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Sonus faber Suprema: Neue Lautsprecher-Referenz zum 40-jährigen Jubiläum

von | 22. Januar 2024

Der italienische Hersteller Sonus faber kündigt mit dem Modell Suprema den bisher wohl ambitioniertesten Lautsprecher an, den das Unternehmen je entwickelt hat. Und das aus gutem Grund: Mit der Suprema läutet Sonus faber die Feierlichkeiten zum 40-jährigen Firmenjubiläum ein.

Sonus faber Suprema: Externe Frequenzweiche und separate Subwoofer

Die Sonus faber Suprema kann guten Gewissens als Lautsprecher der Superlative betrachtet werden. Wobei das Wort „Lautsprecher“ fast eine Untertreibung darstellt: Im Vollausbau besteht die Sonus faber Suprema nämlich aus zwei stattlichen Standboxen, zwei separaten Subwoofern und einer aufwendigen, externen Frequenzweiche. Doch der Reihe nach …

Der Sonus-Faber-Suprema-Lautsprecher in der Seitenansicht

Der Sonus-Faber-Suprema-Lautsprecher in der Seitenansicht zeigt die typische Lautenform, wie man sie von vielen Modellen der Italiener kennt

Zentrale Schallwandler des Suprema-Systems sind zwei geschlossene Hauptlautsprecher, die jeweils über acht nach vorne gerichtete und zwei nach hinten spielende Treiber verfügen. Nach vorne spielen gleich vier Achtzöller mit Doppeltreibersystem und Sandwich-Papiermembran für den Tieftonbereich bis 45 Hertz hinunter. Sie werden ab 360 Hertz aufwärts sekundiert von einem Achtzoll- und einem Sechseinhalbzoll-Mitteltöner, einer 38-mm-Seidenkalotte (ab 1700 Hertz) für den Hochtonbereich und einer 20-mm-Seidenkalotte, die bis in den Superhochton hinauf spielt.

Wie im Bild unten zu sehen, sind die drei letztgenannten Treiber auf einer separaten, gewölbten Schallwand montiert – und spielen auch nach hinten auf ein eigenes Innenvolumen, dessen Innenwände aus Kork bestehen. Besonders stolz ist man bei Sonus faber auf den Mitteltöner des Trios: Der „Camila“ getaufte Treiber verfügt über eine nicht ganz runde Zellulose-Membran, um die typischen Resonanzmuster komplett runder Membranen zu vermeiden. Die beiden rückwärtig montierten Treiber bedienen übrigens den Mittel-/Hochtonbereich – mit einem 4-Zoll-Papierkonustreiber und einer 28-mm-Seidenkalotte.

Die Front der Sonus faber Suprema

Detailansicht der Frontpartie – mit Blick auf die Mittelhochtoneinheit inklusive des neuen Camila-Mitteltöners

In separaten Gehäusen residieren die Subwoofer: Gleich zwei leistungsstarke 38-cm-Wandler mit geschmiedeten Kohlefasermembranen und einem Neodym-Magnet-Motorsystem sollen laut Sonus faber einen unverzerrten Frequenzverlauf bis 16 Hertz hinab gewährleisten. Falls Sie sich fragen, ob und wie man Kohlefasern schmieden kann: Genau genommen handelt es sich um eine recycelbare und umweltfreundliche Formmasse, die durch eine Mischung aus kurzgeschnittenen Kohlefasern und Epoxidharz entsteht. Bei der Herstellung werden keine Gewebestrukturen verwendet, sondern eine zufällige Anordnung loser Fasern, die mit Harz vermischt und in einer beheizten Presse unter hohem Druck zu einer Membran geformt werden.

Die Sonus faber Suprema in der Draufsicht

So sieht die Sonus faber Suprema von oben aus: Edler Materialmix aus Metall und Holz mit tadelloser Maserung

Auch der Materialmix ist dem Anspruch angemessen: Die Gehäuse der Sonus faber Suprema bestehen aus Kohlefaser, Holz und massivem Aluminium, ergänzt um eine Frontplatte aus Leder – wie Sonus-faber-Freunde wissen, eine Tradition des Hauses.

Die technischen Daten lesen sich beeindruckend: Mit 91 dB/W/m zeigt sich das System effizient, der Frequenzbereich des Gesamt-Arrangements wird mit 16 Hertz bis 40 Kilohertz angegeben. Der Aufbau erfordert einiges an Muskelkraft: Die Hauptlautsprecher wiegen 110 Kilogramm das Stück, die Subwoofer ähnlich viel (103 Kilogramm) – und selbst die Frequenzweiche bringt mit 17 Kilogramm deutlich mehr auf die Waage als manch „normaler“ Standlautsprecher.

Alles das hat natürlich seinen Preis: Im oben beschriebenen Vollausbau (2.2) kostet die Sonus faber Suprema 800.000 Euro – und für 725.000 Euro ist eine „abgespeckte“ 2.1-Variante mit nur einem Subwoofer erhältlich. Man ahnt es schon: Solche Lautsprecher kauft man nicht von der Stange: Sie gehen erst nach Bestelleingang in die Produktion.

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