2 Netzleiste: AudioQuest Niagara 5000, HMS Energia MkII

Rack: Lovan Classic II

Zubehör: Stromfilter: AudioQuest Niagara 5000, HMS Energia MkII Sonstiges: Switch SOtM Snh-10G, AudioQuest Jitterbug

Größe des Hörraumes: Grundfläche: 29 m² Höhe: 3,3 m

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