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Soulution 700er-Serie Christoph Schürmann / Audiolabor – Bericht – fairaudio

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Christoph stellte uns die folgenden Diagramme zur Verfügung, in denen Messwerte die Effizienz seiner Schaltungen belegen sollen. Hauptentwicklungsziele waren niedrige Verzerrungen, hohe Bandbreite, hohe Geschwindigkeit und Linearität.

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Christoph Schürmann wurde 1964 in Bremen geboren. Er besuchte eine Schule in Bayern und begann dann eine Lehre bei Volkswagen/Audi als Kfz-Mechaniker. Danach begann er, Keyboard und Gitarre zu spielen und suchte bald technische Lösungen für Aufnahme und Produktion von Musik. Seine Kenntnisse in Elektronik erwarb er als Autodidakt. Gleichzeitig baute er sein eigenes Aufnahmestudio, das 1988 eröffnet wurde.

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Im Jahr davor wurden für das Marlboro Music-Festival für Newcomer-Bands 1.200 Bewerbungen eingereicht. Drei von Schürmann geschriebene, produzierte und aufgenommene Stücke wurden für ein Live-Konzert im Münchener Zirkus Krone-Gebäude ausgewählt, wo sie den zweiten Platz belegten. Ein paar andere Mitglieder der Band unterschrieben in der Folgezeit Verträge bei Marlboro Music. Christoph verlegte sich lieber auf die technische Seite als ins Musik-Business einzusteigen.

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1986 hatte er bereits eine Ausbildung als Aufnahmetechniker begonnen. Zur gleichen Zeit gab er Unterricht in seiner Schule und in verschiedenen Musiker-Geschäften, wobei er auf das von ihm selbst verfasste, 100 Seiten starke „Midi- und Aufnahme-Handbuch“ zurückgreifen konnte. Er arbeitete außerdem für sein eigenes und für andere Aufnahmestudios. Dies brachte ihm Angebote für die Planung und Ausstattung weiterer Studios ein. Da er mit bestimmten Mastering-Geräten unzufrieden war, modifizierte er einige, stattete andere mit zusätzlichen Features aus und entwickelte auch einige spezifische Lösungen selbst.

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1993 erhielt er ein Patent für fast geräuschlose Computer und Festplatten, die weniger als 15 dB/A Umgebungsgeräusch verursachten. Diese Erfindung stellt er Hewlett-Packard, Sun Microsystems und Digital vor. Ein weiterer Patentantrag wurde zurückgewiesen. Dabei ging es um eine Vorverstärkerschaltung, die später die Basis seiner Entwicklungen für Soulution bilden sollte, die sogenannte DAPC-Schaltung (Double Active Pre Control).

Außerdem arbeitete er an vielen weiteren Projekten, bei denen es unter anderem um Mikrophonverstärker, Audiomixer, Netzteile, aktive und passive Lautsprecher, aktive Frequenzweichen, Signalzwischenspeicher/-verteilergeräte und Ähnliches ging. Zusammen mit seinem Vater, einem Elektronikingenieur, der 40 Patente hielt und bei Texas Instruments in der Grundlagenentwicklung arbeitete, baute Schürmann eine Serie von selbstkalibrierenden Antennenmessgeräten. Bei einem anderen Projekt ging es um 500 Radiofrequenz-Video/Audio-Modulatoren, die die Komplexität von Kanalumschaltungs- und Verkabelungsanforderungen reduzieren sollten.

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Sein eigentliches Interesse galt jedoch immer der Entwicklung von Audio-Verstärkern. Die OEM-Module, die er für seine Aktivlautsprecherprojekte einsetzte, verwandten konventionelle Schaltungen und lieferten „normale Performance“. Solche Modelle verwenden in der Regel MOSFETs, deren positive Eigenschaften – geringe Anforderungen an die Treiberschaltung und thermische Selbststabilisierung – durch die Notwendigkeit hoher Gegenkopplung zur Erreichung guter Messwerte konterkariert wurden.

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Später half er einer Firma namens Promedia bei der Entwicklung anwenderspezifischer Lösungen für Audio- und Videokonferenzen, für Kunden wie ABB, Siemens, das ZDF, Hansa, Eumetsat und BASF. Dabei kamen abgespeckte Versionen seiner Verstärker, modularen Audiomixer, Infrarot-Schnittstellen, Relaisschalter, Signalrouter und der aktiven Desktop-Lautsprecher zum Einsatz.

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1996, nach Abschluss seiner Endverstärker-Entwicklung, wandte sich der damalige Inhaber der Rechte an der Marke Audiolabor, Scheck Audio, an Schürmann und bot ihm einen Vertrag für die Entwicklung neuer Audiolabor-Produkte an. Schürmann lehnte das Angebot ab und erhielt ein paar Wochen später stattdessen das Angebot, als Partner bei Audiolabor einzusteigen und echte HighEnd-Produkte zu entwickeln. Dieses Angebot nahm er an. Das Ergebnis waren die Audiolabor 500 Monoblöcke, der Vorverstärker 511, der 531 CD-Player, der Vorverstärker Purist und Christophs eigener Verstärker CD-1000, etwas verkleinert, um als Mk II-Version ins Audiolabor-Design zu passen.

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1998 begann Schürmann die Entwicklung eines kompromisslosen Passivlautsprechers namens CSD L 101, und zwar unter dem Markennamen Schürmann HighEnd Audiosysteme, da Audiolabor keine Lautsprecher herstellte. Ein aktiver Subwoofer komplettierte das System und wurde der deutschen Zeitschrift Stereoplay vorgestellt. Außerdem wurde er 1999 auf der Luzerner High End-Show ausgestellt. Und damit kommt endlich die Spemot AG ins Spiel, die anfing, Audiolabor und Schürmann-Produkte in die Schweiz zu importieren.

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1999 hatte Schürmann außerdem weitere Ideen für eine noch perfektere Verstärkerschaltung, die zusätzlicher Forschung und Entwicklung bedurfte. Ein Jahr später stellte Spemot ihn als Entwickler ein und bot ihm die Möglichkeit, diese Forschung befreit von wirtschaftlichen Zwängen durchzuführen.

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Das Ergebnis dieser Arbeit ist die 700er-Serie von Soulution, Komponenten, die auf der ursprünglichen DAPC-Schaltung aufbauen und bei denen Schürmann stolz auf die extrem niedrigen Verzerrungen seiner Geräte ist.

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Firmenbericht: Besuch bei Soulution in der Schweiz

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