Weniger ist mehr: Lindemann setzt mit seiner Woodnote Bridge auf puristisches Streaming
von Jochen Reinecke
Hier kommt ein Spezialist und kein Generalist: Mit der Lindemann Woodnote Bridge stellt die oberbayrische Hifi-Manufaktur bewusst einen reduzierten Streaming Transport vor, der sich ganz auf seine Kernaufgabe konzentrieren soll: digitale Musikdaten möglichst sauber und unverfälscht an nachfolgende Komponenten weiterzugeben.
Puristischer Transport für Bits und Bytes
Bei der Woodnote Bridge verzichtet Lindemann – anders als beim Woodnote Combo (ausführlicher Testbericht) – bewusst auf einen integrierten D/A-Wandler. Die Streaming Bridge dient stattdessen als highendiger Zuspieler für externe DACs, Verstärker oder Aktivlautsprecher mit Digitaleingang. Dieser puristische Ansatz soll vor allem eines ermöglichen: maximale Signalreinheit ohne unnötige Eingriffe in die Datenintegrität.

Pünktlich & sauber
Lindemann setzt auf eine Reihe gezielter technischer Maßnahmen zur Optimierung des digitalen Signalflusses. Eine MEMS-Femto-Clock besorgt die Taktung, während mehrere Jitter-Reduktionsstufen und synchrones Re-Sampling die Signalstabilität weiter erhöhen sollen.

Anschluss finden
Trotz des puristischen Ansatzes der Lindemann Woodnote Bridge bietet die Konnektivität des Streaming Transports durchaus Auswahl: Neben klassischen Digitalausgängen à la AES/EBU, RCA und Toslink stehen zusätzliche Eingänge zum Durchschleifen externer Quellen bereit. Eine HDMI-eARC-Schnittstelle ermöglicht zudem die direkte Integration eines Fernsehers – ein Feature, das gerade im Wohnraum-Setup zunehmend an Bedeutung gewinnt.
Eine kleine Überraschung
Überraschung bei der Versorgung: Lindemann gilt durchaus als Fan von hochwertigen Schaltnetzteilen, nutzt für die Woodnote Bridge aber ein lineares Netzteil mit R-Core-Transformator, das so sauber arbeite, dass „externe Zusatzlösungen überflüssig“ seien. Hinzu kommt eine „konsequente“, wie Lindemann sich ausdrückt, galvanische Trennung zwischen Streaming- und Ausgangsstufe, um auch von dieser Warte aus Störeinflüsse bis aufs Minimum zu reduzieren.
Genügsam
Interessant ist auch der Blick auf die Effizienz: Mit einer Leistungsaufnahme von rund 5 Watt im Betrieb streamt die Lindemann Woodnote Bridge ziemlich energieeffizient – ein Nebeneffekt der reduzierten Architektur, der sich nicht nur mit Blick auf den Datenfluss, sondern auch auf den „Stromverbrauch“ positiv auswirke.
Preis und Verfügbarkeit
Die Lindemann Woodnote Bridge ist ab Anfang Mai 2026 erhältlich. Der Preis: 1.650 Euro
Kontakt
Lindemann audiotechnik GmbH
Inninger Straße 21
82237 Wörthsee
Telefon: +49 (0) 8153 9533390
E-Mail: info@lindemann-audiotechnik.de
Web: https://lindemann-audio.de/
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