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Layoutgestaltung der Oberfläche Foobars

Inhaltsverzeichnis

  1. 5 Layoutgestaltung der Oberfläche Foobars

Datenbank und Plugins haben wir bereits kennen gelernt. Diese wollen wir nun sinnvoll einsetzen. Um die Datenbankansichten nutzen zu können, ist das erste Modul dieses zweiten Teils zwingend erforderlich. Wer es noch nicht gelesen hat, sollte es nun nachholen oder Datenbankansichten und -funktionen konsequent weglassen.

Die Oberfläche lässt sich auch ohne Plugins verändern, allerdings nur in Grenzen.

Beginnen wir also damit, Foobars Oberflächenelemente, Schriftarten und Farben unseren eigenen Wünschen anzupassen. Zum meinem anhaltenden Leidwesen gestaltet sich die Oberflächenanpassung seit jeher in Foobar sehr kompliziert und intransparent. Es sei daher davor gewarnt, hier schnelle Erfolge oder leichtes Spiel zu erwarten. Eine kürzliche Neuinstallation meines Netbooks brachte mir schlappe drei Stunden Arbeit allein dafür ein, die Oberfläche Foobars so zu gestalten, wie ich sie wollte, mehrere Fehlersuchen eingeschlossen. Es ist also eher etwas für Freaks, wenn man ins Detail geht.

Der Programmierer kann hier meiner Meinung nach am ehesten Abhilfe schaffern, indem die gesamte Konzeption der Gestaltungsfunktionen auf den Prüfstand kommt und ggf. geändert wird. So, wie es jetzt ist, scheitert man sehr schnell am undurchsichtigen Verhalten der Software.

Wer beim Probieren nicht klar kommt, kann mit dem Quick Appearance Setup (siehe Ausführungen dazu im ersten Teil des Artikels) jederzeit den Standardzustand der Oberfläche wieder herstellen. Man macht also nichts dauerhaft an Foobar kaputt.

Ich will dennoch versuchen, einen Einstieg zu geben.

Wir erinnern uns an ein mögliches Ziel dieser Anpassungen aus dem ersten Teil dieses Artikels:

foobar

Beispiel für eine mögliche selbst gestaltete Oberfläche von Foobar

Wer bisher nur die Standardoberflächenelemente und -farben genutzt hat, erkennt auf dem Bildschirmfoto leicht den Unterschied: Datenbankansicht als Baumstruktur links, darunter ein Suchfeld, Playlistentabs rechts oben und eine ausführliche Statuszeile mit allerlei nützlichen Informationen zum aktuellen Geschehen innerhalb Foobars inklusive Lautstärkeregler rechts unten. Die Playliste zeigt außerdem das passende Albumcover an (auch „Artwork“ oder „Album Art“ genannt) und offenkundig findet eine Gruppierung der Musiktitel nach Albumnamen statt. Darunter prangt außerhalb von Foobar das On Screen Display (OSD), dem wir uns oben im Modul „Einstellungen“ schon ausführlich gewidmet haben.

Wie können wir Foobar anweisen, so zu erscheinen? Kurz gesagt: Mit gezielten Einstellungen und (kostenlosen) Plugins. Es werden folgende Plugins benötigt:

  • ColumnsUI
  • Album list panel
  • On Screen Display OSD
  • Database search

Danach wird kurzerhand Foobars Oberfläche auf ColumnsUI umgestellt: File – Preferences -Display – Abschnitt User interface modul auf ColumnsUI. Anschließend leeren wir die Oberfläche komplett: View – Layout – Live editing (diese Einstellung gibt es nur mit ColumnsUI) einschalten, dann auf alle Bereiche des Displays nacheinander rechts klicken und solange jeweils close wählen, bis nur noch die Buttonleiste, das Hauptmenü, der Fortschrittsbalken, das Auswahlfeld zur Spielreihenfolge und das kleine Spektrometer übrig bleiben. Show Status pane im Menüpunkt View kann man schon mal einschalten. Foobar sieht dann so aus (Windows XP):

foobar

Leere Oberfläche von Foobar

Nun nutzen wir wieder die rechte Maustaste mit Add Panel, um dann die Auswahl der Elemente vornehmen zu können, also z.B. Panels – Album list und fügen der Oberfläche die gewünschten Elemente hinzu. Das sieht dann so aus:

foobar

Leere Oberfläche von Foobar wird „gefüllt“

Man beginnt in unserem Fall meiner Meinung nach am besten mit Album List, gefolgt von Splitters – Playlist Tabs, wobei man den Rechtsklick auf dem Text „Album list“ ausführen muss. Jetzt hat man schon einmal die vertikale Aufteilung geschafft – das war das Schwierigste. Foobar sollte nun so aussehen:

foobar

Oberfläche von Foobar weiter „gefüllt“

Die Playlisten selbst fügt man nun mit Playlist views hinzu, indem man unterhalb von „Playlist tabs“ beim Rechtsklick und dann playlist views eine der dort verfügbaren Playlisten hinzufügt. Ich nutze hier NG Playlist wegen der integrierten Coveranzeige. Die Breite eines Panels lässt sich mit der Maus und Ziehen am Trennstrich von zwei Panels einstellen.

Man muss bei dieser wilden Klickerei auch zwischen Add und Change bzgl. der Elemente unterscheiden. Change ersetzt ein bestehendes Element. Ähnliches gilt für Move Up, Move Down beim Rechtsklick auf ein Element, wodurch es verschoben wird.

Wenn man fertig ist, kann optional mit close caption (wieder mit Rechtsklick auf ein Panel/Splitter) die Bezeichnung dieses Elements ausgeschaltet werden.

Die Farben der Playlisten stellt man beim Plugin „ColumnsUI“ ein – das wurde bereits oben im Modul „Plugins“ erläutert. Wie man die Tool- bzw. Buttonleiste einstellt, haben wir am Beginn des ersten Teils dieses Artikels gesehen.

Wie erwähnt, fordert das Ganze wahrscheinlich einiges an Tests, bis man am Ziel ist. Vor allem, dass vertikal und horizontal splitter sich zunächst nicht verschieden auf die Oberfläche auswirken, verwirrt. Zum Glück müssen wir sie für das oben dargestellte Ziel nicht benutzen.

Das Rechtsklickmenü Foobars ändert sich dabei auch laufend je nach den gerade verfügbaren Funktionen, was ebenfalls viel zur Verwirrung beiträgt.

Wenn man sich verklickt hat oder das Ergebnis nicht gefällt, dann kann man schnell auf das entsprechende Element rechtsklicken und close panel wählen. Ganz zum Anfang mit einer zumindest benutzbaren Oberfläche gelangt man wie erwähnt mit dem Quick appearenace setup.

Damit wären wir fertig, das Ergebnis haben wir oben schon im Bild gesehen.

Das Beispiel von oben zur Foobar-Oberflächengestaltung sei hier noch einmal kommentiert. Auf meinem flexiblen, energie-und raumeffizienten Netbook in der Wohnzimmer-HiFi-Anlage wurde mit einem eigenen Windows-Account Foobar wie folgt angepasst:

foobar

Beispiel für eine mögliche, selbst gestaltete Oberfläche

Fehlt noch das On Screen Display (OSD). Wie man es aktiviert, wurde ebenfalls schon oben im Modul Plugins beschrieben. Foobars Fenster kann jetzt noch verkleinert werden, um die Playliste nicht mit dem OSD zu überdecken. Dabei empfiehlt es sich, ein optisch passendes Hintergrundbild für Windows zu wählen.

Computer-Audio: Foobar2000 Mediaplayer: Anleitung, Tipps & Tricks - Teil 2

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