Hifi-Technik von damals: 2026er-Saisoneröffnung des Norddeutschen Museums für HiFi- und Studiotechnik e.V.
von Jochen Reinecke
Während woanders Ostereier angemalt, versteckt und gesucht wurden, war das ehrenamtliche Team des Norddeutschen Museum für Hifi- und Studiotechnik fleißig. Man hat sich nämlich auf die Saisoneröffnung 2026 vorbereitet – und zu diesem Zweck im niedersächsisches Sehnde auf dem Gelände des Straßenbahnmuseums nicht nur alles geputzt und gewienert, sondern auch die eine oder andere Neuheit vorbereitet.
HiFi-Ausstellung reloaded …
Das ehrenamtlich betriebene, 640 Quadratmeter große Norddeutsche Museum ist ab sofort wieder geöffnet: Bis Ende Oktober können Besucherinnen und Besucher ausschließlich an Sonntagen – jeweils von 11 bis 17 Uhr – allerlei historische Gerätschaften in Augenschein nehmen oder auch im Hörraum live erleben. Zusätzlich ist geöffnet am Maifeiertag (01. Mai) sowie am Samstag vor Muttertag (09. Mai). Der letzte Öffnungstag der 2026-er-Saison ist der Reformationstag (31. Oktober), allerdings mit geänderten Öffnungszeiten, nämlich von 14 bis 20 Uhr.

Neues und Bekanntes
Im Rahmen einer Sonderausstellung im Norddeutschen Museum für HiFi- und Studiotechnik werden mehr als vierzig Exponate zum Thema Röhrenradios gezeigt. Zudem wurde die UHER-Abteilung überarbeitet: Im Fokus stehen Geräte dieser Marke, wobei in dieser Saison insbesondere die synchrone Tonwiedergabe mit Tonbandgeräten in Verbindung mit Dia- und Filmprojektoren thematisiert wird.

Unverändert geblieben sind hingegen das beliebte „Oma’s Wohnzimmer“, das weiterhin zum Verweilen einlädt, sowie der Revox-Raum, der sich ganz den Geräten dieser Marke widmet. Ein besonderes Highlight bleibt die regelmäßig stattfindende Vorführung im Hörraum, bei der Besucher eine akustische Zeitreise erleben. Anhand ausgewählter Musikstücke und verschiedener Wiedergabeketten – vom Tonbandgerät über den Verstärker bis hin zu den Lautsprechern – werden Entwicklung, Stärken, aber auch Grenzen der Technik anschaulich vermittelt.

Hat hier jemand „Telefonzelle“ gesagt?
Für viele HiFi-Fans sind zudem die aufgrund ihrer Größe als „Telefonzelle“ bekannten Quadral Titan IV Lautsprecher ein besonderer Anziehungspunkt. Diese Referenzlautsprecher aus den 1990er Jahren waren einst so kostspielig wie ein Mittelklassewagen und sind heute ein beeindruckendes Klangerlebnis. Neu in dieser Saison ist außerdem die Möglichkeit, im Hörraum erstmals Quadrofonie live zu erleben – eine Vierkanaltechnik, die als Vorläufer des heute aus Kinos bekannten Surround Sounds gilt.

Private Vorführungen
Zusätzlich bietet das Norddeutsche Museum für HiFi- und Studiotechnik individuelle Besuchsmöglichkeiten an. So können exklusive Termine vereinbart werden, bei denen Gäste eigene Tonträger mitbringen und ihre Lieblingsmusik im Hörraum erleben können. Auch außerhalb der regulären Öffnungszeiten lassen sich Workshops, Veranstaltungen oder Teamausflüge organisieren. Hierzu können sich Interessierte – siehe Kontaktdaten – per Mail anmelden.
Wir wünschen einen guten Saisonstart!
Kontakt
Norddeutsches Museum für HiFi- und Studiotechnik e.V.
Am Straßenbahnmuseum 2
31319 Sehnde
E-Mail: info@hifimuseumnord.de
Web: https://hifimuseumnord.de/
