TAD geht in die Vollen - und bringt mit dem TAD-A1000 seinen ersten integrierten Amp
von Jochen Reinecke
Nach Jahrzehnten wohl so ziemlich kompromissloser Entwicklung von Vor- und Endstufen wagt Technical Audio Devices Laboratories (nicht zu verwechseln mit dem TAD Audiovertrieb übrigens!) einen bemerkenswerten Schritt: Mit dem neuen TAD-A1000 präsentiert die japanische High-End-Manufaktur erstmals einen integrierten Vollverstärker – entwickelt, um die klangliche DNA der Marke kompakt in einem einzigen Gerät zu verwirklichen.
The Artistic Intent, Intact
Der A1000 richte sich an Musikliebhaber, so TAD, die die klangliche Philosophie der Marke schätzen, zugleich aber eine integrierte Lösung bevorzugen. Dabei verstehen die Japaner den neuen Verstärker nicht als bloßen herunterskalierten Einstieg in ihr Portfolio, sondern als eigenständige Interpretation der firmentypischen High-End-Elektronikarchitektur. Ziel bleibe die möglichst unverfälschte Wiedergabe – ganz im Sinne der Unternehmensmaxime „The Artistic Intent, Intact“.

Symmetrie mit Akribie
Im Zentrum des Verstärkers steht eine vollständig symmetrische Konstruktion. Der TAD-A1000 basiert auf einer Bridge-Tied-Load-Topologie, bei der pro Kanal zwei unabhängige Verstärker im Gegentakt arbeiten. Dieses vollsymmetrische Konzept sei eine Voraussetzung für eine präzise Kontrolle der Lautsprecher und mithin ein stabiles Klangbild, heißt es bei TAD. Auch mechanisch folgt das Gerät diesem Prinzip: Netzteil, Signalwege und Baugruppen sind spiegelbildlich angeordnet, um elektrische und topologische Asymmetrien zu vermeiden, sogar Leiterbahnen und Kabellängen seien laut TAD „auf identische Verhältnisse optimiert“ worden.

Blick ins Innere
Die Vorstufe des TAD-A1000 basiert auf einer niederimpedanten Current-Feedback-Schaltung, deren FET-Transistoren einzeln vermessen und als komplementäre Paare selektiert werden. Die Lautstärkeregelung erfolgt über eine elektronisch geschaltete Widerstandsleiter. Eine Lösung, die bei gut gemachter Ausführung besonders präzise regelt und auch bei niedrigen Pegeln die volle Klangintegrität bewahrt – sowie überdies verschleißfrei fungiert. Die Endstufe arbeitet in Class-D-Technik und liefert bis zu 250 Watt pro Kanal an 4 Ohm. Zu den Schaltungszutaten zählten unter anderem hochwertige nichtmagnetische Widerstände und Kondensatoren sowie vergoldete OFC-Leiter, so TAD
Class D mit linearem Netzteil
Trotz Class-D-Endstufe setzt TAD für die Stromzufuhr auf einen Ringkerntransformator mit linear geregelter Stromversorgung. Direkt angebundene – und nicht steckkontaktierte – Transformatorwicklungen reduzieren Übergangswiderstände und unterstützen eine saubere Spannungsbasis.

Mechanik & Resonanz
Der mechanische Aufbau, der selbst bei Elektronik in seinem klanglichen Einfluss nicht zu unterschätzen ist, wurde gezielt auf Störarmut ausgelegt. Im Gehäuse des TAD-A1000 sind Vorstufe, Endstufe, Stromversorgung und Steuerung in getrennten Kammern untergebracht, um gegenseitige Störeinflüsse zu minimieren. Drei speziell entwickelte Füße mit integrierten Spikes entkoppeln den Vollverstärker zusätzlich vom Untergrund und reduzieren Vibrationen sowie letztlich Mikrofonieeffekte.
Preis und Verfügbarkeit
Der 29 Kilogramm schwere Wonneproppen TAD-A1000 ist ab sofort erhältlich. Der Preis des Vollverstärkers: 26.000 Euro
PREMIUM-HÄNDLER, die TAD führen