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Externe Hilfestellungen und der Einsatz von Tools Dritter

Inhaltsverzeichnis

  1. 8 Externe Hilfestellungen und der Einsatz von Tools Dritter

Die Hilfen, Anleitungen und Foren zu Foobar im Internet sind sehr zahlreich, nicht zuletzt wegen der teils etwas undurchsichtigen Bedienung der Software – zusammen leidet es sich eben schöner.

Die folgende Tabelle zeigt Quellen, die meiner Meinung nach nützlich sind, um sich in Foobar zurecht zu finden. Die Internet-Suchmaschine Ihres Vertrauens wird sicher weitere Quellen offen legen, vermutlich meist in englischer Sprache.

Quelle

Inhalt

Foobar-Webseite:
Frequently asked questions (FAQ)

Eine Liste der häufigsten Fragen zu Foobar direkt vom Autor beantwortet, natürlich auf Englisch. Hier gibt es schnelle Hilfe, wenn mal was nicht so funktioniert, wie gedacht (Troubleshooting).

Foobar-Wiki

Ein Subwiki zu Foobar unter HydrogenAudio, an dem jeder nach Registrierung teilnehmen kann – eben ein Wiki. Der Informationsgehalt ist extrem umfangreich, aber komplett in Englisch und versteht sich als klassische Hilfe zur Software.

Foobar-Forum

Ein umfangreiches und gut besuchtes, internationales Forum zu Foobar. Ebenfalls auf Englisch.

Deutschsprachiges Foobar-Forum

Aktuelles und gut besuchtes Forum.

MPEX.net

Ebenfalls deutschsprachiges Forum, das auch Themen zu Foobar enthält.

AudioHQ.de

Ein deutschsprachiges Forum allgemein zum Thema „Audio“ mit einem Unterforum zu Foobar mit vielen Anleitungen – diesmal auch in Deutsch. Leider wird das Ganze seit 2006 nicht mehr gepflegt, weswegen manche Anleitungen schlicht veraltet sind.

Foobars Syntax-Hilfe „Titleformat“, zu finden unter „C:/Programme/foobar2000/titleformat_help.html“, wobei „C:/Programme/foobar2000“ der Installationspfad von Foobar ist, der variieren kann.

Englischsprachig aufgelistete Metadatenfelder (Foobars eigene, nicht die formatspezifischen) und Funktionen, die z.B. für das Plugin On Screen Display nützlich sind.

Einsatz von Tools Dritter

Werkzeuge Anderer ergänzen Foobar bei umfangreichen Musikbibliotheken sehr gut. ASIO4All wurde ja schon weiter oben im Modul „Einstellungen“ erläutert. Einige wenige weitere Werkzeuge seien hier genannt. Ich will und kann aber aufgrund des Umfanges der Software nicht auf alle Details eingehen, sondern nur die Werkzeuge kurz vorstellen.

MP3Tag
Die aus Deutschland stammende Freeware „MP3Tag“ begeistert immer wieder mit ihrer einfachen Bedienung und dem unglaublichen Funktionsumfang, der entgegen dessen, was man aufgrund des Namens erwarten würde, weit über den Umgang mit MP3-Dateien hinausgeht. Speziell zum Verwalten und Ändern von Metadaten ist dieses Werkzeug erstklassig und vermutlich der König der Metadatenverwalter für Audiodateien.

MP3Tag

MP3Tag Startbildschirm mit Audiodateien

Zur allgemeinen Beschreibung der Software sei die (umfassende, deutschsprachige) Webseite von MP3Tag zitiert (Quelle: http://mp3tag.de, abgerufen am 1.3.2011):

„Mp3tag ist ein Programm zum komfortablen Bearbeiten von Tags, den Informationen zu Interpret, Album, Titel, usw. in Audio-Dateien […]. Mit Mp3tag können Dateien basierend auf den Tags umbenannt werden, Zeichen oder Wörter in Tags und Dateinamen ersetzt werden, Tags importiert und exportiert werden, Playlisten erstellt werden und vieles mehr. Des Weiteren wird unterstützt: Abfragen von Online-Datenbanken – z.B. Amazon, discogs oder freedb [für Albumart, Anm. des Autors] und ermöglicht so eine automatische Übernahme der richtigen Informationen (auch mit Album-Cover) in die Tags Ihrer Musikbibliothek.“

Die Funktionen umfassen u.a. (Quelle: http://mp3tag.de, abgerufen am 1.3.2011):

  • Unterstützung von z.B. FLAC, OGG, AAC, MP3
  • Batch Tag Bearbeitung: Gemeinsames Schreiben und Ändern in gemischten Dateilisten
  • Import von Metadaten von Amazon, discogs, freedb u.a.
  • Ersetzen von Zeichen und Wörtern in den Metadaten
  • Ändern der Groß-/Kleinschreibung
  • Automatisches Erstellen von Playlisten
  • Umbenennen der Dateinamen anhand der Tags
  • Export nach HTML, RTF, CSV zur Erstellung von Übersichtslisten Ihrer Musikbibliothek

Anders als Foobar unterstützt das Werkzeug auch das Einbetten von Albumart (CD-Cover) in MP3-Dateien – traumhaft für gemischte Playlisten.

Das Funktionsprinzip ist im Allgemeinen:

  • Ordner mit Audiodateien öffnen
  • Dateien innerhalb von MP3Tag markieren
  • Funktion anwenden

Die Software wird regelmäßig mit Updates gepflegt und läuft derzeit unter allen Windows-Versionen ab XP. Support gibt es über die Webseite. Eine insgesamt vorbildliche Freeware, die manche kostenpflichtige Software sehr blass aussehen lässt.

AlbumArtDownloader XUI
Die leider etwas kryptisch zu bedienende, englischsprachige Freeware „AlbumArtDownloader XUI“ hat nur eine Aufgabe:

Albumart (CD-Cover) zu finden und herunterzuladen. Dabei stützt sie sich auf die Metadaten von Audiodateien. Diese Aufgabe meistert sie hervorragend und spart sehr viel Zeit.

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Oberfläche von Album Art Downloader XUI

Die Suchergebnisse werden nach Bildgröße, also vermeintlicher Bildqualität, sortiert. Eine Downloadfunktion findet sich bei jedem Bild, eine Vorschau ohne vorherigen Download ebenfalls. Die Bilder landen auf Wunsch direkt im jeweiligen Ordner des Albums innerhalb der hoffentlich gut gepflegten Musikbibliothek und werden von Foobar sofort eingelesen und angezeigt, wenn man nach dem Download in Foobar kurz die Playliste wechselt.

Das Funktionsprinzip ist im Allgemeinen:

  • Rechtsklick auf einen Ordner (Album) im Windows Explorer und Browse for Album Art
  • Album auswählen und Button Get Cover for Selection klicken
  • Passendes Cover wählen und speichern-Button daneben klicken

Die Software kann direkt in Foobar und MP3Tag integriert werden, was ich aber noch nicht ausprobiert habe.

Leider erfordert Albumart Downloader XUI bei allen Windows-Versionen vor Windows 7 die vorherige Installation des „.net-Framework“ von Microsoft, um installiert und benutzt werden zu können.

Dateimanager
Wir alle kennen den Windows Explorer, um damit Dateien außerhalb von Anwendungsprogrammen zu managen. Das gelingt mit ihm soweit ganz gut; jede neue Windows-Version bringt neue Funktionen mit, die man schon lange vermisste. Letztlich werden aber Nutzer, die zügig mit großen, verteilten Mengen von Dateien umgehen wollen, feststellen, dass das mit dem Explorer doch nicht immer so ganz clever möglich ist. Beispielsweise ist das Markieren von Dateien mit bestimmten Eigenschaften schwierig bis unmöglich und die integrierte ZIP-Packfunktion nervt schnell. Was also tun?

Das fragte sich vor mehr als 20 Jahren bereits Peter Norton, der heute durch die Software „Norton Internet Security“ bekannt ist, wobei die Firma mittlerweile eine ganz andere Gestalt hat, als zu der Zeit von MS-DOS.

Die Lösung war genial: Er stellte den „Norton Commander“ vor, der zu einem riesigen Erfolg wurde und dem Microsoft einen guten Teil des Erfolgs von MS-DOS zu verdanken hat. Er sollte das Dateimanagement visuell unter MS-DOS unterstützen, das sonst direkt nur per Kommandozeile bedienbar war. Dazu nutzte der „Norton Commander“ die sog. Zwei-Fenster-Technik, bei der zwei Ordner gleichzeitig in einem geteilten Bildschirm dargestellt wurden. Plötzlich konnte man sich sehr schnell visuell orientieren und gelangte so subjektiv zu besserer Kontrolle über seinen Rechner.

Heute gibt es zahlreiche Klone des mittlerweile eingestellten „Norton Commanders“, die sogar so ähnlich heißen. Hier eine Auswahl: Free Commander (Freeware), Total Commander (Shareware), Speed Commander (Shareware), Altap Salamander (Shareware).

Alle erleichtern die Übersicht und den Umgang mit umfangreichen Dateisammlungen egal welcher Art erheblich – das sagen mir fast 20 Jahre Erfahrung mit MS-DOS und Windows. Ausprobieren kann hier jedenfalls nicht schaden.

Es gibt z.B. für den Total Commander auch Plugins, die speziell auf die Verwaltung großer Musikdatenbestände ausgelegt sind: Sie zeigen Spielzeit, Bitraten etc. gleich in der Dateiübersicht an.

Featurejunkies kommen mit diesen Programmen voll auf ihre Kosten, weil sie unfassbar viele tolle Funktionen bieten, die der Windows Explorer aufgrund seiner Stellung innerhalb von Windows vermutlich niemals mitbringen wird. Selbst für den Windows Explorer bieten findige Softwarentwickler mittlerweile Zwei-Fenster-Technik-Plugins an. Und auch für UNIX, Linux und den Macintosh gibt es Dateimanager nach dem Vorbild des „Norton Commanders“.

Das Funktionsprinzip ist im Allgemeinen seit 1984 immer gleich geblieben:

  • Ordner links und rechts wählen (Ziel und Quelle können beliebig auf rechts oder links gelegt werden).
  • Dateien mit den umfangreichen Funktionen verwalten, z.B. von links nach rechts kopieren.

Im Modul „Datenbank“ haben wir gesehen, wie nützlich ein ausgewachsener Dateimanager z.B. beim Umgang mit Zip-Archiven sein kann.

Total Commander

Ein den eigenen Bedürfnissen angepasster „Total Commander“ unter Windows 7

Schlusswort

Wir wollen mit diesen etwas abschweifenden Bemerkungen den Foobar-Artikel schließen. Wer tapfer bis hierhin gelesen hat und nachvollziehen konnte, wie Foobar funktioniert, kann sich schon zu den Foobar-Kennern zählen. So kompliziert die Software manchmal zu verstehen ist, so vielseitig und nützlich ist sie, das wird man im Laufe der Benutzung immer mehr feststellen.

Allerdings ist es sicher schwierig, alle Funktionen zu überblicken. In den zirka acht Jahren, in denen ich mit Foobar arbeite, ist mir das auch nicht gelungen und durch das Schreiben dieses Artikels habe ich selbst viel über die Software gelernt. Man sollte nicht aufgeben zu lernen, es lohnt sich immer.

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Computer-Audio: Foobar2000 Mediaplayer: Anleitung, Tipps & Tricks - Teil 2

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