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Shale Audio Design – Schiefer – Interview fairaudio

Inhaltsverzeichnis

  1. 3 Shale Audio Design - Schiefer - Interview fairaudio

Shale Audio Design

Gibt es aus Ihrer Sicht eine Art Daumenregel, auf welcher Etage eines Racks welche Art von Komponente am besten aufgehoben ist, damit es schlussendlich optimal klingt? Gerade mit Verstärkern haben wir da recht eigentümliche Erfahrungen gemacht. Mal war’s unten, mal war’s oben besser – je nach Amp und je nach Rack …

Sorry, aber eine Daumenregel kann ich nicht geben, die gibt es nämlich meiner Ansicht nach nicht – aber vielleicht ein paar Tipps: Plattenspieler wenn möglich an die Wand. Ansonsten stelle ich Geräte eher nebeneinander als übereinander auf, auch aus optischen Gründen. Das mit den klanglichen Einflüssen auf unterschiedlichen Ebenen hat eher etwas mit dem Möbel, als mit dem Gerät zu tun. Wenn Sie zum Beispiel auf die oberste Ebene eines wackeligen Racks eine dicke Endstufe stellen, ist das nicht sonderlich förderlich. Denn das Rack wird derart beschwert nicht stabiler, wie man meinen möchte, sondern aufgrund der hohen effektiven Masse – wenn erstmal in Bewegung gesetzt – eher instabiler.

Shale Audio Design - Studio
Blick ins Studio von Shale Audio Design

Shale Audio Design - Studio

Insgesamt bin ich da aber auch Pragmatiker, ich möchte weder LP noch CD auf dem Fußboden liegend auf- bzw. einlegen. Selbst wenn das noch 1% Klanggewinn bringen würde. Endstufen gehören aufgrund der meist hohen Masse eher bodennah auf Basen platziert. Da kann man die vom Fußboden noch entkoppeln oder ankoppeln, je nach Geschmack. Lautsprecher je nach Fußboden. Meine stehen natürlich auf unseren Basen, wenn möglich. Jetzt sind gerad‘ alle verkauft und ich muss erst wieder neue herstellen. Das Wichtigste ist natürlich, dass die Boxen fest stehen, vor allem in der Sagittalen (= von vorne nach hinten verlaufend, Anm. Red.), was auch logisch ist, da das Chassis in dieser Richtung auch seine Energie entfaltet – sollte der Lautsprecher da mitschwingen, kann das Resultat eine Phasenverschiebung sein.

Der Name Ihrer Möbelmanufaktur sagt es schon: „Shale Audio Design“ – das Material Schiefer spielt bei Ihnen eine besondere Rolle. Warum das?

Die Aufstellung von HiFi-Geräten wird von vielen Herstellern ganz unterschiedlich angegangen. Seilsysteme, Alublöcke, Kunststoffe oder neuerdings Piezoelektronik finden da Anwendung. Ich will mal so anfangen: Meine ursprüngliche Idee, mich mit Audio-Möbel zu beschäftigen, kam eher über das Design und die Materialien. Ich mag die ganzen Sachen mit den Alu- oder Edelstahlbeinen einfach nicht so recht. Vom Glas mal ganz zu schweigen …

Shale Audio Design - Basen

Ich bin ein ausgesprochener Holzfreund, und das in fast allen Formen. Schiefer ist mir schon in meinen HiFi-Kindertagen als klanglich sehr förderlich zugetragen worden. Wenn Naturstein – dann Schiefer. So bestand unser Ansatz in der Gestaltung zeitloser Audio-Möbel aus Holz und Schiefer, der durch einen zusätzlichen internen Aufbau mit Spezialsubstraten bedämpft wird. Der Schiefer als solches eignet sich aufgrund zweier Dinge als Stellfläche besonders gut: Erstens besitzt dieser einen irregulären, ungleichmäßigen Schichtaufbau, jede Schicht ist unterschiedlich stark angeschnitten und endet mal mehr oder Shale Audio - Upright SLweniger tief im Material. Diese Struktur lässt mögliche Energien quasi ins Leere laufen. Und zweitens: Das relativ hohe Gewicht bringt eine ausreichende Masse für das gesamte Möbel und dessen festen und massiven Stand mit sich. Viele Präzisionsmessinstrumente in der Medizintechnik werden oft auf Natursteinplatten gelagert …

Also Masse spielt bei einem HiFi-Möbel ganz klar eine Rolle, ein Plattenspieler ist ja auch ein Art Präzisionsmessinstrument im weiteren Sinne. Außerdem ist die Kombination des Schiefers mit dem Holz optisch einfach klasse. Eher ein richtiges Möbelstück, als ein HiFi-Rack. Ich nenne unsere Möbel übrigens niemals so …

Firmenbericht: Shale Audio Design

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