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Inhaltsverzeichnis

  1. 1 Neue Ernte
  2. 2 Acousence Pow-Amp: Hörtest & Vergleiche

Das hat man nicht so oft, dass das Stück Hardware, das gerade in der Redaktion weilt, von jemandem entwickelt wurde, der auch Musikproduktionen verantwortet. Die Rede ist vom Endverstärker Acousence Pow-Amp (9.415 Euro) und dessen Entwickler Ralf Koschnicke – Physiker und Tonmeister –, der Equipment für den Studio- und HiFi-Bereich anbietet, aber auch ein Musiklabel betreibt, das vor allem Aufnahmen aus dem klassischen Bereich produziert (Web: www.acousence.de). Charmant, diese Zweigleisigkeit.

Regelmäßige fairaudio-Leser wissen natürlich längst Bescheid, hatten wir im Frühjahr doch das Duo aus Musikserver und DAC von Acousence im Test – der Kollege war ziemlich angetan, um es vorsichtig zu formulieren. Der Acousence’sche D/A-Wandler kommt auf Wunsch inklusive Lautstärkeregelung, elektronikseitig fehlt also nur noch ein Endverstärker, und fertig ist die Kette. Genau aus diesen drei Komponenten besteht derzeit das Line-up des im rheinland-pfälzischen Wöllstein beheimateten Unternehmens. Schauen wir uns die Stereoendstufe Acousence Pow-Amp einmal genauer an.

Acousence Pow-Amp: Technik und Konzept

Das Erste, was überrascht, ist das Verstärkerkonzept. Es handelt sich nämlich um einen Schaltverstärker. Also – nichts gegen Class-D, doch in audiophilen Zirkeln ist das ja nicht unbedingt die erste Idee, auf die man kommt. Anfänglich habe er auch so seine Zweifel gehabt, gibt Koschnicke zu. Schließlich sei er „Class-A sozialisiert“, lange Zeit habe er mit entsprechenden Verstärkern gehört. Dynamisch fand er sie aber nicht gerade state-of-the-art, und so kam die Idee auf, es doch einmal mit der effizienten, kräftigen Pulsweitenmodulation zur probieren.

Die Stereo-Endstufe Acousence Pow-Amp

Die Stereo-Endstufe Acousence Pow-Amp ist mit silberner und schwarzer Front zu haben

Gesagt, getan – und prompt enttäuscht. Zwar lieferten die mit Class-D-Modulen einschlägiger Hersteller aufgebauten Prototypen reichlich Power, doch dafür gingen sie sparsamer mit Werten wie Natürlichkeit und Feinzeichnung um. Statt das Projekt nun an den Nagel zu hängen, ging es erst richtig los: „Dann mache ich eben alles selbst“, lautet Koschnickes Motto offenbar. Der Pow-Amp ist von vorne bis hinten ein Eigengewächs.

Entscheidender Ausgang

Was Koschnicke an den gängigen Class-D-Modulen stört – um das Pferd einmal von hinten aufzuzäumen –, sind die Ausgangsfilter, die nicht nach seinen Vorstellungen arbeiten. Deren Bandbreite sei nach oben hin zu begrenzt, um das relevante Audiospektrum zu übertragen, und ihr Phasengang nicht optimal.

Warum braucht man überhaupt so ein Ausgangsfilter, fragen Sie? Nun, mit Class-D ist das ein bisschen so wie beim Rundfunk: Das Audiosignal moduliert eine hochfrequente Trägerwelle. Beim Acousence Pow-Amp hat man es nach der Modulation mit einem Rechtecksignal mit einer Frequenz von circa einem halben Megahertz zu tun. Dieses Signal schaltet die verstärkenden Transistoren ganz an oder ganz aus, und in der variierenden Breite der Rechtecke steckt die ursprüngliche Information des Audiosignals. Halbe Sachen, sprich einen permanent fließenden Ruhestrom, gibt‘s bei Class-D nicht – daher die hohe Effizienz.

Blick ins Innere des Acousence Pow-Amp

Blick ins Innere des Acousence Pow-Amp

Da man nun keinen Radiosender bauen, sondern Lautsprecher betreiben möchte, muss vor dem Ausgang die Trägerfrequenz wieder entfernt werden. Das geschieht – logisch – mit einem Tiefpassfilter. Und hier liege der Hase im Pfeffer, so Koschnicke, denn ein Tiefpass trenne das Trägersignal nun einmal nicht nebenwirkungsfrei ab, sondern beeinflusse die obere Eckfrequenz sowie den zeitlichen Verlauf des Audiosignals in Abhängigkeit von der Frequenz, vulgo: den Phasengang. Und um alles noch ein wenig mehr zu verkomplizieren, interagiere der für den jeweiligen Lautsprecher spezifische Impedanzverlauf mit dem Ausgangsfilter des Schaltverstärkers, sodass es prinzipbedingt keine One-size-fits-all-Lösung geben könne, so der Acousence-Entwickler.

Koschnicke hält das Ausgangsfilter für das den Klang am stärksten beeinflussende Bauteil eines Schaltverstärkers, und deshalb sei es bei ihm auch fast die größte Einheit im Gerät. Hier würden exklusive, teure Bauteile eingesetzt, die sonst nur auf sehr hochwertigen Frequenzweichen zu finden seien. Welche das genau sind, erkennt man nicht, denn der Tiefpass wurde in einem schirmenden Blechgehäuse untergebracht – und das schirmt zur Freude seines Entwicklers auch allzu neugierige Blicke ab.

Große Teile des Ausgangsfilters der Acousence-Endstufe stecken verborgen in einem Metallgehäuse

Schirmendes Kästchen: Große Teile des Ausgangsfilters der Acousence-Endstufe stecken verborgen in einem schirmenden Metallgehäuse

Der Clou seines Ausgangsfilters liege freilich in der Möglichkeit der Anpassung an die Impedanz der Lautsprecher. Das Filter, im Grunde eine Art Zobelglied, sei auf möglichst konstante Gruppenlaufzeit optimiert worden und lasse sich manuell bedienen. Dafür stehen auf der Rückseite des Acousence Pow-Amp pro Kanal ein Knebelschalter und ein Drehregler bereit. Letzterer schaltet unterschiedliche Widerstände (4 bis 8 + 13 Ohm), und der Knebel switcht zwischen zwei Kondensatoren beziehungsweise schaltet die Impedanzanpassung aus, was für 3-Ohm-Lautsprecher ideal sein könne, so Koschnicke.

Ausgangsfilter des Acousence Pow-Amp

Ausgangsfilter des Acousence Pow-Amp: Mit dem links zu sehenden Knebel schaltet man unterschiedliche Kondensatoren, mit dem Drehschalter lässt sich ein Widerstandswert wählen

Eingangsseitig

Wechseln wir zur übersichtlichen Eingangsseite. Hier gibt’s einen XLR-Input und sonst nix. Okay, stimmt nicht ganz: Gegen 320 Euro Aufpreis kommt der Acousence Pow-Amp mit einem zusätzlichen Paar Cinchbuchsen. In beiden Fällen erfolgt als erstes eine Eingangssymmetrierung mit hochwertigen Übertragern von Lundahl. Die Vorteile lägen, neben der gewünschten perfekten Symmetrie des Signals, in der erdfreien, galvanisch getrennten Verbindung – man merkt, Koschnicke kommt aus der Studioszene – sowie der Reduktion von Störstrahlungen wie Mobilfunk und WLAN, was gerade in der heutigen Zeit nicht zu unterschätzen sei.

Es gibt auf der Rückseite des Pow-Amps aber zwei Schalter, mit denen die Eingangsübertrager auch überbrückt werden können. Koschnicke empfiehlt das (nur) im Zusammenspiel mit seinem Dac-Pre. Bei dem steckt am Ausgang schon ein Übertrager, und doppelt gemoppelt muss ja nicht sein. In allen anderen Fällen rät er dazu, die Eingangsübertrager im Signalweg zu lassen. Was mich natürlich nicht daran gehindert hat, sie testhalber einmal zu umgehen – dazu weiter unten mehr.

Im Bild: Das Anschlussfeld der Acousence-Endstufe

Das Anschlussfeld der Acousence-Endstufe: Zum Standard gehören die Lautsprecherterminals von Furutech, die Schalter zur Einstellung des Ausgangsfilters sowie – eingangsseitig – eine XLR-Buchse. Optional gibt es auch einen zusätzlichen unsymmetrischen Eingang. Die Eingangsempfindlichkeit lässt sich wählen und die Eingangsübertrager lassen sich brücken

Zwei weitere Schalter besorgen einen +10-dB-Boost der Eingangsempfindlichkeit. Die Empfehlung lautet, es zunächst einmal mit der „Lo“-Einstellung zu probieren, denn die mache höhere Spannungen auf dem Weg zwischen Vor- und Endstufe nötig, was tendenziell störsicherer sei. Selbstverständlich hängt die optimale Einstellung jedoch vom Ausgangspegel der jeweiligen Vorstufe respektive dem Quellgerät sowie dem Wirkungsgrad der Lautsprecher ab.

Symmetrie & Saft

Der Acousence Pow-Amp ist übrigens durchgängig von den Eingängen über die Verstärkerstufen bis zu den Ausgangsfiltern symmetrisch aufgebaut, falls das noch nicht klar geworden sein sollte. Eine größere Störsicherheit und ein besserer Signal-Rausch-Abstand führt Koschnicke als Argumente hierfür an, das rechtfertige den höheren Aufwand.

In der Mitte der Acousence steckt die Stromversorgung, links und rechts die PWM-Verstärker und die Ausgangsfilter

In der Mitte der Acousence-Endstufe steckt die Stromversorgung, links und rechts die PWM-Verstärker und die Ausgangsfilter

Apropos Störsicherheit: Hinter der Kaltgerätebuchse folgt zunächst eine Filtereinheit, bevor die eigentliche Stromversorgung – nach Zuständigkeiten getrennt – startet. Hinter ihr kommt für die Eingangsstufen und Hilfsspannungen ein geschirmter Ringkern mit drei Abgriffen auf Sekundärseite für die linearen Netzteile, während für den Leistungsbereich ein spezielles Schaltnetzteil zuständig ist. Entgegen landläufiger Vorurteile sorge dieses Schaltnetzteil für eine bessere Qualität der Spannung „im realen Betrieb“ als mit einem linearen Netzteil möglich wäre, so Koschnicke. Zudem könne es auch dauerhaft hohe Leistungen liefern. Wir reden hier von 2 x 150 Watt an 8 Ohm und bis zu 2 x 500 Watt an 2 Ohm. Es wird Zeit, den Hörraum zu betreten.

Acousence Pow-Amp: Hörtest & Vergleiche

Zunächst darf sich der Acousence Pow-Amp eine knappe Woche an einem Lastwiderstand abrackern, bevor ich ihn an meine Lautsprecher – die Acapella High BassoNobile – hänge. Warm und eingegroovt sollte der Endverstärker jetzt sein. Nun muss ich ihn nur noch an die Speaker anpassen.

Zum Start empfiehlt Acousence, sich an der Nominalimpedanz der Lautsprecher zu orientieren, und da das bei meiner Acapella 4 Ohm sind, wandern beide Kippschalter nach unten – und der Drehschalter ebenfalls. Nach einigen Songs schalte ich aufs andere Extrem, Kipp- und Drehschalter landen oben. Jetzt noch einmal die gleichen Tracks. Erkenntnis: Der formal richtige Wert wirkt griffiger, mehr auf den Punkt, aber auch etwas starr – und der vorgeblich falsche organischer-weicher-fließender, aber leicht diffus. Da einen nun keiner zwingt, bei diesen „Extremen“ zu bleiben, probiere ich alle möglichen Zwischenwerte, bis ich den klanglichen Sweetspot schließlich gefunden habe. Das ist nicht weiter kompliziert, man kriegt das schnell hin.

Acousence Pow-Amp - Class-D-Endstufe

Jetzt noch der „Direct“-Taster: Acousence empfiehlt, im Zweifel mit den Übertragern zu hören, und tatsächlich gefällt es mir so ein wenig besser. „Direct“ wirkt in meiner Konstellation entgegen der Intuition etwas indirekter. Aber hier – wie beim Ausgangsfilter – gibt’s natürlich keine allgemeingültige Wahrheit, sondern unterschiedliches System-Matching und ebensolche Vorlieben. Probieren geht über studieren.

Das erste: Dynamik

Throwing Copper LiveDas erste, was an der Acousence auffällt, ist – klare Sache – ihre dynamische Gangart. Wenn eine Endstufe 1000 Watt an 2 Ohm mobilisieren kann, wird sie sich wohl auch bei hohem Pegel und/oder kräftigem Tiefbassanteil nicht schüchtern wegducken – wenn, ja wenn sie denn auch genügend Strom und damit Laststabilität bietet. Kein Problem für die Acousence. Seien es grobe Lastwechsel bei rockigem Programm (ich habe mal wieder Throwing Copper von Live (auf Amazon anhören) ausgegraben) oder bei großorchestraler Klassik, der Pow-Amp zieht stoisch und lässig durch. So lässig, dass ich „Geht fast Richtung Musical Fidelity!“ notiere, womit ich meine alten Hochleistungs-Monos M8 700m meine, mit denen ich lange Jahre zufrieden hörte. Und wenn die eines waren, dann dynamisch.

So gut das ist, mehr noch als die Grob- gefällt mir die Feindynamik. Zum Beispiel beim schönen Blues/Folk-Album Vari-Colored Songs vom Leyla McCalla. Die gezupften Saiten des Cellos kommen so derart auf den Punkt und „fundamental richtig“ rüber, dass ich nicht schlecht staune – und zähneknirschend konstatieren muss, dass meine heißgeliebte Pass X250.8 (circa 12.500 Euro) das leider nicht ganz so knackig-fokussiert abbildet. Schade eigentlich.

St. Vincent MassEducationAuch bei Gesang macht sich die tolle Feindynamik der Acousence bezahlt. Ich bin ja kein ausgemachter St. Vincent-Fan, aber die Piano-Version des Albums MassEducation (auf Amazon anhören) finde ich – im Gegensatz zum Original – ziemlich klasse. Das lässt sich auch darüber sagen, wie der Pow-Amp an Annie Clarks Lippen hängt oder das eine oder andere leise Nebengeräusch am und aus dem Flügel lebensecht in den Raum beamt. Die Grenzen zwischen toller Feindynamik und ebensolcher Auflösung sind fließend.

Das zweite: Auflösung & Reinheit

Überhaupt: das Auflösungsvermögen der Acousence! Oder sollte ich besser von „Reinheit“ sprechen? Unter Auflösung verstehen die meisten, das leise Details durchgelassen werden, so was wie das berühmte Stuhlknarren im Orchestergraben, Griffgeräusch am Kontrabasssteg, Atemholen der Sängerin oder Ähnliches. Okay, das klappt auch sehr gut. Was aber, wenn es um klangfarbliches Changieren, Hallfahnen in den Tiefen des Raums, den Eindruck einer holzigen Textur beim Korpus von Violine, Cello, Gitarre geht? Ist das auch noch Auflösungsvermögen?

Endverstärker Acousence Pow-Amp

Vielleicht schon, doch wenn solcherlei sehr überzeugend gerät, scheint mir die Rede von einer besonderen Grauschleierfreiheit einleuchtender oder zumindest gängiger. Jedenfalls ist genau das der zweite „Knaller“ an der Acousence, neben der unlimitiert wirkenden Dynamik: Da ist gefühlt einfach kein Dunst im Klangbild, der die Mitten mattiert und alles leicht gräulicher erscheinen lässt. Sogar angesichts der zwar sehr gehobenen, aber doch auch noch nicht ultrateuren Highend-Klasse, in der sich der Pow-Amp bewegt, ist diese Reinheit des Tons absolut erstaunlich. Und dass es hier um Class-D geht, wundert mich ebenfalls. Spontan würde ich eher vermuten, Class-A zu hören. Kein Scherz. Wobei … Dafür ist die Kiste eigentlich auch wieder zu quirlig.

Concerti per violino X ‚Intorno a Psendel‘Zur Einordnung: Eine gleich teure Parasound Halo JC 5 ist grobdynamisch bestimmt nicht schlechter – im Tiefton langt sie eher massiver hin –, aber diese besondere Sauberkeit und dieser Detaillierungsgrad im Mitten/Hochton-Band sind mir seinerzeit nicht aufgefallen. Der erwähnten Pass hingegen würde ich das schon nachsagen. Ja, was Klangfarben akustischer Instrumente angeht, wirkt sie etwas leuchtender, offensiver – etwa bei der Geige auf dem schönen Vivaldi-Album Concerti per violino X ‚Intorno a Psendel‘ (auf Amazon anhören) oder den holzigen Noten der Gitarre bei Laura Marlings „Made by Maid“ (Album: I speak because I can; auf Amazon anhören). Ob das nun der abermals höheren Transparenz geschuldet ist oder daran liegt, dass „Nelson, das Schlitzohr“ schon weiß, wo er die richtige Prise zusätzlicher Obertöne herunterrieseln lassen muss … Nun, das ist eher eine akademische Frage und mir ehrlich gesagt ziemlich egal. So riesig sind die Unterschiede allerdings eh nicht, die Acousence-Endstufe klingt halt etwas „studiomäßiger“, die Pass „expressiver“.

Die tonale Lage

Apropos studiomäßig: So darf man auch die Über-alles-Tonalität des Acousence-Verstärkers bezeichnen, denn er gibt den Frequenzgang mustergültig neutral wieder, und das ist kein Euphemismus für „schlanker“ – der Pow-Amp ist auch im Grundton und im Bass vollständig da. Und hieran gemessen wird wieder klar, dass Parasound wie Pass untenrum etwas mehr zufüttern und sich nach obenheraus milder geben. Qualitativ gesehen wirkt der Tiefton des Pass x250.8 dabei etwas weicher, weniger strukturiert und „langsamer“ als der des Acousence, der im Grunde ganz ähnlich wie der des Parasound rüberkommt – der kalifornische Amp langt aber, wie erwähnt, etwas massiver beziehungsweise betonter hin, der deutsche bleibt der reinen Lehre verpflichtet.

Zur Belüftung des Verstärkers sind die Seiten des Acousence Pow-Amps „gelocht“

Zur Belüftung des Verstärkers wurden die Seiten des Acousence Pow-Amps „gelocht“. Apropos: Das Blech oben und an den Flanken dürfte gerne etwas materialstärker ausfallen, es wirkt nicht ganz standesgemäß

Und weil das so ist, spare ich es mir jetzt auch, hier das Frequenzband peu à peu durchzuhecheln, denn es gibt nun mal nichts zu sagen – keinen Dip, keine Betonung, keine irgendwie geartete geschmäcklerische tonale Abweichung von der Ideallinie, über die zu berichten lohnt. Was soll ich da Zeilen schinden?

Raumeindruck

Da schreibe ich lieber vom Raumeindruck, den die Acousence abliefert. Auch der wirkt „richtig“, was zunächst einmal heißt: Die Bühne startet meist klassisch bei der Stereobasis, die Breite wird in der Regel von den Grenzen der Lautsprecher bestimmt – kann bei manchen Aufnahmen aber auch darüber hinaus gehen –, und die Tiefenstaffelung ist aller Ehren wert. Ja, ich habe schon mal noch Weiträumigeres gehört. Zum Beispiel von den oben erwähnten Musical-Fidelity-Monos. Auch die Pass streckt das Panorama etwas weiter und steht zudem eine halben Schritt näher bei mir. Doch diese Unterschiede sind gering.

Frontplatte des Acousence Pow-Amp

Richtig gut gefällt mir, dass die Acousence sehr präzise abbildet. Da bleibt nichts im Unbestimmten, und die einzelnen Klänge zeichnet sie auch nicht so breit, dass es auf der Bühne eng wird. Nein, da ist angenehm viel Luft zwischen den Akteuren, und da der Pow-Amp sie alle so hübsch akkurat staffelt und verortet, wirkt die Bühne sehr gut organisiert. Ein Vorteil, insbesondere bei klassischem Programm, wie ich finde. Nun, das ist vielleicht ja auch kein Wunder bei einem Klassik-Tonmeister als Entwicklungschef.

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Test: Acousence Pow-Amp | Endstufe

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