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Testfazit: ATC SCM20PSL

Inhaltsverzeichnis

  1. 2 ATC SCM20PSL: Hörtest und Vergleiche
  2. 3 Testfazit: ATC SCM20PSL

Sind die ATC SCM20PSL die besten Zwei-Wege-Breitbänder der Welt? Technisch gesehen ist die Frage selbstverständlich Unsinn, doch klanglich könnte man sie so beantworten: Tonal derart geschickt ausbalanciert, im Timing tadellos und musikalisch so rund und stimmig spielt kaum ein anderer mir bekannter Lautsprecher in diesem Preisbereich, ob nun Kompaktmonitor oder Standmodell. Wer gerne ohne irgendwelche Mätzchen, aber dafür mit hohem Informationsgehalt entspannt Musik genießen möchte, ohne Gefahr zu laufen, sich irgendwann sattzuhören, sollte definitiv ein Ohr riskieren.

ATC SCM20PSL - Paar des Kompaktlautsprechers

Techno, House und Dampfwalzen-Metal sind naturgemäß nicht die liebsten Genres der ATC SCM20PSL, klingen aber auch nicht nach Travestie. Natürliche Instrumente, subtiler Elektro, Pop, Rock und Jazz – das funktioniert alles formidabel, und zwar am liebsten in kleinen und mittelgroßen Räumen zwischen etwa 10 und 25 Quadratmeter Grundfläche.

Ab 50 flotten Watt pro Kanal dürfte es mit einer sinnvollen Verstärkungsabteilung losgehen, idealerweise sollten über 100 Watt anliegen, um die erstaunlichen Pegel- und Dynamikreserven der nicht übermäßig sensitiven Kompakten ausloten zu können. Auf jeden Fall sollte die Elektronik möglichst neutral, natürlich und dynamisch frei klingen, um die Balance der ATC SCM20PSL nicht zu stören.

Die ATC SCM20PSL …

  • sind tonal und in Sachen Timing extrem geschlossen aufspielende Mehrwege-Lautsprecher, das hat fast schon etwas Breitbänder-artiges, doch ohne die Nachteile solcher Konzepte.
  • spielen im Bass präzise, für ihre Größe angemessen druckvoll und aufgrund der Linearität gefühlt eher schlank als fett. Der tiefer als erwartet und sehr berechenbar gleichmäßig abfallende, bestens kontrollierte (Tief-)Bass prädestiniert sie für kleinere bis mittelgroße Räume, wo er ein Problemlöser sein kann.
  • besitzen einen absolut neutralen, offenen Mittel- und Hochton, wobei letzterer dem ein oder anderen Hörer ohne Erfahrung mit neutralen Studio-Monitoren eventuell frisch vorkommen kann.
  • geben Stimmen offen, klar und ergreifend authentisch wieder.
  • spielen verzerrungsfrei und sauber bis in kaum für möglich gehaltene Pegelregionen.
  • malen Klangfarben eher sachlich als romantisch, also stets mit der richtigen Dosierung und Differenzierung.
  • hauen grobdynamisch natürlich nicht mit der physischen Wucht größerer Stand- oder Kompaktlautsprecher auf die Pauke, besitzen aber ausreichend „Ooomph“.
  • reagieren rasend schnell und kommen ohne Umschweife auf den Impuls-Punkt. Sie spielen feindynamisch umwerfend differenziert, natürlich und mühelos. Ein absolutes Highlight.
  • lösen Hochtondetails und das Geschehen im Mitten- und Präsenzbereich für die Preisklasse erstaunlich gut auf.
  • zeichnen räumlich nicht ausufernd groß, sondern begrenzen die Bühne insbesondere nach hinten ein wenig zugunsten einer intimen, gut definierten Abbildung auf und um die Lautsprecherebene herum.
  • sind traumhaft gut verarbeitet und eine echte haptische Freude.

Fakten:

  • Modell: ATC SCM20PSL
  • Konzept: passive Zwei-Wege-Kompaktbox mit geschlossenem Gehäuse
  • Paarpreis: 5.500 Euro
  • Nennimpedanz: 8 Ohm
  • Kennschalldruck: 85 dB (1 W/1 m)
  • Abmessungen & Gewicht: 440 x 239 x 326 mm (H x B x T), 18 kg/Stück
  • Farben: Seidenmatt schwarz, Seidenmatt weiß, Nussbaum, Eiche, Kirsche, Esche schwarz furniert
  • Garantie: 6 Jahre

Weitere technische Informationen auf der Webseite des Vertriebs

Vertrieb:

ATR – Audio Trade
Schenkendorfstraße 29 | 45472 Mülheim an der Ruhr
Telefon: +49 (0) 208-882 66 0
E-Mail: info@audiotra.de
Web: https://www.audiotra.de/

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Test: ATC SCM20PSL | Kompaktlautsprecher

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  2. 3 Testfazit: ATC SCM20PSL

Über die Autorin / den Autor

Equipment

Analoge Quellen: Laufwerk: J.Sikora Initial Max mit Alu-Base und geregeltem Netzteil Plattenspieler: Pro-Ject Carbon Debut EVO Tonarm: Kuzma Stogi Reference S12 VAT Tonabnehmer: Transrotor Figaro, Ortofon 2M Bronze, Ortofon 2M Red Sonstiges: UKW-Tuner: Grundig FineArts T2

Digitale Quellen: D/A-Wandler: ifi iDSD nano, Norma Audio REVO DAC-Modul CD-Player: Technics SL-G700 Streamer: Métronome DSS 2, Cambridge CNX (V2) Computer/Mediaplayer: Nucleus by Roon, MacBook Pro

Vollverstärker: Audio Hungary Qualiton X200 KT150 (Röhre), Linn Classik Movie II (Surroundreceiver mit integriertem DVD-Player)

Vorstufen: Hochpegel: Norma Audio REVO SC-2 Phonoverstärker: Linnenberg BIZET (MC), Norma Audio PH3 (Modul)

Endstufen: Norma Audio REVO PA-150

Lautsprecher: ATC SCM50PSL, Divine Acoustics Bellatrix, JBL 4309, Argon Audio Forte A5

Kopfhörer: Denon AD-H7200, Teufel Real Blue PRO, Beyerdynamic Free BYRD

Kopfhörerverstärker: Meier Audio Corda Classic

Kabel: Lautsprecherkabel: Ortofon Reference SPK Black, Kimber Kable 12TC All Clear, Audioquest Rocket 22, Fastaudio Black Science SPK NF-Kabel: Gutwire EON-Z, Ortofon Reference 7NX-705, Graditech Kide 1 & Kide 3, Audioquest Yukon, Audioquest Mackenzie, fastaudio Black Science NF Digitalkabel: Supra Cables Sword Excalibur USB, AudioQuest Vodka & Cinnamon Ethernet, Graditech Kide Digital RCA, AudioQuest Carbon RCA Netzkabel: Supra Cables LoRAd 2.5 SPC, Gutwire SV-8, Gutwire G Clef 2, AudioQuest NRG-2 Sonstiges: Erdungskabel Gutwire Ultimate Ground

Rack: Roterring Belmaro 33 (Customized)

Zubehör: Stromfilter: Supra Cables LoRad Netzleiste MD08 DC 16 EU Mk 3.1 Sonstiges: Audioplan PowerStar S4, bFly PowerBase M, bFly BaseTwo M, YDOL Relax 60 und fastaudio Absorber, Acoustic System Resonatoren Silver & Gold, The Gryphon De-Magnetizer, Audioplan Sicomin Antispikes und Gerätefüße, bFly MASTER Absorberfüße, Solidsteel SS6 (Lautsprecherständer)

Größe des Hörraumes: Grundfläche: 24,5 m² Höhe: 2,7 m

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