Wharfedale mit neuer Top-Lautsprecherserie „Elysian R“ am Start
von Jochen Reinecke
Wenn Peter Comeau und sein Entwicklerteam Hand an ein ohnehin angesagtes High-End-Konzept legen, tun sie das nicht mit dem Holzhammer, sondern mit dem Skalpell: Mit der Elysian-R-Serie schickt der britische Traditionshersteller Wharfedale – man blickt auf eine über 90-jährige Firmengeschichte zurück – den Nachfolger seiner Top-Modelle ins Rennen. Das Namenskürzel „R“ bringt die Philosophie auf den Punkt: „Refined“.
Überarbeiteter AMT-Hochtöner und optimierte Membranen
Statt das Rad neu zu erfinden, wurden Chassis, Frequenzweichen und Gehäuse der neuen Elysian-R-Serie bis ins kleinste Detail feingetunt, um noch mehr Offenheit und Präzision herauszukitzeln – ohne den Charakter der Ursprungsserie zu opfern.

So wurde das Herzstück der Serie – der hauseigene Air Motion Transformer (AMT) – in der R-Generation spürbar weiterentwickelt. Eine vergrößerte Membran und eine akustisch speziell bedämpfte Rückkammer sollen für ein noch feiner aufgelöstes Hochtonspektrum und ein schnelleres Impulsverhalten sorgen.
Auch an den Mittel- und Tieftönern mit ihren beschichteten Glasfaser-Matrixmembranen wurde „gedreht“: Überarbeitete Magnetantriebe, ein neu konstruierter Phase-Plug sowie akustisch bedämpfte Körbe und Aluminium-Demodulationsringe senken Verzerrungen auf ein Minimum, heißt es in der Pressemitteilung.
Überarbeitete Frequenzweiche
Damit die Chassistechnik ihr volles Potenzial entfaltet, hat Wharfedale die Frequenzweiche komplett neu entwickelt. Der Einsatz von hochwertigen Silizium-Eisenkernspulen im Bass, Luftspulen im Mittel-/Hochton und Polypropylen-Kondensatoren soll eine präzise Abstimmung ermöglichen, die sich unter anderem in einer überzeugenden Raumdarstellung und natürlichen Stimmreproduktion manifestiere.
Resonanzarmes Gehäuse
Mechanisch vertrauen die Briten auf das sogenannte PROS (Panel Resonance Optimisation System), das aus mehrschichtigen Holzwerkstoffen unterschiedlicher Dichte besteht und Gehäuseresonanzen unter die Hörbarkeitsschwelle drücken soll. Ein höherer Aufwand in Sachen Gehäuseberuhigung zahlt sich unserer Erfahrung nach meist aus, schließlich ist nicht nur wichtig, wie gut die Treiber Schall abstrahlen – sondern auch, dass die Lautsprechergehäuse es eben nicht oder jedenfalls nur in ganz geringem Maße tun. Oft zahlen sich entsprechende Maßnahmen in räumlicher Hinsicht und in einem besonders „rein“ wirkenden Klangbild aus. Hoffen wir, dass PROS dazu ein Baustein ist.

Das bewährte, nach unten abstrahlende SLPP-Bassreflexsystem (Slot Loaded Profiled Port) soll zudem für eine aufstellungsunkritische, kontrollierte Tieftonwiedergabe im Raum sorgen, so Wharfedale.
Modellvielfalt, Ausführungen und Preise
Die ab diesen Monat erhältliche Wharfedale-Elysian-R-Serie umfasst zwei Regallautsprecher (Wharfedale Elysian 1R und 2R), zwei Standlautsprecher (Wharfedale Elysian 3R und 4R) sowie einen passenden Center-Speaker für Heimkino-Setups. Neben dem klassischen Walnut High Gloss stehen nun auch die matten Ausführungen Matte Black und Lunar Grey zur Auswahl. Die Preise beginnen bei 4.199 Euro für die kompakte Elysian 1R – das Topmodell 4R ist für 8.999 Euro erhältlich.
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