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Audio Exklusiv Unterstellfüße Marantz SA 7001 SACD-Spieler Testbericht fairaudio

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audio exklusiv d.c.d-feet

Jochen Reinecke

Da waren sie also, die Füßchen. Vier kleine, runde, 25 Millimeter hohe Aluminiumfüßchen mit je 55 Millimeter Durchmesser. Vom Kollegen mit süffisantem Lächeln überreicht: „Probier sie mal aus“. Ich probiere ja im Audio-Bereich gerne Dinge aller Art aus und schrecke auch vor Zubehörtests nicht zurück. Schon vor Jahren durfte ich einmal für die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung diverse mehr oder weniger esoterisch anmutende HiFi-Tuning-Maßnahmen auf die Hörprobe stellen, fast durch die Bank mit ernüchternden Ergebnissen: Blindtesttauglich waren die Ergebnisse, die die versammelten aktiven und passiven „Materialentstresser“, „Energiefluss- und Stromoptimierer“ und sonstigen Heilgerätschaften erzielten, durch die Bank nicht. Und so blickte ich auch zunächst mit einer gewissen Grundskepsis auf die Audio Exklusiv „deCoupling damping“-Füßchen – wobei ich Entkopplungsmaßnahmen grundsätzlich noch zu den physikalisch nachvollziehbaren Maßnahmen zähle.

Ich probierte die d.C.d.-Feet an meinem Marantz SA 7001 SACD-Spieler, an der Myryad MXA 2150 Endstufe, am NAD C316 BEE Vollverstärker und am Yarland FV-34CIII Röhrenvollverstärker – lautsprecherseitig wurden jeweils meine Nubert nuBox 681 in Stellung gebracht.

Marantz SA 7001 SACD-Spieler

Der SACD-Spieler zeigte sich von den Füßchen unbeeindruckt. Er musizierte wie eh und je, ganz gleich mit welcher Musik ich ihn und mit welcher Abhörlautstärke ich den Raum konfrontierte. Die Myryad Endstufe, die mit 21 Kilogramm Lebendgewicht schon fast den mit 24 Kilogramm angegebenen Einsatzrahmen der d.C.d.-Feet ausreizte, zeigte den Füßchen ebenfalls die kalte Schulter. So, wie sie es gewohnt war, schob sie massive Bässe ins Wohnzimmer und glänzte mit ausgezeichneter Fein- und Grobdynamik. Beim NAD-Vollverstärker hingegen meinte ich durch den Einsatz der d.C.d.-Feet eine leicht „geordnetere“ Darstellung zu hören, dies betrifft hauptsächlich die stereofone Raum-Feinabbildung. Schallquellen wirkten einen Tick ortbarer, differenzierter. Interessant!

Doch dann – eine Überraschung. Ausgerechnet der kleine Yarland FV-34CIII Röhrenverstärker profitierte deutlich hörbar von der Entkopplung durch die d.C.d.-Feet. Bereits bei mittleren Lautstärken wirkte die Raumabbildung sortierter, vor allem jedoch der Oberbass federnder und definierter. Angeschlagene Bass-Saiten wiesen ein besseres Timing auf, beispielsweise bei Kraans Instrumentalstück „Polarity“, wo es einen wirklich wundervoll knurrigen Fender-Jazzbass zu hören gibt.

Yarland FV-34CIII

Bei höheren Abhörpegeln verstärkte sich der positive Effekt noch einmal: Der FV-34CIII geht für gewöhnlich bei voluminöserer Musik – etwa ab 14-Uhr-Stellung des Lautstärkestellers – merklich, wenn auch noch nicht wirklich unangenehm, in die Knie. Das zeigt sich in angeschwabbelten Bässen und einer insgesamt etwas räumlich unsortierten Abbildung. Ganz anders mit den Füßchen: Die Bässe waren nun wieder straffer, die Raumabbildung differenzierter, aber auch die Höhen wirkten präziser und weniger „angeknirscht“. Gefällt mir.

Test: Audio Exklusiv d.C.d.-Feet |

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