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Test-Fazit: AudiaZ Opera Riva Diamond

Der Standlautsprecher AudiaZ Opera Riva Diamond

Die AudiaZ Opera Riva Diamond wecken glatt den Synästhetiker in mir: Stellen Sie sich vor, wie Sie eine Handvoll Kies in Ihre Hände nehmen, die Finger spreizen und die einzelnen Steinchen rieselnd zu Boden klackern. Und wie Sie danach stattdessen feinsten, sonnengetrockneten Meeresstrandsand greifen – wie die feinen Körnchen, als wären sie alle eins, fast unmerklich über Ihre Haut gleiten, sich davon unbenommen aber zielsicher ihren Weg nach unten bahnen.

Okay, meine bildhafte Anwandlung ist bestimmt übertrieben, kein Lautsprecher klingt wie Kies. Aber kaum ein anderer mir bekannter Lautsprecher klingt so feinsinnig, so „feinpixelig“ – ja, das ist das richtige Wort – wie die AudiaZ Opera Riva Diamond: als ob sie das Klangbild mit kleineren, dafür umso zahlreicheren „Atomen“ bauen und mithin weniger Quantisierungsfehler machen würden, was der Musik automatisch einen seidigen Touch verleiht. Hart, zischelig, hell – vergessen Sie alle bösen Worte, die Sie mit „hoher Auflösung“ in Verbindung bringen. Hören Sie stattdessen begeistert perfekt aufgenommene Musik in HiRes ebenso wie alte Scheiben aus Ihrer Jugend mit fragwürdiger Soundqualität. Die AudiaZ Opera Riva Diamond sind Lautsprecher, die einen mit jeder Musik zum Staunen bringen können, selbst wenn man meint, schon alles gehört zu haben.

Gegenanzeigen und Nebenwirkungen? Nun, Fans besonders sonorer, sich mit kräftigen Farben von unten aufbauender Mitten – meine Erinnerungen an meine Spendor SP100R² lassen mein Herz trotz kalten Schneetreibens draußen immer noch warm werden – könnten die Opera in diesem Frequenzbereich einen Tick zu himmelstrebend und ätherisch empfinden. Dafür darf man sich vom herrlich großformatigen Klangbild umarmen und nur allzu gerne wieder versöhnen lassen. So oder so: Die AudiaZ Opera Riva Diamond sind feinstes Klasse-statt-Masse-Highend und für wahrlich außergewöhnliche Hörerlebnisse gut. Auf zu neuen Hörufern!

Die AudiaZ Opera Riva Diamond charakterisieren sich durch …

  • ein Auflösungsvermögen, das mit gängigen Vorstellungen von diesem Kriterium bricht: Hier geht es nicht bloß um die möglichst gute Hörbarmachung zählbarer Details (das machen die Opera mit links). Es geht nicht ums „Was“, sondern ums „Wie“: Musik wirkt ebenso anmachend offen und komplex wie beruhigend entgratet.
  • einen extrem sauberen, reinen Hochton, ausnehmend durchsichtig und „echt“. Nicht betont funkelnd, vielleicht nicht einmal kompromisslos straight bis ganz nach oben durchziehend, aber angenehm offen – und stressfrei. Die Höhen markieren auch zu diesem Preis ein echtes Highlight.
  • eine Mittenwiedergabe, die in ihrer Durchhörbarkeit den Höhen in nichts nachsteht – dennoch herrscht auch hier eine natürliche Geschmeidigkeit vor. Tonal zieht es die Mitten etwas himmelwärts, sie versprühen eher eine ätherische denn eine erdige oder sonore Note.
  • einen Bass, der in Sachen Qualität (Konturiertheit, „Trockenheit“) und Quantität (Tiefgang, Neutralität) seine Pflicht erfüllt und weder als Highlight noch als Schwachstelle ins Ohr fällt. Dennoch: Die AudiaZ Opera Riva Diamond liefern tieftonseitig standesgemäß wie große Standboxen ab. Unter 25, besser 30 Quadratmeter Hörraumgröße würde ich es nicht versuchen. Auch die Pegelfestigkeit hält mit – die Opera sind auf jeden Fall partytauglich.
  • Feindynamik vom … genau: Allerfeinsten. Leichtfüßig-flirrend. Grobdynamisch mit erwachsenem Wumms und für diese Klasse rechtschaffen, aber nicht außergewöhnlich auf Zack.
  • keine monitoreske Abbildungspräzision, wie sie etwa kleine Lautsprecher im Nahfeld liefern – in Sachen Ortungsschärfe ginge noch mehr. Dennoch eine hochakkurate Stereomitte. Vor allem aber gerät die virtuelle Bühne involvierend großformatig und löst sich dabei schön von den Boxen Richtung Hörer. Schlüssiges Hören ist auch außerhalb des Sweetspots möglich. Die Raumabbildung der Opera kommt zwar mit einem eigenen Flair, geht für mich aber dennoch als echte Stärke durch.
  • tadellose Verarbeitung. Unverkennbares Design jenseits des Handelsüblichen. Sympathisch eigenständiger Ansatz, gerade für eine kleine Manufaktur.

Fakten:

  • Modell: AudiaZ Opera Riva Diamond
  • Konzept: 3-Wege-Bassreflex-Standlautsprecher mit Keramiktreibern und Diamant-Hochtöner
  • Preis: ab 53.000 Euro
  • Abmessungen & Gewicht: 128,3 × 28,5 × 28,5 cm (H × B × T), ca. 56 kg pro Stück
  • Ausführungen: Perlglanz-Schwarz, Perlglanz-Weiß, Golden Ebony Hochglanz
  • Wirkungsgrad: 88,0 dB/W/m
  • Nennimpedanz: 6 Ohm
  • Sonstiges: an die Innenverkabelung angepasste Lautsprecherkabel optional
  • Garantie: 5 Jahre
  • weitere technische Daten auf der Website des Herstellers

Hersteller & Vertrieb:
Chiemsee Hifi – Dr. Helmuth Weber
Niederdonauweg 10 | 83024 Rosenheim
Telefon: +49 8031 33738
E-Mail: info@audiaz.de
Web: https://audiaz.de/

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    Über die Autorin / den Autor

    Profilbild von Joerg Dames Joerg Dames

    Equipment

    • Digitale Quellen:
      • D/A-Wandler: Canever Audio ZeroUno SSD, Norma HS-DA1 PRE, Keces S3
      • Musikserver: Melco N50-S38
      • Streamer: Melco N50-S38, SOtM sMS-200 ultra & SOtM sPS-500, Volumio Primo
    • Vollverstärker:
      • Abacus Ampino
    • Vorstufen:
      • Funk MTX Monitor V3b-4.3.1, Funk MTX Monitor V3b-4.2.1 (Upgrade von V3b), Funk LAP-2.V3 (Upgrade von Lap-2.V2)
    • Endstufen:
      • Chord Electronics Ultima 5, Norma Revo PA 150
    • Lautsprecher:
      • Wilson Audio SabrinaX, Abacus C-Box 3
    • Kopfhörer:
      • MrSpeakers Ether 2, Denon AH-D9200, AKG K812, Audeze iSine 20, RHA T20, Soundmagic E80, AAW Q
    • Kopfhörerverstärker:
      • Norma HS-DA1 PRE, Keces S3, Reußenzehn Harmonie III
    • Mobiles HiFi:
      • Onkyo DP-X1, iBasso DX-80
    • Kabel:
      • Lautsprecherkabel: Kimber Carbon 16, HMS Armonia, WSS Platin Line LS4, Real Cable BW OFC 400, HMS Fortissimo
      • NF-Kabel: AudioQuest Pegasus (RCA und XLR), Supra Cables Sword Excalibur (RCA), Straight Wire Virtuoso (RCA und XLR)
      • Digitalkabel: USB-Kabel: AudioQuest Carbon und Diamond, Boaacoustic Silver Digital Xeno, BMC Pure USB1
      • Netzkabel: AudioQuest Dragon, AudioQuest Blizzard, Supra Cables LoRad 2.5 CS-EU Mk2, Kondo KSL-ACc Persimmon, HMS Energia Suprema, Tellurium Q Black, Quantum-Powerchords, Swisscables Reference, Audioquest NRG-Z2
      • Netzleiste: AudioQuest Niagara 5000, HMS Energia MkII
    • Rack:
      • Lovan Classic II
    • Zubehör:
      • Stromfilter: AudioQuest Niagara 5000, HMS Energia MkII
      • Sonstiges: Switch SOtM Snh-10G, AudioQuest Jitterbug
    • Größe des Hörraumes:
      • Grundfläche: 29 m²
      • Höhe: 3,3 m