Generationswechsel in Großbritannien: Die Bowers & Wilkins 800 Serie Diamond „zündet“ die Stufe D5
von Jochen Reinecke
Die britische HiFi-Institution Bowers & Wilkins feiert ihr 60-jähriges Bestehen mit einem Paukenschlag im High-End-Segment und schickt die legendäre 800 Serie Diamond in die fünfte Generation (D5). Das im südenglischen Worthing gefertigte Line-up wurde dafür akustisch und eben aus diesem Grund auch mechanisch komplett weiterentwickelt. Das Ziel des Herstellers sei eine nochmals gesteigerte Gehäuseruhe und Auflösung, um der „True Sound“-Philosophie von Firmengründer John Bowers so nah wie nie zuvor zu kommen, heißt es aus UK.
Inneres Aluminium-Skelett gegen Gehäuse-Vibrationen
Die „800 Serie Diamond D5“-Reihe umfasst sieben Modelle: vom Regallautsprecher 805 D5 über die vier Standboxen 804, 803, 802 und das Flaggschiff 801 D5, dazu gibt’s zwei mächtige Heimkino-Center.

Die signifikanteste technologische Neuerung der 800-Serie-Diamond-D5-Lautsprecher betrifft die Gehäuserückseite. Hier integrieren die Briten nun das sogenannte „Space Frame Bracing“ – eine massive Aluminium-Struktur, die direkt mit dem inneren hölzernen Matrix-Skelett verschraubt ist. Zusammen mit einer dickeren Aluminium-Deckplatte und einer versteiften „Enhanced Matrix“ aus Aluminium um die Treiberöffnungen soll das Gehäuse mechanisch so „leise“ agieren wie bei keinem B&W-Lautsprecher zuvor.

Mit Extrawurst: B&W 804 D5
Eine echte Premiere feiert die schlanke und bewusst etwas anders designte B&W 804 D5: Sie erhält ein eigenes, vom großen „Turbine Head“ abgeleitetes Aluminium-Gehäuse für den Continuum-Mitteltöner, was ihr zu einem deutlich offeneren, räumlicheren Klang verhelfen soll. Im Hochtonbereich kommt die neueste Generation der akustisch durchlässigeren Signature-Gitter zum Einsatz, die das Abstrahlverhalten der Diamantkalotte abseits der Hörachse optimieren. Zudem wanderten die verzerrungsarmen Motorsysteme und Frequenzweichen-Bauteile der exklusiven Signature-Modelle in die gesamte „800 Serie Diamond D5“.
Das Äußere der 800 Serie Diamond D5: Lack und Leder für audiophile Vergnügungen
Auch optisch hebt Bowers & Wilkins die Serie auf ein neues Niveau. Man habe die Spaltmaße durch engere Fertigungstoleranzen drastisch optimieren bzw. minimieren können, so die Briten. Die vier neuen, glänzenden Farbvarianten (Stealth Black, Warm White, Light Walnut und Dark Walnut) setzen auf langlebigere Lacke. Die von der Abbey Road Edition inspirierte dunkle Nussbaum-Variante glänzt mit dunklen Metallelementen und feinstem Connolly-Leder auf der Aluminium-Kopfplatte.

Avancierter Sockel mit Dämpfungssystem
Für einen perfekten Stand und minimale Bodenanregung wurden zudem die Aluminiumsockel der Standmodelle komplett neu gezeichnet. Sie passen sich nun nahtlos der geschwungenen Gehäuseform an und verbergen die Rollen und Spikes hinter einer nach unten gezogenen Kante. Im Inneren der Sockel arbeitet ein individuell auf das jeweilige Modell abgestimmtes Masse-Dämpfungssystem, das unerwünschte Schwingungen absorbiere, so die Pressemitteilung, bevor sie den Raum oder das Gehäuse negativ beeinflussen können.
Preise und Verfügbarkeit
Die Bowers & Wilkins 800 Serie Diamond (D5) ist ab dem 9. September 2026 erhältlich. Die Paarpreise für die Stereomodelle staffeln sich wie folgt:
- B&W 805 D5: 12.000 Euro
- B&W 804 D5: 18.000 Euro
- B&W 803 D5: 30.000 Euro
- B&W 802 D5: 37.000 Euro
- B&W 801 D5: 50.000 Euro
Die Heimkino-Center HTM82 D5 und HTM81 D5 liegen bei 10.000 bzw. 12.000 Euro pro Stück. Außerdem sind gegen Aufpreis passende Ständer erhältlich.
PS: Lesen Sie hier unsere Rezensionen der Vorgängermodelle B&W 805 D3, B&W 805 D4 und B&W 805 D4 Signature,
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