Das Material macht die Musik: Esprit Audio G-10-Kabelserie auf der High End Vienna
von Jochen Reinecke
Die französische Hifi-Schmiede Esprit Audio schickt die mittlerweile zehnte Generation ihrer Kabelserie ins Rennen und zeigt, dass das Thema Signalübertragung im Nachbarland traditionell mit hohem materialtechnischem Aufwand angegangen wird. Mit den drei neuen Linien Celesta, Eterna und Aura präsentieren die Franzosen ein Trio, das vor allem auf eines setzt: für Signalreinheit bürgende Materialien und – in den größeren Modellen – ein ziemlich ungewöhnliches, aktives Isolationskonzept per Batteriepack.

Edelmetall im Fokus und hauseigene Stecker
Als gemeinsame konstruktive Basis spendiert Esprit allen drei Linien hochreines, versilbertes Kupfer als Leitermaterial. Bemerkenswert im Zeitalter globalisierter Zulieferketten: Selbst die Stecker, Bananenstecker und Spades entsprängen laut Pressemitteilung eigener Entwicklungsarbeit und würden in einem Werk in direkter Nachbarschaft zur Esprit-Manufaktur in Frankreich gefertigt. Das gelte neuerdings auch für die Lautsprecher-Terminals, bei denen man sich zuvor noch beim deutschen Spezialisten Mundorf bediente.

Der neue Einstieg
Die preiswerteste Linie der „neuen Drei“ hört auf den Namen Esprit Celesta, dessen Litze warte bereits, so der Hersteller, mit beachtlichen 1036 Einzeldrähten auf, die von einer zusätzlichen Luft-Isolierung umgeben würden. Der Hersteller verspricht für die asymmetrisch verdrillte Konstruktion ein im Vergleich zum Vorgänger deutlich offeneres, stabileres Klangbild.
Ein Hauch von Hochspannung: Dielektrikum unter Batterie-Druck
Wer die „Leiter-Leiter“ weiter nach oben klettert, landet bei der traditionsreichen Esprit-Eterna-Linie, die seit 1999 das Rückgrat des Herstellers bildet. Hier steigt die Anzahl der filigranen Einzeldrähte auf 1440, und die Silberschicht auf den hauseigenen EH100-Steckern verdoppelt ihre Stärke auf 10 µm.
Der eigentliche Clou ab der Eterna-Klasse ist jedoch das sogenannte „Dielectric Polarization System“: Ein integriertes Batterie-Pack setzt die Isolierung (das Dielektrikum) unter eine permanente Gleichspannung. Diese Vorspannung soll das elektrostatische Feld im Kabel stabilisieren und laut Esprit für ein spürbares Plus an Schwärze, Ruhe und plastischer Tiefenstaffelung im Klangbild sorgen. fairaudio-Leser kennen eine vergleichbare Technologie von AudioQuest.
Progressiv geschirmt
Das vorläufige Highlight der neuen Generation markiert schließlich die Esprit-Aura-Serie. Sie schraubt die Anzahl der Innenleiter auf 1680 Drähte hoch, setzt ebenfalls auf die aktive Polarisierung per Batterie und kombiniert dies je nach Kabeltyp mit extrem aufwendigen Abschirmlösungen – bei den Digitalkabeln greift der Hersteller sogar auf eine dreifache, progressive Schirmung zurück. Ziel des Ganzen: Auch in extrem hochauflösenden High-End-Ketten das allerletzte Quäntchen Dynamik und Feinstauflösung herauszukitzeln.
Preise und Varianten

Esprit Audio bietet die Kabel in folgenden Varianten an: RCA, XLR, Phono, Lautsprecherkabel, Jumper, SPDIF, AES/EBU, USB, RJ45 (mit Telegärtner-Steckern) und Netzkabel. Mit Blick auf die brandneuen Lautsprecherkabel startet die Celesta-Serie preislich bei 1.020 Euro, die Eterna-Serie bei 1.830 Euro und die Aura-Serie bei 2.870 Euro – je nach Länge und Konfektionierung.
Das alles können Sie in Wien auf der High End 2026 bewundern – die Koordinaten: H X2, E05
Kontakt
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E-Mail: dirk.vossekaul@icloud.com
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