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Reines Geschäft?

16. April 2018 / Hans Georg Seidel

Kein Hifi-Magazin, das nicht öffentlich rechtlich in irgendeiner Weise subventioniert würde, kann völlig unabhängig von der Notwendigkeit Werbeanzeigen geschaltet zu bekommen, auf dem Markt überleben. Dieses Grundwissen muss jeder haben, der Urteile fällt. Auch eine Geschäftsidee wäre noch nicht verwerflich, wenn die Qualität stimmt. Problematisch würde es dann, wenn der Eindruck erweckt würde, dass Test und Werbung auf Absprache beruhen, Das Ergebnis also vorprogrammiert wäre entgegen der objektiv nachvollziehbaren, qualitativen Seite. Eine Kosten-Nutzen-Qualitätsabwägung kann man von einem Hifi-Magazin nicht erwarten, wollte man sich den Ast, auf dem es sitzt, nicht selbst absägen. Das würde man z.B. bei Ferrari oder Maserati etc. Autokäufen auch nicht erwarten.

Welches Resümee für Fariaudio: Im Großen und Ganzen sehr ansprechende Qualität, nur bedauerlich, dass man sich von der Voodoo-Ecke auch was verspricht. Aber nur von Idealismus kann man eben nicht leben. Insofern weiter so.

Mit freundlichen Grüßen
Hans Georg Seidel

Hallo Herr Seidel,

vielen Dank für Ihre Zuschrift. Aber in fairaudio steckt tatsächlich mehr Idealismus, als Sie (wahrscheinlich) denken. Ausgerechnet ein HiFi-Magazin zu etablieren, wenn man nach ertragreichen Online-Geschäftsideen sucht, ist wohl kaum die effizienteste Idee. Wäre dem so, würde es auch schon längst den einen oder anderen rein gewinnorientierten größeren Player im Markt geben. Wo dynamisch wachsende Märkte und Skalierbarkeit weniger im Vordergrund stehen, sind vielmehr auch Leidenschaft und Lust am Thema entscheidende Einflussfaktoren.

Auf das Thema „Voodoo“ - Sie meinen damit bestimmt Kabel, Füßchen, Filter & Co - zu verzichten, wäre übrigens ein Leichtes, zumal wir damit bestimmt den einen oder anderen skeptischen Leser besser ansprechen würden. So ein Verzicht wäre aber dem Thema "guter Klang" alles andere als zuträglich, bin ich der Überzeugung ...

Schöne Grüße
Jörg Dames

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