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Glaubensfragen?

09. November 2018 / Dr. Florian Bode

Ein USB-Kabel für mehrere 100 € (siehe Test Tellurium Q Ultra Silver & Silver Diamond, die Red.) bringt den Stimmen mehr Inbrunst? Sagt mal, glaubt Ihr das selber? Ich lese Euer Magazin ja recht gerne, aber bei so einer bestellten PR regt sich Widerwille. Natürlich sollte ein Digitalkabel keinen Wackelkontakt haben, aber die von Euch gehörten Unterschiede halte ich für eine Einbildung. Die Kabelschwurbelei aus der Analogwelt kann wirklich nicht 1:1 in die digitale Signalübertragung hinübergerettet werden.

Dr. Florian Bode

Hallo Herr Dr. Bode,

ohne nochmal genau durch sämtliche Equipmentlisten gegangen zu sein, meine ich, dass keiner unserer Autoren, der entsprechende Hifi-Komponenten besitzt, auf ein höherwertiges USB-Kabel verzichtet. Ja, wir glauben, oder besser: hören das absolut. Kollege Frank Hakopians hatte sich das Tellurium Ultra Silver - ohne jegliche Testberichtabsicht - bereits vor Monaten gekauft. Ich selbst hatte schon vor vielen Jahren recht frühzeitig mit USB-Kabeln experimentiert und war zunächst nicht gerade positiv überrascht: Der Umstand, dass auch USB-Kabel klangbeeinflussend sind, macht das Thema ja nicht gerade einfacher. Was die durchweg kritischen Reaktionen auf unseren Test unterstreichen.

Was mich bei aller verständlichen und begrüßenswerten Skepsis wundert: Bisher erreichte uns noch keine einzige Zuschrift, in der es hieß "ich habe es in meiner Anlage mal ausprobiert und keine Veränderungen gehört". Klar, Theorie und der gesunde Menschenverstand sind unabdingbar, alleinige Trockenübungen aber nicht der Weisheit letzter Schluss. Zumal gute Fachhändler Kabel auch mal für ein Wochenende ausleihen. Genau dazu, zum „Selberexperimentieren“, soll unser Test anregen und – was übrigens für alle anderen Komponenten ebenfalls gilt ­– keineswegs dazu, die Katze im Sack zu kaufen.

Viele Grüße
Jörg Dames

 

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