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Demnächst im Test:

Unsicher

31. Juli 2019 / Christoph Jaschke

Hallo Herr Mertens!

Ich hatte mich schon fast auf den neuen Unison Unico Due für meine Harbeth Hl5 plus festgelegt, den Sie in Ihrem Test als Verstärker für die Insel beschrieben haben, der auch schon eine Phonovorstufe hat.

Jetzt schreiben Sie über den Parasound Halo 6 ähnlich euphorisch. Ich habe mir beide Besprechungen mehrmals durchgelesen, und da beide Verstärker preislich in meinem Rahmen liegen und der Parasound sogar noch einen Kopfhöreranschluss hat, bin ich jetzt unsicher geworden. Spielt der Halo 6 vielleicht noch eine Liga höher?

Vielleicht können Sie mir eine Entscheidungshilfe geben, indem Sie mir kurz vergleichend die Vor- und Nachteile beider Verstärker aufzeigen. Das würde mir sehr helfen.

Mit freundlichen Grüßen
Christoph Jaschke

Hallo Herr Jaschke,

vielen Dank für Ihre Zuschrift. Die Entscheidung ist in der Tat gar nicht so einfach. Der Parasound ist der teurere Verstärker, bietet dafür aber nicht nur mehr Leistung, sondern auch mehr Ausstattung, sprich mehr Ein- und Ausgänge und – wie Sie richtig sagen – auch einen Kopfhörerverstärker.

Was das Klangbild betrifft, ist es beim Unison nun so, dass er auch schon mal eine etwas flaue Aufnahme „verzeiht“. Allerstrengste Neutralität ist nicht seins, die Röhren lassen hier mal die Klangfarben ein bisschen stärker leuchten oder verleihen dem Hochton ein wenig mehr „Air“. Das ist nicht böse, ganz im Gegenteil, es macht richtig Spaß. Der Parasound ist dagegen mehr der reinen Lehre verpflichtet. Er holt aus exzellenten Aufnahmen sicherlich noch etwas mehr heraus als der Unison, macht dafür aber auch jeden Trick des Toningenieurs hörbar.

Welche Ausstattung und Klangsignatur Ihnen lieber ist, müssen Sie selbst herausfinden. Am besten hören Sie sich die beide Verstärker einmal in Ruhe an!

Viele Grüße
Martin Mertens

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