Beim Duisburger Traditionshersteller Acapella gibt es gleich mehrere Neuigkeiten: Nachdem in den letzten knapp fünfzig Jahren die Herren Alfred Rudolph und Hermann Winters die Geschicke der bekannten Lautsprechermanufaktur mit den charakteristischen hypersphärischen Hörnern leiteten, wurde der Staffelstab nun an die nächste Generation übergeben: Alfred Rudolphs Sohn Richard Rudolph ist jetzt der Chef des Hauses. Das zeichnete sich zwar schon länger ab, entstanden in den letzten Jahren doch schon einige Lautsprecher (und Verstärker) unter seiner Federführung, doch seit diesem Monat ist es nun auch „offiziell“, die Geschäfte wurden an ihn übertragen.
Vertriebliches
Entscheidender als das mag für viele Acapella-Interessierte sein, dass sich auch vertrieblich Neues tut. Wurde die Distribution lange Zeit ebenfalls aus Duisburg besorgt, verantwortet nun Herr Marc Lindike mit seiner Firma „Unbelievable Audio“ den weltweiten Vertrieb. Eine Folge davon ist die bewusst gefällte Entscheidung, dass Direktkäufe von und bei Acapella nun nicht mehr möglich sind – ab jetzt geht alles über den Fachhandel. Und das bedeutet auch, dass im Audioforum in der Duisburger Koloniestraße keine Acapella-Systeme mehr gekauft werden können. Das ist freilich kein Grund zur Trauerbeflaggung, denn ein neuer, exklusiver Showroom wurde schon eröffnet – diesmal allerdings nicht im Ruhrgebiet, sondern nahe München, nämlich in Isen im Landkreis Erding.
„Sonic Sanctuary“ in Isen
Der „klangliche Zufluchtsort“ im Oberbayerischen scheint es in sich zu haben: In fünf Räumen auf insgesamt um die 400 qm lassen sich dort Acapella-Lautsprecher und -Verstärker erleben. Käuflich erwerben allerdings nicht, denn solche Wünsche erfüllt, wie erwähnt, ausschließlich der Fachhandel.

Im Foyer des neuen Showrooms in Isen empfängt eine Acapella Triolon Excalibur MK V 4 (circa 180.000 Euro) den neugierigen Hörer …
Warum dann ein gesonderter Ausstellungsraum, fragen Sie sich? Wer Acapella-Lautsprecher kennt, weiß, dass sie bisweilen größer ausfallen können – eine High Campanile 2 ist schon nicht ganz klein, und spätestens mit einer Hyperion und aufwärts wird es dann auch für den engagierten Fachhändler schwierig, für eine standesgemäße Präsentation zu sorgen. Genau das will der Sonic Sanctuary in Isen leisten – und die Nähe zum Münchner Flughafen macht die Location sogar fürs internationale Klientel interessant.
Was gibt es zu sehen (und hören)?
In Acapellas neuem Showroom lassen sich exquisite High-End-Ketten erleben – manches ist zurzeit noch im Fluss, doch ein Blick in die bestehenden und noch geplanten Setups der einzelnen Räume ist spannend:

Feiner Ton für den Bücherwurm: In der „Bibliothek“ kann man Acapellas „kleinerem Besteck“ ein Ohr schenken. Die Lautsprecher Harlekin II (innen) und La Campanella II (außen) spielen hier auf
So kann der geneigte Hörer sich in der circa 25 qm großen „Bibliothek“ des Isener Showrooms die Lautsprecher Acapella Harlekin II (20.000 Euro) sowie die La Campanella II (30.000 Euro) an feiner Elektronik von MSB (Premier DAC & S202 Stereo Amplifier, zusammen circa 66.000 Euro) vorführen lassen – oder an einer „bodenständigeren“ Kombination aus Eversolo-Quelle und Copland-Verstärker für gut 10.000 Euro. In einem zweiten, ähnlich großen Raum spielt hingegen die Acapella High Cellini an den genannten MSB-Komponenten, was das Preisschild dann in Richtung 140.000 Euro treiben lässt.

Prächtiges Wohnzimmer: Das Gespann aus Hyperion-Lautsprecher und Acapellas Vor-End-Kombination Energéia Reference Pre & Reference Mono darf sich hier standesgemäß entfalten
Doch so ein Präsentationsraum ist natürlich auch dazu da, um die richtig großen Dinge ins rechte Licht zu rücken – so etwa die Hyperion von Acapella (280.000 Euro), ein circa 2,5 Meter großer und 300 Kilogramm schwerer Lautsprecher der anderen Art, den wir schon einmal in Duisburg näher in Augenschein nehmen konnten. In Isen werden diese Tower im 100 qm großen „Wohnzimmer“ standesgemäß von Acapellas Vor-End-Kombination Energéia Reference Pre & Reference Mono (274.000 Euro) angefeuert, und mit dem MSB The Cascade DAC (110.000 Euro) scheint die Quellfrage ebenfalls recht angemessen beantwortet zu werden. In Kürze soll zudem die neue Acapella-Stereoendstufe Energéia Reference Stereo eintreffen.
Wer nun denkt, damit die Spitze der Möglichkeiten erreicht zu haben, irrt, schließlich ist da noch der nicht eben kleine Konferenzraum, der gefüllt werden will – weshalb man in ihm die Acapella Hypersphere zum Leben erwecken will. Deren sieben Oktaven abdeckendes Horn besitzt alleine schon 1,7 Meter Durchmesser.

Acapella-Chef Richard Rudolph zeigte letztes Jahr in München erstmals das bis dato größte Lautsprechersystem des Hauses – genannt: Hypersphere
Auf der letztjährigen High End feierte die Hypersphere Premiere, danach ging der Ausnahmeschallwandler (Preispunkt: 5.000.000 Euro!) in seine neue Heimat nach Isen. Glücklich die, die ihn einmal hören können. Wir haben uns schon mal angemeldet …
Acapella – Sonic Sanctuary Showroom
Bürgermeister-Hallwachs-Straße 8
84424 Isen (nahe München)
Telefon: +49(0)9126 / 2 60 45 30
E-Mail: acapella@acapella.de
Web: https://www.acapella.de/
Hörtermine ausschließlich nach Vereinbarung
Kontakt
Acapella Audio GmbH & Co. KG
Koloniestraße 203
47057 Duisburg
Telefon: +49(0)203-361222
E-Mail: acapella@acapella.de
Web: https://www.acapella.de/

