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Low & high

30. Juni 2020 / Jan Hendrik Müller

Sie sprechen in Ihrem Bericht über das Nubert Sub/Sat System (Test: Nubert nuPro X-4000 RC und nuSub XW-900, die Red.) immer von Lowpass, wenn Sie tatsächlich den Highpass meinen. Wenn man(n) von einer Begrenzung „nach oben hin“ (zum Satelliten) spricht, ist der Highpass gemeint, „nach unten hin“ (zum Subwoofer) ist es der Lowpass.

Es erschließt sich mir auch nicht, warum man einen Satellitenlautsprecher ungefiltert laufen lassen sollte, wenn er doch die Möglichkeit eines Lowpasses hat, parallel laufende Tieftöner stören eher mehr als das sie nutzen und die Belastbarkeit des Satelliten steigt enorm.

Bin nun 47 Lenze alt und höre seit ich 14 bin mit „Bookshelf“ Lautsprechern plus Subwoofer, alle Versuche diesen Bann zu brechen (komplett aktive Linn Keilidh mir 23 Jahren und irgendwann mit 35 eine Magnat Quantum 705) wurden früher oder später wieder abgelöst, ich scheine mich da sehr reingehört zu haben, das alles andere falsch klingt …

Liebe Grüße aus Moers
Jan Hendrik Müller

Guten Tag Herr Müller,

danke für Ihre Nachricht. Zunächst grundsätzlich zum Thema High- und Lowpass: Beim Highpass (Hochpass, auch Tiefensperre) werden hohe Frequenzen durchgelassen (deshalb auch der Name: „high (frequency) pass"= hohe Frequenzen passieren durch das Filter. Tiefe Frequenzen werden weggefiltert (gesperrt). Beim Lowpass (Tiefpass, auch Höhensperre) ist es umgekehrt: Tiefe Frequenzen kommen durch (passieren das Filter), hohe Frequenzen bleiben „stecken“.

Ein Subwoofer wird also nach oben hin im Frequenzgang durch einen Lowpass limitiert, die Satellitenlautsprecher nach unten hin durch einen Highpass. Weitere Informationen dazu finden Sie zum Beispiel auf Wikipedia: https://de.wikipedia.org/wiki/Hochpass und https://de.wikipedia.org/wiki/Tiefpass

Nun zu Ihrer Anmerkung. Sie haben Recht, durch die Begrenzung des Frequenzgangs der Satelliten nach unten hin (Highpass) steigt die Belastbarkeit der Lautsprecher, und die „Dopplung“ von Frequenzen wird vermieden. In der Theorie ist das die eleganteste Lösung und wird wohl gerade bei Satelliten-Kombinationen, wo die kleineren Treiber effektiv entlastet werden, auch am besten klingen. Es gibt allerdings auch Stimmen, die aus eigener Erfahrung heraus gerade Standlautsprecher ganz „durchziehen“ lassen und den Subwoofer über einen größeren Frequenzbereich parallel laufen lassen. Am Ende ist es hier wie mit so vielen Themen: Eine einzige dogmatisch richtige oder falsche Antwort gibt es nicht, nur theoretisch optimale Vorgehensweisen. Die Praxis muss dann beweisen, ob das im Einzelfall bestätigt werden kann oder eben nicht.

Es freut mich auch, dass Sie „Ihren“ Lieblingsklang entdeckt haben – genießen Sie ihn!

Beste Grüße
Michael Bruss

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Adam Audio / Hoerzone