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Test-Fazit: ASR Mini Basis Exclusive HV

Inhaltsverzeichnis

  1. 2 ASR Mini Basis Exclusive HV: Klangtest & Vergleiche
  2. 3 Test-Fazit: ASR Mini Basis Exclusive HV

Der Phonovorverstärker ASR Mini Basis Exclusive HV auf einer Rackebene

Mit der ASR Mini Basis Exclusive HV bekommt man für ein noch überschaubares Sümmchen ein piekfeines Stück analoger Entwicklerkunst ins Haus geschickt, bei dem das Made in Germany nicht nur außen draufsteht, sondern auch im Inneren Programm ist. Durchaus nicht ohne Stolz verweist man bei ASR auf die Tatsache, dass die meisten Bauteile hiesigen Ursprungs sind.

Die Mini Basis kann sowohl mit MC- wie MM-Systemen umgehen. Dazu verfügt sie über eine ansehnliche Anzahl von Verstärkungen und Impedanzen, doch wenn es um maximale Flexibilität und modernen Bedienungskomfort geht, muss die Mini Basis ein paar Federn lassen. So gewährt sie nur einem Tonarm den Anschluss, verzichtet auf ein Subsonic-Filter (das ich selbst allerdings noch nie gebraucht habe) oder variable RIAA-Kennlinien. Auch Fernbedienbarkeit oder zumindest von außen zugängliche Einstellungsmöglichkeiten sind nicht vorgesehen.

Dafür tischt die ASR Mini Basis Exclusive HV klanglich gekonnt auf: Sie richtet unverfärbt und nahezu neutral an, lediglich von einem wohldosierten Schuss angenehmer Wärme flankiert. Davon profitiert besonders die Mittenwiedergabe, sodass Liebhaber „schöner“ Stimmen und akustischer Instrumente auf ihre Kosten kommen werden. Ja, unterm Strich kann man der Mini durchaus entspanntere, gefühlt vergnügliche Geschmacksnoten attestieren.

Wer einen gewissen Purismus schätzt, sich eher als Genusshörer, denn Auflösungsaficionado begreift und nicht gleich fünfstellig investieren möchte, sollte sich die Mini Basis Exclusive HV einmal anhören und möglicherweise eingespartes Geld in einen höherwertigen Tonabnehmer stecken. In ihrer HV-Version ist Friedrich Schäfers kleine Phonolösung selbst in ausgewiesenen High-End-Ketten keine Fehlbesetzung.

Steckbrief der ASR Mini Basis Exclusive HV

  • Die Raumabbildung der Mini Basis Exclusive HV bewegt sich adäquat auf dem Niveau von Entzerrern der Drei-bis-fünftausend-Euro-Klasse. Klassische Orchester werden mit guter Raumtiefe bis in die hinteren Reihen ausgeleuchtet. Der Mini Basis Exclusive HV gelingt es überdies, in der Breite den Raum von Wand zu Wand auszufüllen.
  • Die Mini Basis Exclusive HV spielt mit angenehmer Timbrierung, das diskret angewärmte Klangbild fühlt sich tonal dennoch ausgeglichen an.
  • Der Bass gerät erwachsen tief, lediglich die alleruntersten Tiefbasslagen spart die Mini aus. Gut strukturierte, präzise Wiedergabe und gutes Timing auf Klassenniveau.
  • Angenehm sonore, organische Mittenwiedergabe. Ein Fall für Genießer ohne unbotmäßige Schönfärberei.
  • Gute Hochtonauflösung, die glasige, nervige Härten vermeidet. Auf das letzte Quäntchen an Luftigkeit im Superhochton wird zugunsten homogener Integration verzichtet. Andere Pres mögen noch mikrodetailversessener spielen, dafür tönt der kleine ASR vorbildlich eingängig und langzeittauglich.
  • Tolle Feindynamik, die sogar mit den Fähigkeiten der größeren Basis Exclusive HV verglichen werden darf.
  • Auch grobdynamisch hat die Mini Basis so einiges zu bieten. Kein überschäumender Temperamentsbolzen, aber fähig, das dynamische Potential im Bedarfsfall blitzartig und wohldosiert abzurufen. Funktioniert mit Rock- und klassischer Musik gleichermaßen.
  • Der Fokus der Mini Basis Exclusive HV liegt mehr auf musikalischen Inhalten und Langzeithörtauglichkeit, denn auf Detailakribie und extremer Breitbandigkeit. Kann bei entsprechender Ausrichtung auch Spielpartner in sehr teuren High-End-Ketten sein.
  • Die einstellbaren Verstärkungsstufen und Impedanzen dürften für so gut wie alle Lebenslagen und Tonabnehmer reichen. Nur ein Eingang. Zusätzlicher Bedienkomfort und weitere Features fallen zugunsten des hier gepflegten Purismus unter den Tisch.
  • ASR-typisch ausgezeichnet verarbeitet, auch das Innere betreffend. Ein XLR-Ausgang ist optional.

Fakten:

  • Modell: ASR Mini Basis Exclusive HV
  • Kategorie: Phonovorstufe MM/MC
  • Preis: ASR Mini Basis Exclusive HV: ab 2.450 Euro (Testgerät ASR Minibasis Exclusive HV mit WBT-nextgen-Ag-Buchsen und zusätzlichem XLR-Ausgang: 3.180 Euro)
  • Eingänge: 1 x Cinch
  • Ausgänge: 1 x Cinch, 1 x XLR (optional)
  • Maße und Gewicht: 26,8 cm x 13 cm x 35 cm (BxHxT), ca. 5 kg
  • Ausführungen: Gehäuse aus leicht transparentem Acrylglas, Schrift in Chrom- oder Goldlook
  • Sonstiges: inklusive Netzkabel ASR Magic Cord (150 cm, andere Längen auf Wunsch), Cinch-Buchsen in Ausführung WBT nextgen CU oder Ag: zzgl. 240/400 Euro, optionaler XLR-Ausgang: 330 Euro
  • Eingangswiderstand: Phono MM und MC – 12 Ohm bis 47 kOhm
  • Eingangskapazität: zwischen 100 pF und 320 pF
  • Garantie: 2 Jahre beziehungsweise 3 Jahre nach Registrierung
  • Weitere technische Daten auf der Herstellerseite

Hersteller & Vertrieb:

ASR Audio Systeme Friedrich Schaefer
Hohe Straße 700 – Haus 5A | 35745 Herborn
Telefon: +49 (0 27 72) 649 880
Email: ASR@asraudio.de
Web: https://asraudio.de

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Krell

Test: ASR Mini Basis Exclusive | Phono-Vorstufe

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  2. 3 Test-Fazit: ASR Mini Basis Exclusive HV

Über die Autorin / den Autor

Equipment

Analoge Quellen: Laufwerk: TW-Acustic Raven AC Tonarm: Graham Phantom B-44, Analog Tools, Pyon Sound Iris Tonabnehmer: Steinmusic Aventurin 6, Lyra Titan i, Clearaudio Charisma V2, modifiziertes Denon DL 103R Sonstiges: Plattenklemme Musikus von LaMusika, Plattentellermatten von LaMusika, Dereneville und Steinmusic, externer Plattenspielerantrieb Dereneville DAE-01SP

Digitale Quellen: D/A-Wandler: Rockna Wavelight+ Musikserver: Innuos Zenith SE Sonstiges: Electrocompaniet EMP-2

Vollverstärker: Analog Domain Isis M75D, SRA Röhrenverstärker Melissa

Vorstufen: Hochpegel: Silvercore Linestage Two Phonoverstärker: Chord Symphonic, Rike Audio Sabine III, TW-Acustic Raven Phono

Endstufen: Dartzeel NHB-108 (Stereo), Tenor Audio 75 Wi (Monos)

Lautsprecher: Acapella La Campanella, Acapella Harlekin 2

Kabel: Lautsprecherkabel: Vovox Textura Fortis, Analog Tools Reference Serie NF-Kabel: Bastanis Imperial, Analog Tools Reference Serie, Akeno Audio Ultimate, Symphonic Line Reference Netzkabel: Acoustic Revive Absolute, Steinmusic Highline Netzleiste: Eigenbau mit Furutech-FI-E30-NCF-Steckdosen Sonstiges: Analog-Tools-Phonokabel (Reference Serie)

Rack: Racks von Copulare und Audio Lignum, Basen von Symposium Acoustics und Acapella, Symposium Precision und Ultra und Super-Coupler

Zubehör: Stromfilter: Isotek EVO3 Super Titan, Trenntrafos von Steinmusic Sonstiges: Harmonix RFA-7800 Room Tuning Devices, Sicherungen: AHP-Klangmodul IV G, Steinmusic Harmonizer, AHP II Kupfer, Hifi-Tuning Supreme 3 und Audio Magic SHD Beeswax Ultimate & Premiere Ultimate

Sonstiges: Racks von Copulare und Audio Lignum, Basen von Symposium Acoustics und Acapella, Symposium Precision und Ultra-Coupler, Harmonix RFA-7800 Room Tuning Devices, Highendnovum Passiver Multivocalresonantor PMR

Größe des Hörraumes: Grundfläche: 23,4 m² Höhe: 2,64 m

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